Dr. Cevdet Gürle

Pro Hamm versus Grüne/Linke

Heute war im WA ein interessanter Zeitungsbericht, in der die Wählergruppe und insbesondere meine Person angegriffen wurden. Nun, man hat über mich geschrieben, aber nicht mit mir gesprochen.

Es sollte in einer Demokratie der Normalfall sein, dass man die Standpunkte aller Akteure abbildet, so dass der Bürger sich ein eigeständiges Urteil bilden kann. Daher haben wir heute eine Pressemitteilung zum Thema „Verhalten von Mandatsträgern der Wählergruppe“ an den WA geschickt. Mal schauen, was die lokale Zeitung damit anfängt. Unten folgt nun die Originalpressemitteilung in voller Länge, damit Sie, lieber Leser, diese mit dem Bericht vergleichen können, der vielleicht bereits morgen in der Tageszeitung abgedruckt wird.

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

Im Ältestenrates stand unter Verschiedenes der Punkt „Schreiben von Ratsherrn Weymann vom 14.08.2016 – Verhalten von Mandatsträgern der Wählergemeinschaft Pro Hamm“ auf der Tagesordnung. Dr. Cevdet Gürle, der als Sprecher der Wählergruppe fungiert, hat Pro Hamm im Ältestenrat vertreten. Der Vorsitzende der Wählergruppe hat im Ältestenrat mehrfach Herrn Weymann und Herrn Sengül aufgefordert Stellung zu nehmen zum Vorwurf des öffentlichen Gewaltaufrufs, der in diesem Schreiben gegenüber zwei Mitgliedern der Wählergruppe erhoben wird. Dr. Cevdet Gürle: ,,Ich habe von den Herren und das sollte eine Selbstverständlichkeit sein verlangt, dass sie den im Raum stehenden Vorwurf des Aufrufs zur Gewalt mit Beweisen belegen. Dazu war weder der Ratsherr der Grünen, noch der der Linken, trotz mehrfacher Nachfrage bereit beziehungsweise in der Lage. Des Weiteren wurde in der Öffentlichkeit in keiner Form belastendes Material gegenüber einem Bezirksvertreter der Wählergruppe vorgelegt. Als Herr Weymann auf die Unterlassungserklärung, die er vom Rechtsanwalt eines der „angeklagten“ Pro Hammer erhielt einging, wurde die Sache höchst skurril. So beharrte Herr Weymann auf der These, dass er erst durch die Unterlassungserklärung überhaupt erfuhr, welche Mitglieder von Pro Hamm scheinbar zweifelhaftes Verhalten von sich gegeben hätten. Um es auf den Punkt zu bringen bedeutet das also, dass Herr Weymann sich rausnimmt eine Behauptung in den Raum zu werfen, dass Mitglieder der Wählergruppe Pro Hamm zur öffentlichen Gewalt aufrufen, ohne zu wissen, wer diese Personen sind und was sie gesagt haben. Natürlich sehen Herr Weymann und Herr Sengül darin keinen Widerspruch und weigern sich vom Vorwurf des Gewaltaufrufs zu distanzieren. Es geht den Hammer Grünen und der Linke nicht um eine konstruktiv-kritische Auseinandersetzung, um das scheinbar Gesagte oder Nicht-Gesagte von Mandatsträgern. Es geht, und das ist ein politisches Armutszeugnis und wurde in der Sitzung des Ältestenrates deutlich alleine um eine Diffamierung und Abwertung des Konkurrenten. Damit vergiften Grüne und Linke die demokratische Kultur in unserer Stadt. Ich möchte zuletzt an das Sprichwort: ,,Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, erinnern. Deswegen würde ich es begrüßen, wenn die Grünen und die Linke das „Verhalten von Mandatsträgern der Wählergruppe Pro Hamm“ auf die Tagesordnung des Rates setzen. Dann können wir im politisch-öffentlichen Raum über das scheinbare Verhalten beziehungsweise Nichtverhalten von Parteimitgliedern quer durch alle Fraktionen diskutieren. Das wird mit Sicherheit eine interessante Angelegenheit.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Wir möchten noch einige Fragen/Gedanken in die Runde hineinwerfen und damit auch den WA ansprechen, der hoffentlich in der Sache seiner Informationspflicht nachkommt:

1. Wie verurteilt die WA die Aussage von Herrn Weymann, dass dieser nicht wusste, welche Pro Hammer was gesagt haben und erst durch ein Schreiben des Anwalts über den „Sachverhalt“ informiert wurde. Dennoch schien der grüne Ratsherr kein Problem zu haben, von einem öffentlichen Gewaltaufruf von zwei Pro Hammern zu sprechen.

2. Wurden dem WA belastende Beweise bezüglich dem Ausschussmitglied und zusätzlich zu dem Mandatsträger der Wählergruppe vorgelegt? Wenn ja, sollte es die Pflicht des WA sein, diese der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wenn nicht, warum folgt man der Logik der Grünen/Linke und attackiert diese Person und stellt sie somit an den Pranger?

3. Herr Weymann (Grüne) und Herr Sengül (Linke) weigerten sich trotz Nachfrage, ihre Angaben zum Gewaltaufruf zu verifizieren und distanzierten sich damit nicht vom Vorwurf des Gewaltaufrufs. Sieht die WA darin kein „Problem?

Nun, das sind nur drei Fragen/Gedanken, die gestellt werden sollten und die sich auch die Mitarbeiter des WA stellen sollten. Und, um es auch hier deutlich zu machen und das wurde von meiner Person auch im Ältestenrat gesagt, löste die Putschnacht einen emotionalen Schockzustand bei vielen aus. Immerhin haben viele türkeistämmige Menschen in Hamm Familien und Verwandte in der Türkei. Einige von diesen erlebten die Ereignisse direkt in Istanbul und Ankara hautnah mit. Und da sind mit Sicherheit Sachen gesagt worden, die nicht hätten gesagt werden müssen. Den Grünen und der Linke geht es aber in diesem Zusammenhang nicht um die „Wahrheit“, sondern einzig um „ihre Wahrheit“, die sie als die einzig Richtige hinstellen wollen.