Pressemitteilung bezüglich Bergwerk Ost

Die Wählergruppe Pro Hamm fordert, dass die Große Koalition endlich ein Konzept vorlegt, aus der hervorgeht, wie ein mögliches Kreativquartier auf dem Gelände des Bergwerk Ost in die bestehenden Strukturen der Kultur- und Kreativszene in Hamm integriert werden kann. Farid Bhihi, Vertreter der Wählergruppe im Bezirk Pelkum, hält fest: ,,Die Nachnutzung des Bergwerk Ost wird auf Jahrzehnte das Stadtbild in den Bezirken Pelkum und Herringen maßgeblich prägen, aber auch starke Impulse in die Gesamtstadt haben. Die Option, das Gelände zu einem Kreativquartier zu entwickeln, hat seinen Reiz, wirft aber auch zugleich zahlreiche Fragen auf, die es zu klären gilt, bevor weitergehende Schritte getätigt werden. Die Nachnutzung des Bergwerk Ost als Kreativquartier wurde bisher in keiner Weise konkretisiert. Was soll ,,kreativ“ auf dem Bergwerksgelände werden? Welche Akteure möchte man für das Projekt gewinnen? Wie soll der neue Standort in die bestehenden Strukturen und Kulturangebote der Stadt, wie z.B. dem Kulturrevier Radbod oder Einrichtungen wie dem Helios-Theater oder dem Kubus eingebunden werden? Das sind nur einige offene Fragen, die auf eine Beantwortung warten. Letztlich kann das Projekt „Kreativquartier“ nur dann ein Erfolg werden, wenn sich für alle Beteiligten eine win-win-Situation daraus ergibt und dafür müssen die Weichen möglichst früh gestellt werden. Hier muss stärker als bisher der sogenannte Frequenzbringer in den Mittelpunkt gerückt werden. Denn nur, wenn Menschen den Weg zum Bergwerksgelände finden, kann ein Kreativquartier entstehen und bestehen. Hier sollten wir davon abrücken, dass man einen Discounter als Frequenzbringer einsetzt. Wir haben mit der Nahversorgung an der Kamener Straße, dem Einkaufszentrum im Hammer Westen und dem Lippe Karree ein solides Angebot, so dass ein weiterer Discounter auf dem Bergwerksgelände nur zu einer Übersättigung des Marktes führen und letztendlich den Einzelhandel insgesamt Schaden zufügen würde. Wenn die Große Koalition die Idee des Kreativquartiers mit Leben füllen will, dann liegen zwei Vorschläge auf der Hand, die zu mindestens eine Überlegung wert sind. Erstens, man müsste einen Bildungspark in das Kreativquartier einfügen. Das bedeutet, dass zum Beispiel ,,kreative“ Studiengänge wie Grafikdesign vor Ort ermöglicht werden. Hier könnte man sich der Fachhochschule Hamm-Lippstadt bedienen und das Studienangebot um ,,kreative“ Studiengänge erweitern und diese gezielt auf dem Areal des Bergwerk Osts ansiedeln. Zweitens, wenn man solche Studiengänge im Kreativquartier anbietet, dann liegt es auf der Hand, dass ein Teil der Wohnbebauung für Studenten vorbehalten sein sollte. Wenn wir eine Zweigstelle der Fachhochschule auf dem Bergwerksgelände und Studentenwohnungen haben, eröffnen sich neue Horizonte. So wäre es denkbar, dass ein Teil des Geländes für Start-up Jung-Unternehmer reserviert wird. Ein Kreativquartier muss mit Leben gefüllt werden und dazu brauchen wir kreative Köpfe und wer könnte das besser als junge Frauen und Männer, die dort studieren, wohnen und möglicherweise Unternehmen gründen?“

Farid Bhihi
Bezirksvertretung Pelkum
Wählergruppe Pro Hamm