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Bedeutung sozialer Netzwerke für die politische Arbeit

Das Internet ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Das Netz ist allgegenwärtig. Das trifft insbesondere für die Generation unter 50 zu. Die sozialen Netzwerke (Facebook und Co), bieten als Kommunikationsplattform Chancen und Risiken für die politische Arbeit.

Wählergruppen als neue politische Strömungen nutzen soziale Netzwerke, um mit den Bürgern in den Kontakt zu treten. Für Wählergruppen, so auch für die Wählergruppe Pro Hamm ist das Netz ein Kanal, in der wir direkt programmatische Inhalte einstellen können. Die Bürger können diese dann „passiv“ lesen oder auch direkt „aktiv“ mit Kommentierungen beziehungsweise Anregungen beantworten. So entsteht ein direkter Fluss zwischen den Menschen, die ehrenamtlich (und das ist Politik in einer Wählergruppe!) und den Bürgern. Dieser ,,Fluss“ mag manchmal anstrengend sein, aber es stärkt die demokratische Kultur. Das Netz macht Politik transparenter und damit demokratischer.

Die klassischen (Print-)Medien, als traditionelles Medium, sind gekennzeichnet durch einen strukturellen Konservativismus. Das soll keine Wertung sein, sondern eine Beobachtung, die festgestellt werden kann. Was ist darunter zu verstehen? Ein Beispiel: Die Parteien, die seit Jahrzehnten in Deutschland aktiv sind wie z.B. die CDU, SPD, aber auch die FDP und die Grünen sind in diesem System verankert und ziehen daraus einen größeren Mehrwert als neue politische Kräfte. Hamm ist nicht anders. So überrascht es nicht, dass im Westfälischen Anzeiger, die alteingessenen Parteien mehr Raum erhalten als alternative politische Strömungen. Wenn man auch noch bedenkt, dass der Westfälische Anzeiger als einzige Tageszeitung in Hamm eine Monopolstellung inne hat, ist die Bedeutung von sozialen Netzwerken als alternative Kommunikationsplattform umso wichtiger.

Ich möchte das am Beispiel der „Fanpage“ der Wählergruppe Pro Hamm verdeutlichen. Wir als Wählergruppe haben nicht die personellen und finanziellen Ressourcen, aber auch nicht den direkten Draht, um über die Lokalzeitung alleine unsere Inhalte transportieren zu können. Wir müssen insbesondere auf die sozialen Netzwerke als Kommunikationsplattform setzen. Das birgt, wie allgemein im Umgang mit dem Internet, stets Chancen und Gefahren. Ich will aber die Chancen unterstreichen.

Die „Fanpage“ der Wählergruppe Pro Hamm hat seit ihrer Gründung mehr als 1000 Likes. Damit liegen wir deutlich vor den ,,Volksparteien“ wie der Hammer CDU und der Hammer SPD. Allein die Beitragsreichweite der letzten sieben Tage lag bei knapp 6500 Nutzern. So wurde der Beitrag „Pro Hamm: Kampf gegen Spielhallen und Wettbüros in Hamm“ knapp 3000mal gelesen beziehungsweise zu mindestens angeklickt/geöffnet. Das ist selbst für unsere Verhältnisse eine hohe Zahl. Unser Ziel ist es, dass jeder Beitrag, den wir ins Netz setzen von mindestens 1000 Hammer Nutzern gelesen wird. Wenn weitere 5 bis 10 diesen Beitrag teilen, überschreiten wir ohne viel Mühe in der Regel die 5000er Grenze bei den Lesern. Die Aktivitäten der alteingessenen Parteien in den sozialen Netzwerken halten sich in Grenzen. Die Notwendigkeit ist geringer. Sie können, aber müssen mit den sozialen Netzwerken nicht arbeiten. Sie können ihre Zielgruppe relativ gut auch über die klassischen Printmedien erreichen.

Wir als Pro Hamm sind hingegen, und das kann man natürlich auch negativ interpretieren stärker auf das Netz angewiesen. Ich will aber hier nochmals die Vorteile unterstreichen. So erreichen wir über Facebook die Hammer Bürger mit unseren Inhalten eher (auch wenn diese und das gehört natürlich auch zur Demokratie nicht von jedermann als richtig/gut angesehen werden) eher als über eine Lokalzeitung. Da wir aber den Anspruch haben zu mindestens allen Bürgern, auch denen, die nicht „online“ sind über unsere Arbeit zu informieren, leiten wir prinzipiell alle Berichte, die im Netz veröffentlicht werden an die klassischen Medien weiter.

Wer sagt: Die Wählergruppe Pro Hamm macht eine gute Arbeit oder setzt zu mindestens wichtige Impulse für unsere Kommune, den möchten wir bitten unsere Beiträge zu teilen. Denn das ist der beste und zugleich der einfachste Weg Inhalte unserer Programmatik einer größeren Gruppe zugänglich zu machen. Die sozialen Netzwerke leben von der Kommunikation ihrer Nutzer. Eine „Fanpage“ Pro Hamm kann es nur geben, wenn sie von den Hammer Bürgern angenommen wird.

Dr. Cevdet Gürle
Vorsitzender
Wählergruppe Pro Hamm

 

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