Halbgare Lösungsansätze für die Probleme im Sozialraum Hammer Westen

,,Wenn die CDU/SPD-Stadtregierung mit dem Oberbürgermeister an der Spitze glauben, dass man mit dem Abriss von Gebäuden und dem Teilumzug des Jobcenters in den Hammer Westen die gravieren Probleme im Sozialraum lösen kann, dann ist das nicht nur eine Selbsttäuschung, sondern auch eine Irreführung der Bürger“, so Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe in der Bezirksvertretung Mitte. Nihat Altun weiter: ,,Die städtebauliche und sozialgesellschaftliche Entwicklung in den Wohnquartieren des Hammer Westens verlief in den letzten 15 Jahren suboptimal. Die soziale Balance im Hammer Westen ist zusehends aus dem Gleichgewicht geraten und wir erleben derzeit eine Gettoisierung, die einer positiven Entwicklung des Hammer Westens kontraproduktiv im Wege steht und das soziale Gefälle unter den Stadtteilen verschärft hat. Eine Ursache der Segregation des Hammer Westens liegt an der fehlenden Heterogenität der Wohnbevölkerung. Wir haben im Hammer Westen eine sehr hohe Konzentration von sogenannten Risikogruppen, die u.a. überproportional von Armut und Bildungsbenachteiligung betroffen sind. Die „negative“ Homogenität der Wohnbevölkerung verstärkt die Segregation und führt zu einer sozialen Gettoisierung der Wohnquartiere. Die Stadt Hamm muss mit einer aktiven Stadtentwicklungs- und Sozialpolitik auf diese negative Entwicklung reagieren. Ein Instrument muss es sein Wohnstrukturen aufzubrechen und eine stärkere Heterogenität der Bevölkerung zu erreichen. Ein Instrument, auf das die Stadtregierung verstärkt zurückgreifen müsste, ist die städtische Tochtergesellschaft Hammer Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (HGB). Wenn wir den Sozialraum Westen positive Impulse geben wolle, dann müssen wir der ,,negativen“ Homogenität im Hammer Westen entgegenwirken. Ein Steuerungselement wäre hierbei die gezielte Schaffung von Studentenwohnungen im Hammer Westen durch die HGB. Studentisches Leben im Hammer Westen wäre ein effektives Instrument, um positive Impulse in die Wohnquartiere des Westens auszustrahlen. Der Mehrwert wäre größer als eine Verlegung des Jobcenters an die Wilhelmstraße.“

Nihat Altun
Bezirksvertreter Mitte
Wählergruppe Pro Hamm