Gasbohren in Lohauserholz/Berge?

Das Thema Gasbohren erhitzt seit mehr als drei Jahren die Gemüter und hat zur einer tiefen Spaltung der Stadtgesellschaft in Befürworter und Gegner geführt. Die Wählergruppe Pro Hamm hat sich in der Frage klar positioniert und sagt Nein zu Gasbohrungen. Farid Bhihi, Pelkumer Bezirksvertreter, hält fest: ,, Eine Gasbohrung ist sowohl unter ökologischen, wie auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht vertretbar. Die Folgen einer Gasbohrung sind für Natur und Mensch nicht zu kalkulieren und wird die Lebens- und Aufenthaltsqualität u.a. in Lohauserholz massiv beeinträchtigen. Viele Menschen sind von der CDU/SPD-Stadtregierung und den Hammer Grünen und der FDP enttäuscht, dass diese Parteien trotz aller Bedenken aus der Bürgerschaft an dem Projekt unbeirrt festhalten. Umso mehr verdient Frau Gahrs Entscheidung ihr Mandat abzulegen und damit sich dem Fraktionszwang und der Parteidisziplin der CDU nicht zu unterwerfen Anerkennung. Es geht in der Frage des Gasbohrens ein tiefer Riss durch die Gesellschaft und dieser Riss macht auch nicht Halt bei den Parteien. Das kann insbesondere bei den Hammer Grünen beobachtet werden, wo Bezirksvertreter Gasbohrungen ablehnen, die Ratsfraktion hingegen es verteidigt und so der parteiinterne schwellende Brand zu einer Implosion der Hammer Grünen droht zu werden. Wenn wir uns neben den ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren wirtschaftliche Gesichtspunkte beim Thema Gasbohren hinzuziehen, müssen wir festhalten, dass die HammGas ein Fass ohne Boden ist. Sie ist eine Geldvernichtungsmaschinerie und nicht die Goldgrube, wie es uns die Gesellschafter schmackhaft machen wollen. Die Stadt Hamm muss der HammGas endlich die rote Karte zeigen. Deswegen fordern wir die CDU/SPD-Stadtregierung auf ihre politische Unterstützung für die HammGas einzustellen. Die Bezirksvertretung Pelkum muss sich ebenfalls ihrer Verantwortung stellen. Es ist kontraproduktiv und schürt nur die Politikverdrossenheit, wenn die Mehrheitsfraktionen, so geschehen in der Sitzung der Sommerpause das Thema Gasbohren aus der Tagesordnung nehmen. Ich erwarte, dass die Bezirksvertretung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in Lohauserholz ein klares Nein zu Gasbohrungen sagt.“

Farid Bhihi
Bezirksvertreter
Bezirksvertretung Pelkum