Schulsozialarbeit

Mehr Bildungsgerechtigkeit – Weniger Bildungsgefälle

Wie schaffen wir mehr Bildungsgerechtigkeit in Hamm? Eine Antwort: Mehr Schulsozialarbeiter in Grundschulen und weiterführenden Schulen

Die Ratsgruppe Pro Hamm wird auf die Tagesordnung der anstehenden Ratssitzung einen Antrag raufsetzen, der sich mit der Thematik Bildung und Bildungschancen in Hamm auseinandersetzt. Dr. Cevdet Gürle, schulpolitischer Sprecher der Wählergruppe hält fest: ,,Wir haben eine massive Bildungsungleichheit zwischen den Norden und Westen der Stadt gegenüber deren Osten und Süden. Hamm ist eine geteilte Bildungstadt und das ist das Produkt einer verfehlten Schul- und Bildungspolitik. Hier hat die schwarz-gelbe Vorgängerregierung kläglich versagt und die Große Koalition versteht es gekonnt diese desaströse Politik unbeirrt fortzusetzen. Die politisch Verantwortlichen der Großen Koalition versagen bei der Frage: Wie schaffen wir es das massive Bildungsgefälle in unserer Stadt abzubauen und wie schaffen wir es ein Mehr an Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit zu erreichen? Es darf nicht sein, dass die sozioökonomische Herkunft maßgeblich über den Schulerfolg eines Kindes entscheidet. Wir müssen mehr Ressourcen in die Grundschulen und weiterführenden Schulen investieren, die in einem sozial schwierigen Umfeld arbeiten. Soziale Ungleichheiten spiegeln sich in Bildungsungleicheiten wieder und das wird insbesondere an Schulen mit einem hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit einem sogenannten Migrationshintergrund deutlich. Das betrifft Schulen u.a. im Hammer Westen und dem Norden, aber auch in Bockum-Hövel. Deswegen beantragen wir, dass der Rat der Stadt an allen diesen Schulen Sozialarbeiter einstellt, die nicht mit dem Stellendeputat des Lehrerkollegiums verrechnet werden, sondern unter dem Strich eine zuätzliche volle Stelle eingerichtet wird.“

Dr. Cevdet Gürle
Schulpolitischer Sprecher
Wählergruppe Pro Hamm