Geburtenrate in Hamm und Folgewirkungen

Sehr geehrter Herr Burkert,

ein Thema, das erst vor wenigen Tagen von der Lokalpresse aufgegriffen wurde, ist der deutliche Anstieg der Geburtenrate in Hamm. Natürlich ist ein „Baby-Boom“ gerade zu Zeiten des demografischen Wandels sehr begrüßenswert und hat hoffentlich auch längerfristig Bestand. Dennoch gibt es, wie auch die Lokalpresse feststellt, einige Hürden, unter anderem auch politische, die es zu überwinden gilt, damit die (Stadt-)Gesellschaft die veränderte Situation und die große Anzahl neuer Erdenbürger besser stemmen kann.

In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadtverwaltung, um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Gibt es Prognosen, die Aufschluss darüber geben, wie sich die Geburtenrate in Hamm in den nächsten fünf Jahren entwickeln wird?
  2. Können die bestehenden Geburtshilfestationen einen weiteren Anstieg der Geburtenrate längerfristig stemmen? Gibt es bereits Pläne, wie dies bei einem gleichbleibenden Geburtenanstieg gewährleistet werden kann?
  3. Im Artikel der Lokalpresse wird erklärt, dass sich zunehmend Hebammen aus dem Klinikalltag zurückziehen. Kann die Stadtverwaltung diese Entwicklung bestätigen? Gibt es Pläne, um diese Entwicklung umzukehren, indem die Politik Einfluss auf die Rahmengestaltung des Hebammenberufs geltend macht und sich bemüht, diesen beispielsweise durch Gehaltserhöhungen oder größeren Anspruch auf Ausgleichsurlaub attraktiver zu gestalten?
  4. Lassen sich derartige Maßnahmen überhaupt kommunalpolitisch realisieren? Sieht die Stadtverwaltung etwaige Möglichkeiten, den Berufsalltag der Hebammen in Kliniken zu verbessern?
  5. Die Anzahl bestehender Kita-Plätze bereitet schon heutzutage Grund zur Besorgnis. Gibt es Pläne oder Ideen, wie man zukünftig der großen Zahl an Kleinkindern Kita-Plätze zur Verfügung stellen kann?
  6. Gibt es in dem Zusammenhang Erkenntnisse, in welchen Sozialräumen die Nachfrage an Betreuungsplätzen für Kleinkinder steigen wird?

Mit freundlichen Grüßen

Volker Sartor
Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration
Wählergruppe Pro Hamm