Anfrage an den Rat der Stadt Hamm bezüglich der Parkplatzproblematik am Tierpark

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Hammer Tierpark ist seit je her ein Besuchermagnet unserer Stadt. Die Entscheidung der Lebenshilfe nun 2 € für das Parken auf ihrem Gelände zu verlangen, stellt eine finanzielle Belastung für die Besucher des Tierparks dar. Da die direkte Parkplatzsituation am Tierpark unbefriedigend ist, wichen in der Vergangenheit viele Parkbesucher auf den Parkplatz der Lebenshilfe aus. Da das Parken nun an diesem Standort kostenpflichtig wird, steigt die Eintrittskarte für den Park, wenn man sich entscheidet auf dem Parkplatz der Lebenshilfe sein Auto abzustellen, um bis zu einem Viertel. Wenn man eine hohe Besucherfrequentierung des Parks erreichen oder auch nur beibehalten möchte, so kann die aktuelle Situation nur als kontraproduktiv gewertet werden.

Wir bitten die Stadtverwaltung in dem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Seit wann war die Stadtverwaltung über die Pläne der Lebenshilfe, eine Gebühr für das Parken auf deren Parkplatz zu verlangen, informiert?
  2. Gibt es alternative Konzepte seitens der Stadtverwaltung, wie der Parkplatznot entgegengewirkt werden kann? Wenn ja, wie sehen diese konkret aus?
  3. Lässt sich bereits abschätzen, wie hoch die Kosten für die Realisierung eines neuen Parkplatzes ausfallen und wann der neue Parkplatz fertiggestellt werden wird?
  4. Plant die Stadtverwaltung die Schaffung von kostenpflichtigen Parkplätzen am Tierpark?
  5. Wie und vor allem wann wird die Stadt die benötigten Gelder zur Verfügung stellen können?
  6. Die Stadtverwaltung hat den Vorschlag der Lebenshilfe deren Parkplatz zu übernehmen abgelehnt? Wie begründet die Stadtverwaltung ihre Ablehnung? Hat die Stadtverwaltung ihrerseits der Lebenshilfe Vorschläge unterbreitet, wie eine mögliche kooperative Zusammenarbeit zur Lösung der Parkplatzproblematik aussehen könnte? Wenn ja, was für Vorschläge waren das?
  7. Es heißt, dass es einen Plan gab, einen Euro direkt an der Kasse des Tierparks für das Parken zu verlangen, wieso wurde diese Idee nicht weiterverfolgt?
  8. Rechnet die Stadtverwaltung, dass die Parkplatzknappheit einen Besucherschwund an Wochenenden auslösen könnte? Wenn ja, welche zeitnahen Maßnahmen zur Kompensation sind geplant?
  9. Eine Alternative zur Schaffung zusätzlicher Parkplätze wäre beispielsweise eine bessere Anbindung des Tierparks an den öffentlichen Nahverkehr. Werden in dieser Hinsicht Planungen angestrebt? Wenn ja, wie ist der derzeitige Stand diesbezüglich?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Cevdet Gürle                                                                               Nurcan Varol
Ratsherr                                                                                             Ratsfrau

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