Beschäftigungsverhältnisse in Hamm

Sehr geehrter Herr Wobedo,

die Zahlen der Beschäftigungsstatistik verdeutlichen, dass Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen ein ernstzunehmendes Problem hat. Immer mehr Menschen sind gezwungen neben ihrer Vollzeittätigkeit zusätzlich noch eine geringfügige Beschäftigung anzunehmen, damit sie ihren Lebensunterhalt selbständig finanzieren können.

Für uns als Wählergruppe ist es wichtig zu erfahren, wie es sich diesbezüglich mit der konkreten Situation in Hamm verhält. Wir bitten die Stadtverwaltung daher um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie viele Hammer Bürgerinnen und Bürger sind in einer Vollzeitbeschäftigung? Hier bitten wir um eine Übersicht für den Zeitraum von 2005 bis 2016 und aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren.
  2. Wie viele Hammer Bürgerinnen und Bürger gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach? Hier bitten wir um eine Übersicht für den Zeitraum von 2005 bis 2016 und aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren.
  3. Wie viele Personen der Gruppe der Vollzeitbeschäftigten hat zusätzlich eine geringfügige Beschäftigung. Hier bitten wir ebenfalls um eine Übersicht für den Zeitraum von 2005 bis 2016 und aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren.
  4. Wie hoch ist die Zahl der Personen, die in einer Vollzeitbeschäftigung sind, die trotz einer „ganzen“ Stelle ergänzende Sozialleistungen erhalten? Hier bitten wir um eine Übersicht für den Zeitraum 2005 bis 2016 und aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren. Diese Übersicht soll für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Teilzeitverhältnissen leben ebenfalls aufgelistet werden.
  5. Wie hoch ist der Anteil der Arbeitsverhältnisse, die trotz Vollzeit auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sind in den einzelnen Stadtbezirken? Hier bitten wir um eine Auflistung nach Kalenderjahren für den Zeitraum von 2005 bis 2016 bezogen auf die einzelnen Stadtbezirke.
  6. Verfolgt die Stadt Hamm eine Arbeitsmarktpolitik, um die Zahl der sogenannten prekären Arbeitsverhältnisse zu reduzieren? Wenn ja, welche Konzeption dient als Handlungsgrundlage?

Mit freundlichen Grüßen,

Adrian Brosterhues-Niedziolka
Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Innovation und Stadtmarketing
Wählergruppe Pro Hamm