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Politische Hexenjagd der Hammer Grünen

Der religionspolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm Orhan Bozdemir reagiert mit Kopfschütteln auf die Forderung der Hammer Grünen die Zusammenarbeit der Stadt mit den DITIB-Moscheegemeinden einzustellen. Orhan Bozdemir: ,,Die Äußerungen der Hammer Grünen, die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den DITIB-Moscheegemeinden zu hinterfragen und möglicherweise einzustellen, ist eine Ohrfeige für alle muslimischen Mitbürger unserer Stadt und insbesondere für die vielen ehrenamtlich engagierten Frauen und Männer, die in den DITIB-Moscheegemeinden, u.a. soziale Projekte für Jugendliche, Senioren oder Flüchtlinge auf die Beine stellen. Herr Weymann stellt mit seinem Kommentar indirekt die DITIB-Moscheegemeinden unter Generalverdacht und unterstellt, dass mehrere Tausend muslimische Mitbürger ferngesteuert aus Ankara seien. Diese Pauschalisierung und eine Politik des Spaltens, wie es die Hammer Grünen derzeit tun, vergiftet das Klima zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in unserer Stadt und schürt gegenseitiges Misstrauen. Es sind unter den islamischen Gemeinden insbesondere die DITIB-Moscheegemeinden, die sich sozialgesellschaftlich stark einbringen und einen interreligiösen und interkulturellen Dialog zum Beispiel mit den christlichen Kirchen, karitativen Einrichtungen der Wohlfahrtspflege und der Vereinswelt pflegen. Wenn Herr Weymann sich nun hinstellt und all das bewusst ignoriert, dann betreibt er eine politische Hexenjagd auf Muslime und öffnet dem Populismus á la AfD bei den Grünen Tür und Tor. Falls dem grünen Ratsherr Erkenntnisse vorliegen, dass eine DITIB-Moscheegemeinde in Hamm nicht im Rahmen des Rechtsstaates beziehungsweise des Grundgesetzes handelt oder gar terroristische Aktivitäten betreibt, dann erwarte ich, dass Herr Weymann den Sachverhalt an die Sicherheitsbehörden weiterleitet. Eine generelle Diffamierung und die Forderung den Dialog mit den Moscheegemeinden zu beenden, wird zwangsläufig zur einer Entfremdung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen führen. Wir brauchen gerade in der heutigen Zeit nicht weniger, sondern ein Mehr an Dialog. Wir brauchen nicht weniger, sondern ein Mehr an interreligiösen und interkulturellen Projekten.“

Orhan Bozdemir
Religionspolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm

Weitergehende Infos unter dem Link auf wa.de

https://www.wa.de/hamm/stadtverwaltung-soll-zusammenarbeit-tuerkischen-moschee-dachverband-ditib-hamm-hinterfragen-6672250.html