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Mehr Flexibilität bei der Bildung von Klassen

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert eine restriktive Anwendung der kommunalen Klassenrichtzahl für die Einrichtung von Schuleingangsklassen, die erstmals zum Schuljahr 2014/15 an den Hammer Grundschulen durchgeführt wurde. Der schulpolitische Sprecher der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle kommentiert die Problematik: ,,Die Folge einer restrikten Anwendung der Richtlinie, wie sie in Hamm durchgeführt wird, ist dass es teilweise zu starken Verzerrungen in der Klassenstärke kommt. Diese können bestehende soziale Ungleichheiten verstärken. Die kommunale Klassenrichtzahl ist eine starres System, das Faktoren, wie zum Beispiel, ob eine Schule im einem sozial schwierigen Umfeld arbeitet oder sie eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Kindern aus bildungsbenachteiligten Familien unterrichtet außer acht lässt. Deswegen werden wir als Pro Hamm einen Antrag in den Rat der Stadt einbringen, welches vorsieht, dass die Landesrichtlinie zur Umsetzung der kommunalen Klassenrichtzahl für Schuleingangsklassen nicht restriktiv verwendet wird. Der Rat der Stadt Hamm muss bei der Bildung der Klassenstärke oben genannte Faktoren (soziales Umweld etc.) berücksichtigen, so dass soziale Ungleichheiten nicht verstärkt, sondern abgemildert werden. Grundschulen, die wie im Hammer Westen und Norden in einem sozial schwierigen Umfeld arbeiten, müssen durch kleinere Eingangsklassen besser gestellt werden.“

Die Wählergruppe Pro Hamm hat das Thema als Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 24. März gesetzt.

Dr. Cevdet Gürle
Wählergruppe Pro Hamm

 

Antrag Schuleingangsklassen