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Hexenjagd auf Muslime?

Mit Unverständnis reagiert die Wählergruppe Pro Hamm auf die wiederholte Forderung der Hammer Grünen und der Linke die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hamm und den islamischen Gemeinden, die im DITIB-Dachverband organisiert sind, einzustellen. Dr. Cevdet Gürle, Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, kommentiert die Äußerungen seiner Ratskollegen Weymann und Koslowski wie folgt: ,,Die Herren Weymann und Koslowski betreiben mit ihrer Forderung die Zusammenarbeit mit den DITIB-Moscheegemeinden einzustellen billige Polemik und schüren so islamophobe Strömungen in der Gesellschaft. Die Moscheegemeinden und das gilt im Besonderen für die DITIB-Gemeinden, die ein liberales Religionsverständnis vertreten und sich stark in sozialen Projekten engagieren, sind wichtige Partner im Kampf gegen Radikalisierung und für ein Mehr an gesellschaftlicher Teilhabe. Ein Abbrechen des Gesprächsfadens, wie es die Hammer Grünen und die Linke fordern, vermittelt die Botschaft, dass die rund 7000 muslimischen Mitbürger, die sich den fünf Hammer DITIB-Moscheen zugehörig fühlen ein Sicherheitsproblem seien. Wenn die Grünen und die Linke die muslimischen Mitbürger in den DITIB-Moscheegemeinden unter Generalverdacht stellen und ihnen unterstellen, dass diese ferngesteuert aus Ankara seien, ist das eine Politik des Spaltens. Das vergiftet das Klima zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in unserer Stadt und schürt gegenseitiges Misstrauen. Die Grünen und die Linke betreiben eine politische Hexenjagd auf Muslime und öffnen den Populismus á la AfD in ihren Parteien Tür und Tor. Das ist eine rückwärtsgewandte und reaktionäre Sozial- und Integrationspolitik, die hier die Grünen und die Linke vertreten. Eine Politik, die nicht Probleme benennt, sondern mit Vorurteilen arbeitet und ein stereotypisches negativ beladenes Bild vom Islam propagiert. Eine generelle Diffamierung und die Forderung den Dialog mit den Moscheegemeinden zu beenden, wird zwangsläufig zur einer Entfremdung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen führen. Wir brauchen gerade in der heutigen Zeit nicht weniger, sondern ein Mehr an Dialog. Wir brauchen nicht weniger, sondern ein Mehr an interreligiösen und interkulturellen Projekten.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

Mehr Infos unter Lippe Welle Hamm

http://www.lippewelle.de/…/streit-um-umgang-mit-moscheenge…/