Schulabbrecher

154 Schulabgänger ohne Schulabschluss – Seit 2010 Quote der Schulabbrecher verdoppelt – dringender Handlungsbedarf –

Die Wählergruppe Pro Hamm sieht angesichts einer hohen Schulabbrecherquote einen dringenden Handlungsbedarf. Der Chef der Pro Hamm-Ratsgruppe Dr. Cevdet Gürle nimmt wie folgt Stellung: ,,Die aktuellen Zahlen, die 154 Schulabgänger ohne Schulabschluss auflisten, unterstreichen die negative Entwicklung der letzten fünf Jahren. Die Schulabbrecherquote hat sich seit 2010 verdoppelt und stagniert nun auf einem hohen Niveau. Jeder Schulabgänger ohne Schulabschluss ist einer zu viel! Die Große Koalition hat die Verantwortung ein bildungspolitisches Handlungskonzept aufzuwerfen, um der Schulabbrecherquote entgegenzuwirken. Hier müssen insbesondere jugendliche Einwanderer aus den osteuropäischen Raum stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Die politisch Verantwortlichen in der Stadtregierung nahmen und nehmen die Zuwanderung Jugendlicher aus Osteuropa kaum zu Kenntnis. Diese jungen Leute brauchen eine Perspektive und die können sie nur bekommen, wenn die Stadtregierung Maßnahmen durchführt, die die Bildungsteilhabe stärkt und existierende Bildungsungleichheiten abbaut. Wenn wir das Entstehen von Parallelgesellschaften verhindern wollen, dann müssen wir zum Beispiel bulgarisch stämmige Jugendliche in das hiesige Schul- und Bildungssystem integrieren. So müssen insbesondere die Schulen, die einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen aus den osteuropäischen Raum unterrichten, personell und finanziell besser gestellt werden. Nur wenn man den Schulen mehr Ressourcen zur Verfügung stellt, können sie als Institution ihren Erziehungs- und  Bildungsauftrag gerecht werden. Allen politischen Akteuren sollte bewusst sein, dass Bildung allein der Schlüssel zum sozialen Aufstieg ist und da wo die Bildung scheitert, scheitert auch die soziale Integration.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Ratsgruppe Pro Hamm

Wählergruppe Pro Hamm

 

Cevdet Krawatte

Tierheim

Sind 60 Jahre Tierschutzverein in Hamm nichts Wert?

Die Wählergruppe Pro Hamm fordert die schwarz-rote Stadtregierung auf die Arbeit des Tierschutzvereins Hamm zu unterstützen. Dr. Cevdet Gürle, Chef der Pro Hamm-Ratsgruppe kommentiert die derzeitige Situation wie folgt: ,,Wenn der Tierschutzverein und der von ihr betriebenen Einrichtungen des Tierheims und der Tierpension eine Zukunft haben sollen, dann muss die öffentliche Hand sich finanziell an den laufenden Betriebskosten und notwendigen Modernisierungen beteiligen. Da die Wahrscheinlichkeit, dass der Tierschutzverein wie in der Vergangenheit Großspenden erhält eher gering ist und hohe investitative Ausgaben wie eine Lärmschutzwand anstehen, wird der Verein ohne Unterstützung der Stadt Hamm langfristig seinen wirtschaftlichen Betrieb nicht aufrechthalten können. Es ist niemanden geholfen, am wenigsten den Tieren, die dort untergebracht sind, wenn die Beteiligten scheinbar übereinander, aber nicht miteinander reden. Es ist niemanden geholfen, wenn zum Beispiel Anschuldungen aus dem OB-Büro an die Mitglieder des Tierschutzvereins gemacht werden. Wir brauchen kein Possenspiel um das Tierheim, sondern müssen uns als Stadtgesellschaft die Frage stellen, wollen wir ein auf Ehrenamt beruhenden Betrieb von Einrichtungen, die sich um Tiere kümmern. Der Tierschutzverein besteht seit nun 60 Jahren. Das bedeutet 60 Jahre bürgerliches Engagement und das verdient Anerkennung und Würdigung. Eine Wertschätzung des bürgerschaftlichen Engagements spüre ich nicht bei Vertretern der Großen Koalition. Im Gegenteil, der Oberbürgermeister verzettelt sich in einen Kleinkrieg mit dem Tierschutzverein statt als Moderator in seiner Funktion als erster Bürger der Stadt alle Akteure an einem Runden Tisch zu bitten und gemeinsam konstruktiv ein tragfähiges Lösungskonzept zu erarbeiten. Wir haben zur Zeit eine emotional aufgeladene Gemengelage, die einer Lösungsfindung im Wege steht. Erst wenn die Gemüter abgekühlt werden, kann dem Tierschutz wieder Vorrang gegeben werden.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm
Wählergruppe Pro Hamm

 

Cevdet Krawatte

 

Eissporthalle-Hamm-am-Maxipark

Genossenschaft auch nach 2019 unterstützen

Die Interessensgemeinschaft Eishalle ist seit Dienstag eine Genossenschaft. Die Wählergruppe Pro Hamm nahm mit Cevdet Gürle, Nurcan Varol und Nihat Altun an der Genossenschaftsversammlung teil.

Cevdet Bild 1     Nurcan     Nihat

Wir schätzen das bürgerschaftliche Engagement zum Erhalt der Eishalle und wünschen der Genossenschaft alles Gute. Das die Stadtregierung den Zuschuss für die Betriebskosten nach 2019 einstellen will, lehnen wir kategorisch ab. Wenn die Eishalle eine Chance haben will, dann muss die öffentliche Hand die Arbeit der Genossenschaft unterstützen – auch nach 2019.

http://www.lippewelle.de/start/lokalnachrichten/single/article/ig-hammer-eis-jetzt-genossenschaft/

ProHammLogo

Änderungen bei Pro Hamm

Nurcan Varol rückt für Theo Damberg als Ratsfrau nach; Nihat Altun jetzt Bezirksvertreter Hamm-Mitte

Die Wählergrupppe Pro Hamm teilt mit, dass bei der Zusammensetzung ihrer Ratsmitglieder eine Änderung vorgenommen wird. Der Ratsherr Theo Damberg wird auf die weitere Ausübung seines Mandates verzichten. Theo Damberg nimmt wie folgt Stellung: ,,Das Alter macht sich mehr und mehr bemerkbar und da man nicht jünger wird, wird es Zeit kürzer zu tretten. Die Entscheidung das Mandat als Ratsherr abzulegen, verschafft mir die Zeit, die ich brauche um mehr mit der Familie und hier insbesondere mit meiner Frau und den Enkelkindern zusammen zu sein. Es verschafft mir auch die Ruhe, die ich benötige, um meine Gesundheit nicht weiter zu strapazieren. Ich war stets ein politischer Mensch und das werde ich auch bleiben, unabhängig davon, ob ich ein Mandat ausübe oder nicht. Ich werde der Wählergruppe Pro Hamm weiterhin mit meinen Erfahrungen beratend zur Seite stehen. So verbleibe ich auch als stellvertretender Vorsitzender der Wählergruppe.“ Dr. Cevdet Gürle ergänzt: ,,Wir als Pro Hamm und insbesondere auch meine Person haben Theo viel zu verdanken. Er war und ist mir ein politischer Mentor. Wir respektieren seine Entscheidung. Ob nun Mandatsträger oder Nichtmandatsträger: Theo ist und bleibt ein Teil der Pro Hamm Familie.“ Theo Damberg stellt zur Nachfrageregelung fest: ,,Die Wählergruppe ist personell gut aufgestellt und ich bin zuversichtlich, dass mein Nachfolger beziehungsweise meine Nachfolgerin Nurcan Varol ihren „Job“ gut machen wird. Ich wünsche ihr Standfestigkeit, Prinzipientreue und einen langen Atem für die neue Herausforderung“. Dr. Cevdet Gürle erläutert das weitere Vorgehen: ,,Nurcan Varol wird ihr Mandat in der Bezirksvertretung Mitte abgeben. Hier wird Nihat Altun, der als Elektrosteiger im Bergbau tätig war, nachrrücken. Herr Altun bringt die notwendige Zeit mit, um das Amt des Mandatsträgers ausfüllen zu können. Darüber hinaus konnte Herr Altun bereits erste politische Erfahrung als Mitglied im ASEV (Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr) sammeln.“

Theo Damberg (stellv. Vorsitzender)

TheoDamberg

Dr. Cevdet Gürle (Vorsitzender / Ratsherr)

Cevdet

Nurcan Varol (Ratsherrin)

Nurcan

Nihat Altun (Bezirksvertreter Hamm-Mitte)

Nihat
Wählergruppe Pro Hamm

Pro Hamm Pro Frauenquote

Stellungnahme im Rat der Stadt Hamm zum Thema Frauenförderung / Antrag: Einführung einer Frauenquote auf kommunaler Ebene

Nurcan Varol, die zum 15. März 15 für Theo Damberg in den Rat für die Wählergruppe Pro Hamm nachrrückte, hielt ihre Antrittsrede zum Thema Frauenförderung auf städtischer Ebene. Ihre Rede war in zweier Hinsicht eine Premiere. Sie war die erste Frau, die für Pro Hamm eine Rede hielt und zugleich die erste türkischstämmige Frau unserer Stadt, die im Stadtrat sitzt. Das ist gelebte Frauenförderung!
Die ablehnende Haltung der schwarz-roten Stadtregierung auf unseren Antrag war zu erwarten und verdeutlicht, dass die CDU und SPD nicht bereit sind, mehr zu tun als nur halbherzige Schritte in Sachen Frauenförderung.

Unten findet ihr die Rede von Nurcan Varol

,,Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, wir begrüßen die Entscheidung des Bundestages eine gesetzliche Frauenquote für börsenorientierte Unternehmen einzuführen und Verbindlichkeiten für den öffentlichen Dienst festzulegen. Wir fordern die Einführung einer kommunalen Frauenquote beim „Konzern“ Hamm.

Der Bericht zum Frauenförderplan im Berichtszeitraum 2009 bis 2013, die als Beschlussvorlage auf der heutigen Tagesordnung der Ratssitzung steht, macht deutlich dass wir in Hamm einen Handlungsbedarf haben.

Ein Beispiel zu diesem Bedarf ist: Die Lokalzeitung berichtete im Mai 2014, dass zwei Damen aus der Führungsebene einmal die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums und des Weiteren die Leiterin der Volkshochschule aus Altersgründen ausgeschieden sind, und ein zu eins durch Männer ersetzt wurden. Die Stadt Hamm hat, obwohl zu diesem Zeitpunkt ein Frauenförderplan beschlossen war, MÄNNER bevorzugt.

Die Feststellung ist, je höher eine Führungsposition ist, desto stärker ist sie männlich geprägt. So sind über 80 Prozent der Amtsleiter und rund 65 Prozent der Abteilungsleiter Männer. Frauen sind in den höheren Hierarchieebenen der Verwaltung deutlich unterrepräsentiert. Dasselbe Bild zeigt sich ebenfalls in den Aufsichts- und Verwaltungsräten der städtischen Tochterunternehmen beziehungsweise der Unternehmen mit städtischer Beteiligung. Hier dominiert das männliche Geschlecht. Die jüngsten personalpolitischen Entscheidungen der Stadtregierung, wie die Besetzung des Personalchefs bei der Stadtverwaltung oder des Geschäftsführers bei der Hamtech bestätigen die Zahlen. Wir benötigen eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen
und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.

Deswegen beantragen wir die Einführung einer lokalgebundenen Frauenquote.
Die Zielsetzung einer lokalen Frauenquote ist den Frauenanteil mit verbindlichen Zielgrößen charakteristisch zu verbessern, die letztendlich zu einer Geschlechterparität führen soll. So muss auf allen Hierarchieebenen der Verwaltung der Stadt Hamm bis 2020 ein Frauenanteil von 40 Prozent erreicht werden. Der Anteil soll schließlich bis 2025 auf 50 Prozent erhöht werden. Bei der Besetzung von Verwaltungs- und Aufsichtsgremien, in denen die Stadt mit mindestens drei Sitzen vertreten ist, soll ab dem 01.01.2016 bei allen Neubesetzungen eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent gelten. Der Anteil ist ab dem Jahr 2020 auf 40 Prozent und ab dem Jahr 2025 auf 50 Prozent zu erhöhen. Bei Nichterfüllung ist die quotenwidrige Wahl nichtig. Die für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehenen Plätze bleiben rechtlich unbesetzt („leerer Stuhl“).

Wir als Pro Hamm möchten uns stark machen für eine heterogene Zusammensetzung von Führungsgremien. Studien zeigen, das gemischte Teams, aus Frauen und Männern, des Führungspersonals bessere Entscheidungsprozesse gewährleistet und zu produktiveren Ergebnissen führt. Die Debatten für ein Pro und Contra von Quotenregelungen werden gesellschaftspolitisch kontrovers und emotional geführt. Eine Quote, wie die Frauenquote ist aber ein wirksames Instrument, um soziale Ungleichheiten abzubauen und für ein Mehr an Chancengleichheit zu sorgen. Deswegen benötigen wir, nicht nur eine bundespolitische Regelung der Frauenquote, sondern eine konkrete kommunalpolitische Umsetzung.“

Nurcan Varol
Ratsfrau
Wählergruppe Pro Hamm

Nurcan

Eissporthalle-Hamm-am-Maxipark

Rede im Rat zur Beschlussvorlage Zukunft der Eissporthalle

,,Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren: Die Beschlussvorlage der Verwaltung, die Beschlussvorlage der Stadtregierung zur Zukunft der Eissporthalle ist für uns als Wählergruppe nicht tragbar.

Die Beschlussvorlage ist unbefriedigend. Wir brauchen von Seiten der Großen Koalition, ohne wenn und aber ein ehrliches Bekenntnis für die Eishalle und für den Eissport in Hamm. Was wir nicht brauchen, ist eine Beschlussvorlage, welche eine Drohkulisse aufbaut. Wir bejahen Punkt 1 und Punkt 2 der Beschlussvorlage der Verwaltung, in der es heißt, dass der Rat das Engagement der ,,Initiative Hammer Eis“ zum zukünftigen Betrieb der Eissporthalle begrüßt und das Aushandeln und das Abschließen eines Pachtvertrages befürwortet. Punkt 3 der Beschlussvorlage, in der festgehalten wird, dass für den Fall, das der Betrieb der Eissporthalle durch die Hammer Initiative Hammer Eis sich nicht als tragfähig erweist, geschlossen wird, ist kontraproduktiv. Deswegen haben wir als Pro Hamm einen Ergänzungsantrag zur Zukunft der Eissporthalle auf die Tagesordnung gesetzt, in der wir Punkt 3 der Beschlussvorlage gestrichen haben wollen. Die eingebrachte Beschlussvorlage der Stadtregierung schafft unnötig eine Drohkulisse, schürt Misstrauen und verdeutlicht, dass die politischen Entscheidungsträger der schwarz-roten Stadtregierung in der Akta Eishalle nichts dazugelernt haben. Wir als Politik sollten das Engagement der Bürgerinnen und Bürgern nicht mit einer Beschlussvorlage konterkarieren, das genau dieses Engagement in Frage stellt.

Wenn Vertreter der Großen Koalition sich nun hinstellen und herausposaunen, dass der Erhalt der Eishalle ihr Verdienst ist, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Die Eishalle steht noch nicht wegen, sondern trotz der Großen Koalition. Ich möchte die Mehrheitsfraktionen in Erinnerung rufen, dass eine nebulöse fünfköpfige Kommission, in der die Große Koaliton mit vier Vertretern das Sagen hatte unter Ausschluss jeglicher Öffentlichkeit letztes Jahr die Schließung der Eishalle empfohlen hat. Erst der massive öffentliche Protest und das Engagement von Hammer Bürgern haben dazu geführt, dass die Eishalle nicht dem Rotstift der Großen Koalition zum Opfer gefallen ist.

Wir fordern bei unserem Ergänzungsantrag das komplette Wegstreichen von Punkt 3. Wir müssen uns klar vor Augen führen, was dieser Punkt bedeutet. Dieser Punkt heißt, wir geben der Stadtregierung einen de-facto Blankoschein zur Schließung der Eissporthalle. Diesen Weg werden wir von Pro Hamm nicht mitgehen.

Des weiteren fordern wir in unserem Ergänzungsantrag, dass der für 2015 vorgesehen Zuschuss in Höhe von 270 000 Euro nicht sukzessive bis 2019 auf 230 000 Euro reduziert wird. Der Zuschussbedarf soll bis 2019 bei 270 000 Euro im Jahr belassen werden. Es ist Fakt, dass die Eishalle nicht kostendeckend arbeiten kann und dementsprechend ein Defizit verursacht, die durch die Stadtkasse geschlossen werden muss. Hier stellt sich prinzipiell die Frage, wollen wir uns als Stadtgesellschaft öffentliche Einrichtungen leisten, wie den Maxipark, die Freibäder oder eine Eishalle? Wenn wir das bejahen, dann müssen wir auch Geld in die Hand nehmen und in die bestehenden Strukturen investieren.“

Dr. Cevdet Gürle

Ratsherr Wählergruppe Pro Hamm

logo_eisbaerenEissporthalle-Hamm-am-MaxiparkCevdet Bild 1

Extremismus

Workshop gegen Radikalismus und Extremismus in der Stadt Hamm

Bürgerinnen und Bürger wurden aufgerufen sich mit ihren Vorstellungen einzubringen. Jetzt liegt es an der Stadtregierung daraus was zu machen. Der Bürger hat geliefert.

Es nahmen von Pro Hamm an der Veranstaltung:

Orhan- und Havva Bozdemir,

Cevdet Gürle,

Habib Kartal,

Hakan Yildirim

teil.

Diesterweg

Flüchtlingsunterkunft am Diesterweg – Pro Hamm positioniert sich

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert auf Schärfste die Informationspolitik der Stadtregierung in der Frage der Nachnutzung des ehemaligen Obdachlosenheims am Diesterweg 9a. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe in der Bezirksvertretung Herringen kommentiert die jüngsten Ereignisse: ,,Es ist eine absolute Unverschämtheit, dass die gewählten Bürgervertreter erst am Tag der Bezirksvertretersitzung über die Lokalzeitung erfahren, dass das ehemalige Obdachlosenheim am Diesterweg 9a zu Wohnraum für Flüchtlinge umfunktioniert werden soll. Das System Hunsteger-Petermann trifft weitreichende Entscheidungen hinter verschlossenen Türen, ohne das die politischen Gremien in Kenntnis gesetzt werden. Das ist eine Politik nach Gutsherrnart, die zu mindestens im Widerspruch zu meinem Demokratieverständnis steht. So kann und darf man nicht mit gewählten Bürgervertretern in einer Bezirksvertretung umgehen. Die Ankündigung, dass Herr Müller als Leiter des Amtes für Soziale Integration im nicht-öffentlichen Teil der Bezirksvertretung die Mandatsträger über Einzelheiten informieren werde, wurde nicht nachgekommen. Herr Müller ist der Bezirksvertretung, aus welchen Gründen auch immer, ferngeblieben. Das ist ein Verhalten der Stadtregierung und der Verwaltung, das an Dreistigkeit und Missachtung der Volksvertreter nicht mehr zu überbieten ist. Das ist ein Verhalten, dass der Schaffung einer Willkommenskultur nicht förderlich ist. Wenn eine solche Kultur vom Oberbürgermeister gewünscht ist, dann muss endlich Schluss sein mit undurchsichtigen Entscheidungen, die nicht mit, sondern über die Köpfe der Bürger getroffen werden. Wir werden als Pro Hamm eine Sondersitzung der Bezirksvertretung Herringen beantragen, in der das Thema Nachnutzung des ehemaligen Obdachlosenheims am Diesterweg auf der Tagesordnung steht. Hierzu fordern wir, dass ein Vertreter der Verwaltung im Bezirksparlament den Bürgervertretern Rede und Antwort steht. Wir als Wählergruppe haben Fragen und erwarten zufriedenstellende Antworten von Seiten der Verwaltung und aus dem Büro des Oberbürgermeisters. Wir möchten an der Stelle betonen, dass wir ausdrücklich eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen befürworten. Flüchtlinge müssen gleich stark auf alle Stadtbezirke und damit auch auf Herringen verteilt werden. Die Unterbringungspolitik der Stadtregierung muss insbesondere die sozial prekären Wohnquartiere des Hammer Westens und Nordens, in der überdurchschnittlich viele Flüchtlinge sich aufhalten, entlasten. Es ist unsere humanitäre Pflicht, die sich aus der Selbstverständlichkeit der Nächstenliebe ergibt Menschen, die in höchster Not sind, ohne wenn und aber zu helfen! Es genügt aber nicht den Menschen bloß ein Dach über den Kopf anzubieten. Wir müssen diese Menschen, auch wenn sie nur wenige Monate in Hamm bleiben, durch integrative Maßnahmen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen. Natürlich müssen bei der Erarbeitung von Konzepten die Bürger mitgenommen werden. Sie müssen sich von der Politik mit ihren Ideen und Vorstellungen, aber auch mit ihren Sorgen und Ängsten ernst genommen fühlen. Es kann und wird nur eine Willkommenskultur geben, wenn Stadtregierung, Verwaltung, gewählte Bürgervertreter und Bürger in einem konstruktiven Dialog auf Augenhöhe eintreten und es endlich Schluss ist mit der Basta-Politik aus dem Büro des Oberbürgermeisters!“

Dr. Cevdet Gürle
Fraktionsvorsitzender
Wählergruppe Pro Hamm
Bezirksvertretung Herringen

 

BG Weetfeld 6

Einladung zum Vortragsabend der BG Weetfeld

Pro Hamm folgte der Einladung zum Vortragsabend der BG Weetfeld (Bürgergemeinschaft gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft) am 26.März.2015.

Gegen 17:30 Uhr wurden die fruchtbaren Ackerflächen vor Ort besichtigt, die für Logistikfirmen (INGLOPARC) zerstört werden sollen.

Ab 19:00 Uhr hielten im Gemeindehaus der Ev. Friedenskirche Experten Vorträge zu Ergebnissen eines Gutachtens, Umweltschützerische Inhalte des UmwRG, Erfahrungen und Erfolge mit der organisierten (kritischen) Öffentlichkeitsbeteiligung bei planerischen Umweltentscheidungen.

Mit dabei waren die Pro Hamm Mitglieder:
– Habib Kartal
– Hakan Yildirim
– Khalid Bhihi
– Theo Damberg

Cevdet Bild 1

Stellungnahme im Rat der Stadt zur Kapitalzufuhr an die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG)

,,Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren:

Wir sollten heute nicht über eine Beschlussvorlage zur Kapitalzuführung an die Stadtentwicklungsgesellschaft abstimmen, sondern uns die Frage stellen, brauchen wir überhaupt eine Stadtentwicklungsgesellschaft, die von der Mehrheit der Hammer Bürger nicht akzeptiert ist, da sie auf einer Lüge, nämlich der, dass es nach den Kommunalwahlen keine Steuererhöhungen geben wird, basiert? Wir haben das Förderprogramm des Bundes, ein Kommunalpaket, dass bis 2018 rund 30 Millionen an zusätzlichen Geldern in die Stadtkasse reinspülen wird. Die Wirkungsabsicht des Kommunalpakets ist weitgehend deckungsgleich mit der Zielsetzung der Stadtentwicklungsgesellschaft. Gelder aus dem Kommunalpaket können für investive Maßnahmen, wie zum Beispiel im Bildungssektor oder dem Wohnungsmarkt verwendet werden. Es stellt sich in dem Zusammenhang die Frage, war die Regierungspitze bereits im vergangenen Dezember darüber informiert, dass ein Geldsegen aus Berlin zu erwarten war.

Wenn das der Fall sein sollte und sie trotz, der zu erwarteten Mehreinnahmen eine zwanzigprozentige Erhöhung der Grundsteuer mit dem Argument der Alternativlosigkeit durchgewunken wurde, untergräbt, dass das Vertrauen der Bürgerschaft in die Arbeit der Stadtregierung. Wir werden der Beschlussvorlage nicht zustimmen, weil wir eine Stadtentwicklungsgesellschaft in der Form, wie wir sie derzeit haben jede Existenzberechtigung absprechen.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm