Die Wählergruppe Pro Hamm kam zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen

Auf der Tagesordnung stand ein umfangreicher Punktekatalog. So wurde eine Bilanz der politischen Arbeit der letzten zwölf Monate gezogen und die strategische Planung für den Zeitraum bis zu den Kommunalwahlen 2020 besprochen. Ein Schwerpunkt der politischen Arbeit in den nächsten Wochen wird der Doppelhaushalt 2019/20 sein. Hier fordert die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Doppelhaushalt ein klares Zeichen setzt und den Kampf gegen soziale Ungleichheiten in den Mittelpunkt rückt. Volker Sartor, stellvertretender Vorsitzender der Wählergruppe, hält fest: ,,Das Thema Soziale Gerechtigkeit muss auf der politischen Tagesordnung mehr Priorität genießen. Die Mehrheitsfraktionen und die Stadtverwaltung haben ihre Hausaufgaben nur mangelhaft gemacht. Die Armutsquote in den einzelnen Wohnquartieren und das Armutsgefälle unter den Sozialräumen ist erschreckend. Die Große Koalition und die Stadtverwaltung haben exemplarisch im Umgang mit der Thematik Obdach- und Wohnungslosigkeit unterstrichen, dass man den Menschen, die aus unserem System herausfallen, keine große Bedeutung beimisst.

Dr. Cevdet Gürle, Vorsitzender der Wählergruppe, resümiert die Sitzung: ,,Die Wählergruppe hat sich fest in die politische Parteienwelt der Kommune etabliert und wir ziehen nach vier Jahren im Stadtrat, den Ausschüssen und den Bezirksvertretungen eine positive Bilanz. So konnten wir mit einer Vielzahl von Anträgen, Anregungen und Anfragen gezielt Themen stärker in die (politische) Öffentlichkeit tragen und die CDU/SPD-Stadtregierung unter Druck setzen. Das Aus für die HammGas/Gasbohren und die Errichtung einer dritten Gesamtschule verdeutlichen, dass politische Arbeit, wenn sie konsequent und gradlinig durchgeführt wird, trotz Oppositionsstatus, Erfolge bringen kann. Wir erleben einen hohen Zuspruch aus der Bürgerschaft, der sich unter anderem in den steigenden Mitgliederzahlen wiederspiegelt. So wird auch das offene Bürgerfrühstück, das seit Anfang 2018 fest installiert wurde und quartalsweise jeweils in einem anderen Stadtbezirk stattfindet, sehr gut angenommen. Hier haben die Bürger die Möglichkeit im direkten Gespräch Anregungen und Kritik zu äußern und wir können unserem Selbstverständnis ein „Dienstleister“ für die Menschen zu sein, nachkommen.“

Im Gesamtvorstand wurde die Neubesetzung von einem der vier Beisitzerstellen notwendig, da Adrian Brosterhues-Niedziolka aus beruflichen Gründen kürzertreten musste. Daniel Waleczek (37 Jahre), der für die Wählergruppe Pro Hamm als Bürgervertreter im Schulausschuss sitzt, wurde einstimmig als neuer Beisitzer für den Vorstand gewählt. Sonstige Wahlen standen nicht an.

Dr. Cevdet Gürle
Vorsitzender
Wählergruppe Pro Hamm