Versiegelung

Versiegelung des Hammer Bodens

Freiflächen werden in Hamm mehr und mehr zugepflastert. Hamm verliert sein grün und da fragen wir uns, warum Starkregen so katastrophale Folgen hat.

Naturschutz und Umweltpolitik hat keine Priorität bei der CDU/SPD-Stadtregierung.

Die ganze Pressemitteilung zu dem Thema kann unten nachgelesen werden:

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Stadtebau- und Umweltpolitik der schwarz-roten Stadtregierung. Der Anteil der bebauten Fläche in Hamm stieg von 1992 bis 2013 um gut 13 Prozent. Das ist einer der größten Zuwächse unter den Großstädten in NRW. Der städtebaupolitische Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm Nihat Altun (Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr) nimmt wie folgt Stellung: ,,Täglich werden in Hamm rund 1000 Quadratmeter bebaut und da fragen wir uns ernsthaft warum Starkregen vermehrt zu Hochwasser und dem Überfluten von Kellern führt. Die Stadt Hamm trägt eine Mitverantwortung an den Überschwemmungen. Die vormalige schwarzgelbe Stadtregierung und nun die schwarzote Stadtregierung haben bei solchen Katastrophen stets betont, dass Starkregen und das damit einhergehende Hochwasser mit seinem verherrenden Folgen ein Ereigniss ist, dass schicksalhaft hingenommen werden muss. Hier wollen sich die politischen Entscheidungsträger der Stadtregierung aus der Verantwortung stehlen und verschweigen, dass die Stadt Hamm mit einer Politik der zunehmenden Bodenversiegelung dazu beigetragen hat, dass die Schäden von Starkregen und Hochwasser stetig zugenommen haben. Es ist bezeichnend, dass im öffentlichen Raum die negativen Folgen der Bodenversiegelung kaum oder gar nicht diskutiert werden. Böden stellen nicht nur einen Lebensraum für Flora und Fauna dar, sondern sie sind auch ein Speicherraum für Niederschlagswasser. Durch die Versiegelung von Böden werden diese Funktionen weitgehend außer Kraft gesetzt. Generell ist versiegelter Boden toter Boden und durch die Abdeckung des Bodens mit versiegelnden Materialien wird u.a. das Eindringen von Niederschlagswasser in den Boden verhindert. Durch den vermehrten oberflächigen Abfluss werden die Kanalisation und die Kläranlagen stark beansprucht und das ist umso mehr der Fall, wenn wir es mit Starkregen zu tun haben. Das dabei verschmutztes Abwasser häufiger in Fließgewässer gelangt, ist nur eine weitere negative Folgeerscheinung. Die schwarzrote Stadtregierung muss ihre Städtebaupolitik kritisch hinterfragen. Denn ein Weiter so darf es nicht mehr geben. In Deutschland werden täglich über 80 Hektar Land bebaut. In Hamm erleben wir die zunehmende Schließung von Baulücken. Es sind aber genau solche Grünflächen, die eine wichtige Funktion haben. Sie sind in der Lage einen Teil des Regenwassers aufzunehmen und so auch die möglichen Schäden durch ein Hochwasser zu reduzieren. Deswegen sagen wir als Pro Hamm: Wir brauchen Mut zur Lücke und wir brauchen statt mehr Beton mehr Grün in unserer Stadt.“

Nihat Altun

Nihat Altun

Mitglied im Ausschuss Stadtentwicklung und Verkehr

Wählergruppe Pro Hamm