Anfrage an die Bezirksvertretung Pelkum bezüglich der Norderweiterung der Inlogparcs

Sehr geehrter Herr Schulte,

die Bürgergemeinschaft gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft beklagt seit geraumer Zeit die ungewisse Zukunft der besagten Weetfelder Landschaft. So hätte die Politik den Menschen zugesichert, dass eine Norderweiterung des Inlogparcs nur dann erfolgen würde, wenn gleichzeitig auch die Entlastungsstraße (B63n) realisiert werde. Da genau diese jedoch offenbar nicht mehr realisiert werden soll, löst der Umstand, dass nun offenbar doch konkrete Pläne zur Unternehmensansiedlung im nördlichen Bereich ausgearbeitet werden, Unmut in den Reihen der Bürger aus.

Wie Wählergruppe Pro Hamm bittet die Stadtverwaltung in den Zusammenhang, um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Gab es eine mündliche oder anderweitige „Zusage“ der Politik oder der Verwaltung, dass eine Norderweiterung des Inlogparcs erst nach einer Realisierung der Entlastungsstraße (B63n) erfolgen wird?
  2. Ist die Ansiedlung des DPD-Logistikunternehmens im Inlogparc bereits beschlossen? Falls ja, wann sollen die Verträge unterzeichnet werden?
  3. Kann für den Fall, dass das DPD-Logistikunternehmen an dem Standort realisiert wird, bereits ein geplantes Datum für den Start der Baumaßnahmen genannt werden?
  4. Soll die zuvor geplante Entlastungsstraße (B63n) tatsächlich auf absehbare Zeit nicht mehr realisiert werden? Welche Argumente waren letztlich ausschlaggebend, um den Bau der Straße abzulehnen?
  5. Ebenfalls angedacht und ebenso verworfen ist offenbar die Idee der zuvor geplanten Dialogsperre, um die Weetfelder Straße zu entlasten. Was sprach konkret gegen die Sperre? Welche Mehrkosten wären dadurch entstanden?
  6. Ist die DPD das einzige Unternehmen, das aktuell für den Standort Inlogparc“ vorgesehen ist oder gibt es bereits weitere Unternehmen, die an dem Standort angesiedelt werden sollen? Wenn ja, welche wären das konkret?
  7. Rechnet die Stadtverwaltung im Zuge der Unternehmensansiedlung mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen in den Wohngebieten Weetfelds? Wenn ja, wie soll das erhöhte Verkehrsaufkommen kompensiert werden? Gibt es diesbezüglich konkrete Pläne, um die Situation für die betreffenden Anwohner erträglicher zu machen?
  8. Mit welchem Kostenaufwand für die Stadt Hamm ist im Zuge der Erweiterung des Inlogparcs zu rechnen?
  9. Wer ist Entscheidungsträger über die Vergabe der möglichen Produktionsflächen des Inlogparcs? Werden die Mitglieder der Bezirksvertretung Pelkum über bevorstehende Vertragsabschlüsse mit Unternehmen in Kenntnis gesetzt?
  10. Nach welchen konkreten Kriterien erfolgt die Auswahl der Unternehmen für den Inlogparc?
  11. Werden und wurden bei der Ausarbeitung der Pläne zur Erweiterung des Inlogparcs auch umweltspezifische Aspekte berücksichtigt? Wenn ja, in welcher Form?
  12. Sollte es tatsächlich durch die Ansiedlung eines Logistikunternehmens zu einem erheblichen Anstieg des Verkehrs kommen, könnte dies auch zu einer größeren Feinstaubbelastung und somit einer Gefährdung für die Gesundheit der anwohnenden Menschen führen. Die Wählergruppe Pro Hamm empfiehlt daher noch vor der möglichen Erweiterung des Inlogparcs die Feinstaubwerte im betreffenden Gebiet zu messen, damit ein besserer und aussagekräftiger Vergleich im Nachhinein gegeben ist. Ist eine Feinstaubmessung im Vorfeld geplant?

Mit freundlichen Grüßen,

Farid Bhihi
Bezirksvertreter
Bezirksvertretung Pelkum