Abkehr vom G8-Wahnsinn war längst überfällig

,,Der Spuk hat endlich ein Ende“, so beschreibt der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und Mitglied im Schulausschuss Daniel Waleczek die Beschlüsse zur Rückkehr zu G9 auf dem Märkischen Gymnasium und dem Freiherr vom Stein Gymnasium. Daniel Waleczek weiter: ,,Kein Hammer Gymnasium wird beim Turbo-Abitur bleiben und das ist der absolut richtige Weg und im Sinne aller Beteiligten, angefangen von den Schülern, den Eltern bis zu den Lehrerkollegien. Die Einführung des verkürzten Gymnasiums unter der schwarzgelben Landesregierung war ein historischer Fehler, der nun korrigiert wird. Hierzu kann man nur sagen: Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.

Das verkürzte Gymnasium stellt eine starke Belastung für alle Betroffenen dar. Die Schüler sind in einem solchen System des verkürzten Gymnasiums einer 45 Stundenwoche ausgesetzt und sollen mit der Zuverlässigkeit einer Maschine Leistung abrufen. Die Abkehr von Turbo-Abitur ermöglicht Jugendlichen ein Mehr an Freiheit in ihrer Lebensgestaltung. Damit der Übergang von G8 auf G9 auf kommunaler Ebene reibungslos und ohne Störfeuer verlaufen kann, müssen die richtigen Stellschrauben gedreht werden. So ist zu bedenken, dass der Ganztag auch bei den Gymnasien Fuß gefasst und die Gymnasien müssen sich ebenfalls intensiv mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen. Die Folge ist, dass nicht wenige der Gymnasien, die mit der Einführung des G8 die ,,frei“ gewordenen Räume, durch den Wegfall eines kompletten Jahrgangs durch Angebote des Ganztags und der Inklusion besetzt haben. So fehlen diese Fach- und Klassenräume, die notwendig sind, damit ein G9-Betrieb an den Gymnasien funktionieren kann. Wir benötigen dementsprechend zeitnah Investitionen an den Gymnasien, um zum Beispiel notwendige Erweiterungen des Schulraumes zu ermöglichen. Diese Herausforderung können die Kommunen in Eigenregie nicht stemmen. Hier ist die Landesregierung gefragt, die die Gemeinden mit einer finanziellen Unterstützung in die Lage versetzen muss vor Ort ausreichend Spielraum zu haben. Eine Antwort, woher die zusätzlichen Lehrer kommen sollen und das bei einem jetzt schon vorhandenen Lehrermangel von mehr als 1800 Lehrern, bleibt die Landesregierung bis heute der Öffentlichkeit schuldig. Hier erwarten Schüler, Lehrer und Eltern berechtigterweise mehr politische Tatkraft aus Düsseldorf.“

Daniel Waleczek
Schulpolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm