Möglichst schnelle Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule

Die Wählergruppe Pro Hamm spricht sich für eine Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule zum Schuljahr 2018/19 aus. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe in der Bezirksvertretung erläutert: ,,Der Beschluss des Rates eine dritte Gesamtschule zu errichten, ist ein wichtiger Baustein der Schul- und Bildungspolitik und ein zentrales Instrument die Bildungsteilhabe sozial benachteiligter Kinder in der Stadt im Allgemeinen und im Besonderen im Stadtbezirk Herringen zu verbessern. Die Option, dass die Sekundarschule ausläuft und parallel die Gesamtschule jahrgangsweise aufgebaut wird, halten wir für suboptimal. So sind bei einem solchen Verfahren organisatorische Schwierigkeiten vorprogrammiert, da man über einen Zeitraum von fünf Jahren zwei Schulen unter einem Schulgebäude hätte und man zum Beispiel bei der Raumzuweisung vor enormen Schwierigkeiten stehen würde. Deswegen befürworten wir eine zeitnahe Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule. Die Vorteile liegen auf der Hand. So käme man den Wunsch der Eltern nach, die ihr Kind auf die Sekundarschule angemeldet haben und dass mit der klaren Erwartungshaltung, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, um an dem Standort mit dem Aufbau einer gymnasialen Oberstufe das Abitur zu ermöglichen. Des Weiteren bringt man Ruhe ins Lehrerkollegium. Das Kollegium, dass immerhin aus rund 50 Lehrkräften besteht, stellt sich zurecht die Frage, wie es beruflich für sie weitergeht. Eine Umwandlung der Schule zur Gesamtschule hieße für das Kollegium, dass alle Lehrkräfte an dem Standort bleiben können. Da die Sekundarschule als integrative Schule analog zur einer Gesamtschule gymnasiale Standards im Lehrplan aufweist, sehen wir die Chancen einer Umwandlung bei der Bezirksregierung positiv. Es ist für den Erfolg des Verfahrens aber unabdinglich, dass die CDU/SPD-Stadtregierung diesen Schritt uneingeschränkt unterstützt und ihre Haltung Arnsberg gegenüber deutlich macht.“ Die Wählergruppe Pro Hamm wird das Thema „Errichtung einer dritten Gesamtschule“ am Standort der Arnold-Freymuth-Schule auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung setzen. Man werde die Verwaltung auffordern einen mündlichen Bericht über den aktuellen Stand zu geben. Dr. Cevdet Gürle: ,,Wenn die Gesamtschule in Herringen eine Erfolgsgeschichte sein soll, dann muss die Bezirksvertretung als lokale Vertretung der Bürgerschaft mitgenommen werden. Es gibt viele Fragestellungen, die genau in diesem Gremium im Beisein der Bürgerschaft diskutiert und beantwortet werden müssen. Das Thema Gesamtschule wird uns in den nächsten Jahren begleiten und es wäre ein Kardinalfehler der Großen Koalition, wenn die Herringer Bürgervertretung nicht über die aktuellen Planungen zeitnah informiert werden würde.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Bezirksfraktion Herringen
Wählergruppe Pro Hamm