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Der Westfälische Anzeiger (WA) sagt NEIN zu einem Pressebericht

Der Westfälische Anzeiger (WA) weigerte sich einen Pressebericht der Wählergruppe Pro Hamm zu veröffentlichen.

Die Wählergruppe Pro Hamm hatte am Freitag einen Pressbericht an den WA weitergeleitet, in der wir auf die Verherrlichung der Diktatur in Kuba durch die Linke Hamm aufmerksam gemacht haben. Ihr könnt den Pressebericht in Gänze weiter unten lesen.

Die Wählergruppe erhielt gut zwei Stunden später eine Antwort aus der WA-Redaktion, dass man den Bericht nicht in die Tageszeitung setzen werde. Man werde einer Diskreditierung von Herrn Sengül (Fraktionsvorsitzenden der Linke Hamm) nicht billigen und die Facebook-Seite von Herrn Sengül sei bislang kein Gegenstand der Berichterstattung gewesen.

Der Verweis unsererseits, dass die Glorifizierung einer Diktatur durch führende Linken-Vertreter sehr wohl von lokalpolitischer Bedeutung sei, da diese Personen auf der einen Seite die demokratischen Defizite in der Türkei scharf verurteilen, aber andererseits eine klassische Diktatur – und das ist Kuba umjubeln.

Das verdeutliche die Doppelmoral und die zynische Haltung dieser Personen. Sie predigen einerseits Demokratie, sehen aber kein Widerspruch mit ausgewählten Diktaturen zu sympathisieren.

Die Redaktion des WA ist dieser Logik nicht gefolgt und hat sich statt einer Meinungsvielfalt für eine Meinungsarmut entschieden. Der Westfälische Anzeiger weigert sich ein Bericht über die Linke zu veröffentlichen, deren inhaltliche Ausrichtung nachvollzogen werden kann, aber sagt Ja zu Berichten, in der Pro Hamm-Mitgliedern unterstellt wird, dass sie öffentlich zur Gewalt aufgerufen haben – ohne, dass hierfür Belege benannt werden können. Diese Vorgehensweise mag vieles sein, aber eins ist sie nicht: Professionell.

Der Westfälischer Anzeiger hat als einzige Lokalzeitung eine Monopolstellung und daraus folgernd eine besondere Verantwortung. Sie wird dieser Verantwortung in den oben genannten Fall nicht gerecht.

Nun, es ist gut, dass wir im Jahr 2016 leben und nicht 1996, so dass es die Möglichkeit gibt eine anderweitige Berichterstattung über z.B. soziale Netzwerke auszubreiten. Wir mögen vielleicht keine 30 000 Tagesleser erreichen wie es der WA schafft, aber auf eine Zahl von 10 000 bis 15 000 Hammer Bürgern, die unsere Berichte lesen, kommen wir dennoch. So schafft man ein Stück Meinungspluralismus unabhängig von den Printmedien.