Antrag an den Rat der Stadt Hamm bezüglich der Gründung einer dritten Gesamtschule

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Vorgängerregierung ist auf keinem politischen Feld so gescheitert wie in der Schul- und Bildungspolitik. Jede Schul- und Bildungspolitik sollte, unabhängig von der parteipolitischen Farbenlehre, vorausschauend, transparent und nachhaltig sein.

Die konstante Nachfrage an Gesamtschulplätzen und die beharrliche Verweigerung der regierenden Parteien auf diese zu reagieren, war und ist ein Übel der lokalen Bildungspolitik. Es ist nicht hinnehmbar, dass die beiden Hammer Gesamtschulen in den letzten 15 Jahren bisher mehr als 1200 Kinder abweisen mussten. Die Folge für viele Eltern war, dass sie gewissermaßen gezwungen wurden, ihre Kinder gegen ihren Willen an einer anderen Schulform anzumelden. Wir haben in der Stadt Hamm ein stetiges Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Der Nachfrage an Gesamtschulplätzen steht ein viel zu geringes Angebot gegenüber. Seit Jahren wird von den regierenden Parteien in unserer Stadt der Elternwille wissentlich ignoriert.

Deswegen fordert die Wählergruppe Pro Hamm in der Kommune eine dritte Schule zu errichten, in der ein längeres, gemeinsames Lernen ermöglicht wird, eben eine integrierte Schule mit gymnasialer Oberstufe. Die bildungspolitische Entwicklung in der Bundesrepublik ist eindeutig. Wir bewegen uns in Deutschland auf ein zweigleisiges Schulsystem hin. Hamm wird sich dieser Entwicklung auf Dauer nicht entziehen können.

Die Ratsgruppe Wählergruppe Pro Hamm beantragt daher, dass der Rat der Stadt der Gründung einer dritten Gesamtschule auf Hammer Stadtgebiet zustimmt.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                             Nurcan Varol
Gruppensprecher                                                           Ratsfrau

Wählergruppe Pro Hamm