Lippepark-WC

Für die SPD ist die Toilettenfrage im Lippepark geklärt – für uns nicht!

Die Wählergruppe Pro Hamm sieht den Vorschlag der Großen Koalition, dass die Vereine SVF Herringen und der Hundeverein ihre Toilettenanlagen an den Wochenenden bis 19 Uhr auch für auswärtige Gäste öffnen sollen als unbefriedigend an. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Bezirksfraktion Pro Hamm kommentiert die Sachlage wie folgt: ,,Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement der Vereine ihre Toilettenanlagen der Öffentlichkeit an den Wochenenden zur Verfügung zu stellen, halten diese Maßnahme, wenn es nur bei diesen Vorschlag bleiben sollte, aber für nicht zufriedenstellend. Der Lippepark ist ein nicht nur in der Stadt, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus eine beliebte und somit stark frequentierte Freizeitanlage, die insbesondere auch von Familien gut angenommen wird. Wir haben es hier mit einer öffentlichen Parkanlage zu tun, die auch eine öffentliche Toilettenanlage zwingend notwendig macht. Einer Toilettenanlage, die rund um die Uhr von jederperson schnell erreichbar sein muss und das ist beim derzeitigen Vorschlag nur eingeschränkt der Fall. Wir bleiben bei unserer Position und sehen die Notwendigkeit der Errichtung einer öffentlichen Toilettenanlage im Lippepark. Die Bereitschaft der Vereine ihre Toilettenanlagen bereitzustellen, kann nur eine ergänzende Maßnahme für eine öffentliche Toilettenanlage sein. Die Verwaltung kommt bei der Errichtung einer Toilettenanlage auf eine Kostenschätzung von rund 60 000 Euro. Hinzu kommen Betriebskosten von bis zu 3000 Euro im Jahr. Wir sollten diese Summe in Relation sehen mit dem Gesamtbudget für das Projekt ,,Im Westen was Neues“, welches knapp 30 Millionen beträgt. Das bedeutet, der Bau und die Unterhaltung der öffentlichen Toilettenanlage würden knapp 0,2 Prozent dieser Summe ausmachen. Das ist eine Investition, die eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Lippeparks mit sich bringen würde. Natürlich besteht die Gefahr von Vandalismusschäden, die die Betriebskosten nach oben schnellen lassen können. Das darf aber kein Totschlagargument sein. Um dem aber entgegenzuwirken, schlagen wir ein Nutzungsentgelt für die Toilettenanlage vor. So werden Jugendliche oder junge Erwachsene, die andere Gedanken haben als ihre Grundbedürfnisse zu stillen abgehalten und zugleich kann das Geld für die Refinanzierung der Betriebskosten eingesetzt werden. Die Hammer SPD und CDU entfliehen ihrer Verantwortung, in dem sie die Problematik des Nichtvorhandenseins einer Toilettenanlage auf die Vereine überträgt. Es ist ein Unding, dass mit viel Geld eine Parkanlage errichtet wurde, aber die Wichtigkeit einer öffentlichen Toilettenanlage in den Gedankenspielen der politischen Entscheidungsträger bis heute keine Rolle spielt. Die Toilettenfrage ist nicht geklärt, sie bleibt offen, solange die Stadtregierung nicht bereit ist eine öffentliche Toilettenanlage im Lippepark zu errichten.“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender

Bezirksfraktion Pro Hamm