Wie kann man den Hammer Westen in eine positive Richtung entwickeln? Ein Vorschlag der Wählergruppe Pro Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm wird die Entwicklung des Hammer Westens auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Mitte setzen. Nihat Altun, Bezirksvertreter der Wählergruppe, hält fest: ,,Die städtebauliche und sozialgesellschaftliche Entwicklung in den Wohnquartieren des Hammer Westens verlief in den letzten 15 Jahren suboptimal. Die soziale Balance im Hammer Westen ist zusehends aus dem Gleichgewicht geraten und wir erleben derzeit eine Gettoisierung, die einer positiven Entwicklung des Hammer Westens kontraproduktiv im Wege steht und das soziale Gefälle unter den Stadtteilen verschärft hat. Eine Ursache der Segregation des Hammer Westens liegt an der fehlenden Heterogenität der Wohnbevölkerung. Wir haben im Hammer Westen eine sehr hohe Konzentration von sogenannten Risikogruppen, die u.a. überproportional von Armut und Bildungsbenachteiligung betroffen sind. Die „negative“ Homogenität der Wohnbevölkerung verstärkt die Segregation und führt zu einer sozialen Gettoisierung der Wohnquartiere. Die Stadt Hamm muss mit einer aktiven Stadtentwicklungs- und Sozialpolitik auf diese negative Entwicklung reagieren. Ein Instrument muss es sein Wohnstrukturen aufzubrechen und eine stärkere Heterogenität der Bevölkerung zu erreichen. Ein Instrument, auf das die Stadtregierung zurückgreifen kann und sollte, ist die Hammer Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (HGB), die als städtische Tochtergesellschaft zu 80,70 Prozent anteilig der Stadt gehört. So unterhält die Hammer Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (HGB) u.a. Studentenwohnungen beziehungsweise Studentenwohngemeinschaften an der Goethestraße, Alleestraße und der Hesslerstraße. Alle Angebote, die für Studenten gerichtet sind, sind (Stand 12.09.2016) belegt. Das verdeutlicht, dass auf der einen Seite eine große Nachfrage herrscht, aber auf der anderen Seite nicht ausreichend Angebot für die Zielgruppe der Studenten vorhanden ist. Hier sehen wir als Pro Hamm eine Chance der ,,negativen“ Homogenität im Hammer Westen entgegenzuwirken. Daher beantragen wir als Wählergruppe, dass die Bezirksvertretung Mitte der Hammer Gemeinnützen Wohnungsbaugesellschaft mbH (HGB) eine Empfehlung ausspricht, dass sie, wenn die HGB den Wohnraum für Studenten erweitern sollte, der Hammer Westen als Standort in die Planungen mit aufgenommen wird. Studentisches Leben im Hammer Westen wäre ein effektives Instrument, um der „negativen“ Homogenität entgegenzuwirken und positive Impulse in die Wohnquartiere des Westens auszustrahlen.“

Nihat Altun
Bezirksvertreter Mitte
Wählergruppe Pro Hamm