Finke-Inhaber führt CDU, SPD und FDP am Nasenring durch die Manege

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die intransparente Geschäftspolitik des Möbelhauses Finke. ,,Die Wirtschaftsförderung und die Verantwortlichen im Rathaus wurden von der Entscheidung der Finke-Leitung die Möbelhauskette an die Berliner Krieger Gruppe abzutreten auf dem falschen Fuß erwischt“, so Thorsten Mächler, Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm für den Stadtbezirk Rhynern. Thorsten Mächler weiter: ,,Möbel Finke drückt der Stadt Hamm immer wieder ihren Stempel auf und setzt konsequent ihre Interessen durch. So hatte die Große Koalition in der Märzsitzung des Rates noch eine Beschlussvorlage durchgewunken, in der Möbel Finke gestattet wurde, den Möbeldiskounter „,Preisrebell“ am Standort zu errichten. Die Kritik der Wählergruppe, dass mit der Erweiterung am Standort Finke eine weitere Konzentration auf der grünen Wiese stattfindet, die eine Reaktivierung der Innenstadt untergräbt und auch keinen Mehrwert für den Stadtbezirk Rhynern hat, wurden von den Mehrheitsfraktionen als „Unfug“ abgetan. Umweltpolitische Belange oder eine Minderung der Lebensqualität für die angrenzenden Wohnquartiere durch ein höheres Verkehrsaufkommen und damit einhergehend mit einem Mehr an Emission und Lärmwerte wurden als unproblematisch bewertet. Die Hammer CDU, SPD und FDP haben viel Vertrauen in Finke gesetzt, wurden aber letztendlich vom Eigentümer Wilfried Finke am Nasenring durch die Manege geführt. Dass das Rathaus und die Wirtschaftsförderung scheinbar über die Medien über den Verkauf von Möbel Finke erfahren haben, unterstreicht die ungleiche Partnerschaft. Hier stehen sich Politik und Wirtschaft nicht auf Augenhöhe gegenüber. Die Wirtschaft diktiert der Politik ihre Forderungen. Wir erwarten, dass die Rathausspitze klare Kante zeigt und einen Finke-Vertreter zur nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses einlädt, so dass die Politik und die Öffentlichkeit die vielen offenen Fragen, wie es z.B. mit dem Erhalt der Arbeitsplätze steht, klären kann. Die CDU/SPD-Stadtregierung setzt, und das verdeutlicht das Beispiel Möbel Finke unbeirrt, die Wirtschaftspolitik der schwarzgelben Vorgängerregierung fort, in der wie bei einer Einbahnstraße die Einzelinteressen eines Unternehmens gegenüber dem öffentlichen Interesse immer den Vorzug erhalten. Jetzt ist man mit einem drohenden Scherbenhaufen dieser Politik konfrontiert.“

Thorsten Mächler
Sprecher Stadtbezirk Rhynern
Wählergruppe Pro Hamm