Pressemitteilung bezüglich der Stellungnahme der Stadtwerke Hamm zum HammGas-Ausstieg

„Die Stellungnahme der Stadtwerke Hamm zur Anfrage Pro Hamms bezüglich des HammGas-Ausstiegs lässt viel Raum für Spekulationen und kann nur als ein höchst zögerlicher Schritt in Richtung Transparenz interpretiert werden“, so Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm. Dr. Cevdet Gürle weiter: ,,Der Stellungnahme kann entnommen werden, dass die Stadtwerke Hamm am 30.11.2016 ein Gutachten in Auftrag geben, ohne dieses mit dem Hauptgesellschafter PVG abzusprechen und diesen das Recht einzuräumen Einblick in das Gutachten zu nehmen. Hier hätte die Führungsebene bei den Stadtwerken und die politisch Verantwortlichen in der Großen Koalition einen ehrlichen Dialog mit der PVG führen müssen, um klar zu machen, dass eine Fortsetzung der Stadtwerke in der HammGas politisch nicht mehr vertretbar ist. Stattdessen versteckt man sich hinter einem Gutachten, dass die Unwirtschaftlichkeit einer Gasbohrung unterstreicht und als Rechtfertigung für den Ausstieg dient. Die Konsequenz dieses „Eiertanzes“ ist ein laufendes Gerichtsverfahren, das man sich hätte ersparen können. Es ist des Weiteren kritisch zu beäugen, dass die Stellungnahme mit keiner Silbe erwähnt, wo das besagte Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Auf diese Weise ist nicht nachvollziehbar, ob ein interner Interessenskonflikt oder andere Umstände für die Entscheidungen der Stadtwerke Hamm ausschlaggebend waren. Die Irrfahrt der HammGas hat die Stadtwerke Hamm bis heute um rund zwei Millionen erleichtert und dennoch sehen die Stadtwerke keine Notwendigkeit, dass personelle Konsequenzen aus der Fehlinvestitionen gezogen werden. Die Mitverantwortung an dem Desaster wird in Gänze ignoriert und man kehrt rasch zum Prinzip „Business as usual“ zurück. Wenn die Geschäftsführer Herr Hegemann und Herr Bartsch Rückgrat besäßen, dann würden sie von ihren Posten als Geschäftsführer bei den Stadtwerken zurücktreten und die Verantwortung für den Super-Gau HammGas übernehmen. Da diese Herren, wie auch die Parteien, die bis zuletzt Ja zum Gasbohren gesagt haben, eine Mitschuld nicht erkennen, werden sie ihre gutdotierten Jobs in einer arroganten Selbstverständlichkeit weiter ausüben. Die Bürgerinnen und Bürger können nur hoffen, dass die Stadtwerke das finanziell Loch nicht über Preiserhöhungen zurückholen.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm