Bewerbung anonym

Pro Hamm für anonymisierte Bewerbungen – gegen Alters-/Geschlechts-/Herkunftsdiskriminierung bei Bewerbungen

Die Wählergruppe Pro Hamm wird mit einem Antrag in der nächsten Ratssitzung das Thema Einführung anonymisierter Bewerbungen bei der Stadt Hamm auf die Tagesordnung setzen. Dr. Cevdet Gürle, Chef der Pro Hamm-Ratsgruppe und die integrationspolitische Sprecherin der Wählergruppe Nurcan Varol erläutern die Hintergründe und gehen auf die Motivlage ein: ,,Im Zeitraum 2010/11 führte die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes ein Pilotprojekt zur anonymisierten Bewerbung durch. Am Pilotprojekt nahmen u.a. die Deutsche Post und die Stadtverwaltung von Celle teil. Sie haben in verschiedenen Beschäftigungsbereichen eingehende Bewerbungsunterlagen anonymisiert eingesehen. Wir fordern die Stadt Hamm, als größten Arbeitgeber vor Ort auf, dem Beispiel der Stadt Celle zu folgen und anonymisierte Bewerbungen einzuführen. Bei einem anonymisierten Bewerbungsverfahren werden auf Angaben wie Name, Geschlecht oder Herkunft verzichtet, so dass allein die Qualifikation der Bewerber die Grundlage für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist. So werden nachweislich die Chancen insbesondere für Frauen, ältere Arbeitnehmer und Menschen mit Migrationshintergrund erhöht. Bei einer Anonymisierung herrscht tendenziell Chancengleichheit für alle Bewerbenden. Der Personalchef hat nicht die Möglichkeit nach einem kurzen Blick aufs Foto oder das Alter die Bewerbung auszusortieren. Im angelsächsischen Sprachraum ist der Verzicht auf persönliche Angaben in vielen Unternehmen schon lange üblich. Alle Organisationen, die anonymisierte Bewerbungen durchführen, berichten über positive Erfahrungen. Die positiven Effekte werden durch wissenschaftliche Studien bestätigt. Die Stadt Hamm hat die einmalige Möglichkeit als Kommune eine Vorreiterrolle in NRW zu übernehmen. Die anonymisierte Bewerbung ist ein gutes Instrument um mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen und es beugt gleichzeitig politischen Kungeleien und einer Stellenvergabe unter der Hand vor. Es gehört leider zur traurigen Wahrheit, dass rund die Hälfte aller Stellen im öffentlichen Dienst, ob diese nun Neubesetzungen oder Beförderungsstellen sind nur scheinbar offen ausgeschrieben werden. Diese Stellen sind hinter verschlossenen Türen bereits intern vergeben. Deswegen fordern wir, dass es weder eine Benachteiligung noch eine Bevorteilung geben gab. Weder darf die ethnische Herkunft oder das richtige Parteibuch für die Besetzung einer Stelle ein Kriterium sein. Alle Bewerber müssen nicht nur theoretisch, sondern auch in der Realität die gleichen Chancen haben. Das wird nur der Fall sein, wenn die Entscheidungsgrundlage auf einer anonymisierten Bewerbung beruht. Die Auswahlkriterien müssen für die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar sein.“ Die Wählergruppe Pro Hamm will aber einen Schritt weitergehen und fordert nicht nur die Einführung von anonymisierten Bewerbungen bei der Stadt Hamm, sondern will darüber hinaus eine Internetplattform installieren, auf welche die Bürger die anonymisierten Bewerbungsunterlagen aufrufen können. Dr. Cevdet Gürle hierzu: ,,Ich würde mir wünschen, dass alle Stellenangebote der Stadt Hamm und der städtischen Tochterunternehmen zentral aufgelistet werden und gleichzeitig jeder Bürger die Möglichkeit hat auf die standardisierten Bewerbungsunterlagen zuzugreifen. Wir als Steuerzahler haben einen Anspruch darauf, dass bei der Stadt Hamm nicht diejenigen, die gut vernetzt sind, (Schalt-)Stellen besetzen, sondern wir wollen die bestqualifizierteste Person auf den jeweiligen Posten. Wir müssen wegkommen von der Mitnahmementalität, in der Stellen mit Parteifreunden besetzt werden. Wenn wir wollen, dass die Bürger sich nicht von der Politik abwenden, dann muss die Politik transparenter werden. Ein Schritt in diese Richtung wäre die anonymisierte Bewerbung.“

Wählergruppe PRO Hamm

Dr. Cevdet Gürle

Cevdet Bild 1

Nurcan Varol

Nurcan

Spielplatz Kurt 1

Antrag von Pro Hamm zur Instandsetzung des Spielplatzes an der Kurt-Schumacher-Straße in Hamm-Herringen!

Der Antrag von Pro Hamm zur Instandsetzung des Spielplatzes an der Kurt-Schumacher-Straße in Hamm-Herringen!

Bezirksvertreter/-in Dr. Cevdet Gürle & Günay Yildirim

GünayYildirimCevdetGürleHerringen

 

Spielplatz Kurt

Groko Mauer

Opposition und Bürger werden erneut ausgegrenzt

– Gutachten zur rechtsextremen Szene in Hamm –

Die Wählergruppe Pro Hamm reagiert mit Unverständnis auf den Vorschlag des Oberbürgermeisters, dass das Gutachten zur rechtsextremistischen Szene in Hamm nicht im Rat, sondern in einer Sondersitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses vorgestellt werden soll. Dr. Cevdet Gürle, Chef der Pro Hamm-Ratsgruppe äußert sich dazu: ,,Wir als Wählergruppe plädieren dafür, dass das Gutachten der Konfliktforscherin Frau Luzar detailliert im Rat der Stadt vorgestellt wird. Die Vorteile wären, dass erstens die Bestandsanalyse zur rechtsextremen Szene in Hamm stärker in den öffentlichen Raum hineingetragen würde und damit auch zugleich ein erster Anstoß für eine kritische Diskussion zum Thema stattfinden kann und zweitens, ist zu bedenken, dass im Kinder- und Jugendhilfeausschuss gleich drei demokratische Oppositionskräfte – die Wählergruppe Pro Hamm, die FDP und die Hammer Piraten – nicht vertreten sind. Deswegen wäre der Rat die richtige Plattform als Einstieg, um sich mit diesen wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Der nächste Schritt sollte sein, dass eine überparteiische Arbeitsgruppe ins Leben gerufen wird, in der alle demokratischen Kräfte des Rates vertreten sind. Diese Arbeitsgruppe sollte in enger Zusammenarbeit mit dem ,,Runden Tisch gegen Extremismus und Gewalt“ und weiteren lokalen Akteuren ein Handlungskonzept entwickeln. Es versteht sich von selbst, dass es in unserer Gesellschaft keinen Platz für politischen und religiösen Extremismus geben darf. Die Ideologie von Extremisten, welcher Ideologie sie auch folgen mögen, ist nicht vereinbar mit den Grundsätzen unserer Demokratie. Das oberste Gebot unseres Grundgesetzes, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, wird von Extremisten mit Füßen getreten. Wir müssen uns als Gesellschaft gegen diese Auswüchse des Radikalismus zur Wehr setzen. Hierzu müssen wir alle zivilgesellschaftlichen Akteure im Kampf gegen den Extremismus und dem Streben für eine weltoffene und liberale Gesellschaft einbinden. Deswegen wäre es ein wichtiges und richtiges Signal, wenn das Gutachten im Stadtrat, dem wichtigsten politischen Gremium der Gemeinde und nicht in einem Ausschuss erstmalig präsentiert werden würde.“

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

Cevdet Bild 1

Ebert-park

Angstraum / Gefahrensituation auf dem Schulweg Geistschule

Der Wählergruppe Pro Hamm wurden massive Beschwerden von Eltern, die ihre Kinder an der Geistgrundschule gemeldet haben, herangetragen. Farid Bhihi, Pelkumer Bezirksvertreter von Pro Hamm, fasst die Ängste der Eltern wie folgt zusammen: ,,Die Eltern sind besorgt, dass nicht wenige Kinder, die die Geistschule besuchen auf ihrer Wegstrecke den Friedrich-Ebert-Park durchqueren müssen und das die Wegstrecke unzureichend beleuchtet ist. Die Problematik ist seit Jahren der Stadtverwaltung bekannt, aber geschehen ist bis heute nichts. Hier muss endlich gehandelt werden. Wir haben es mit einer potentiellen Gefahrensituation zu tun und es ist fahrlässig von den politischen Entscheidungsträgern, dass man über Jahre scheinbar keinen Handlungsbedarf gesehen hat und immer noch nicht sehen möchte. Die Stadt Hamm muss zum Wohle der Kinder aktiv werden. Wir werden als Wählergruppe mit einem Antrag in der Bezirksvertretung Pelkum eine Ortsbegehung einfordern. Bei der Ortsbegehung sollten alle relevanten Akteure, angefangen von der Bezirksvertretung, den verantwortlichen Mitarbeitern bei der Stadtverwaltung, die Leitung der Geistschule und die Vertreter der Elternschaft zusammenkommen und über die Lage sprechen. Die Intention der Ortsbegehung muss es sein, dass die Verwaltung konstruktive Vorschläge unterbreitet wie die Problemlage gelöst werden kann. Denn ein Weiter-so und das sollte allen Beteiligten bewusst sein, darf es nicht mehr geben.“

 

Farid Bhihi

Bezirksvertreter Pelkum

Wählergruppe Pro Hamm

FaridBhihi

Antrag Pelkum

Bergwerk-Ost

CDU und SPD müssen bald Farbe bekennen

Die Wählergruppe Pro Hamm reagiert verwundert, dass im Haushalt ab 2017 insgesamt 2,7 Millionen Euro für die Erschließung des Bergwerk Ost eingeplant sind. Dr. Cevdet Gürle, Fraktionsvorsitzender von Pro Hamm in der Bezirksvertretung Herringen nimmt wie folgt Stellung: ,,Die Vertreter der großen Koalition haben in ihren Ausführungen stets betont, dass Gelder aus der öffentlichen Hand nicht in die Nachnutzung des Bergwerk Ost fließen werden. Die Kosten für die Erschließung des Bergwerks werden über Steuergelder finanziert und nicht der Privatwirtschaft auferlegt. Die politisch Verantwortlichen bei der Hammer SPD und der CDU haben sich mit den Argumenten, dass man private Investoren mit einer Bürgerbeteiligung nicht abschrecken möchte und das keinerlei kommunalen Gelder in die Nachnutzung des Areals Bergwerk Ost fließen werden, die Gründung eines Beirates abgelehnt. Die Feststellung, dass nun 2,7 Millionen Euro an Steuergeldern für das Bergwerksgelände vorgesehen sind, steht demnach im Widerspruch zu den Aussagen der Vertreter der Hammer SPD und der CDU. Hierbei ist es irrelevant, dass das Geld nur für die Erschließung verwendet werden soll. Das Geld bleibt nichtdestotrotz weiterhin Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger.“ Der Pelkumer Bezirksvertreter Farid Bhihi ergänzt die Ausführung: ,,Als ich die Worte des Bezirksvorstehers Herrn Schulte beim Pelkumer Neujahrsempfang, dass man die Bürger bei der Entwicklung des Bergwerk Ost mitnehmen müsse, hörte, konnte ich nur den Kopf schütteln. Herrn Schulte sollte bekannt sein, dass die Hammer SPD und die CDU mit ihrem kategorischen Nein zur Gründung eines Beirates sich bewusst gegen eine aktive Bürgerbeteiligung ausgesprochen haben. Wir als Wählergruppe werden den Punkt „Gründung eines Beirates“ nach Einhaltung der sechsmonatigen Frist erneut auf die Tagesordnung in den politischen Gremien setzen. Dann können die Hammer Sozial- und Christdemokraten Farbe bekennen, ob sie ernsthaft Interesse an einer Bürgerbeteiligung haben oder bloß leere Phrasen von sich geben. Die Nachnutzung des Bergwerk Ost wird auf Jahrzehnte das Stadtbild in den Bezirken Herringen und Pelkum maßgeblich prägen und allein deswegen ist es von zentraler Bedeutung die Bürger in die Entscheidungsfindung zu integrieren und keine Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg zu treffen. Die Hammer Bürger und insbesondere die Menschen in den betroffenen Bezirken, müssen sich mit dem Projekt Nachnutzung des Bergwerk Ost identifizieren und das werden sie nur tun, wenn man sie in den Entwicklungsprozess einbindet und sie nicht ausschließt.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Farid Bhihi

Wählergruppe Pro Hamm

 

Cevdet

FaridBhihi

infrastruktur

Beschwerden über Gefahrenstelle Bockum-Hövel

Der Wählergruppe Pro Hamm wurden massive Beschwerden der Anwohner an der Freiherr-vom-Stein-Straße, der Ziethenstraße und der Middendorfstraße (alle in Bockum-Hövel gelegen) zugetragen. Die Beschwerden betreffen den Zustand des Straßenbelags und des Nichtvorhandseins von befestigen Gehwegen. Orhan Bozdemir, Bezirksvertreter von Pro Hamm in Bockum-Hövel suchte das Gespräch mit den Bürgern und fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: ,,Die Anwohner an den betroffenen Straßen, das gilt im Besonderen für die der Freiherr-vom-Stein-Straße sind verärgert über den derzeitigen Zustand. Der Gehweg an der Freiherr-vom-Stein-Straße ab der Höhe Freiligrathstraße bis Im Dreischland, ist unbefestigt. Hier ist über die Jahre eine eklatante Gefahrenstelle entstanden, ohne dass die Stadt Hamm aktiv wurde. Die Bedenken der Bürger wurden mehrfach an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Konstruktive Vorschläge wie die Lage entschärft werden kann, waren bisher Fehlanzeige. Aufgrund des nicht befestigten Gehweges weichen insbesondere ältere Menschen mit einem Rollator oder Familien mit einem Kinderwagen auf die Straße aus. An einem Fortkommen auf den Gehweg ist bei Schnee oder Regen nicht zu denken. Die ganze Situation wird zusätzlich verschärft, dass es an der Straße nur einen, diesen unbefestigten Gehweg gibt. Die andere Straßenseite wird als Anwohnerparkplatz genutzt. Des Weiteren kommt noch hinzu, dass die Straße in ihrer Breite eher als ein- statt zweispurig bezeichnet werden kann. Das heißt, das Fahren von zwei Autos nebeneinander ist nicht möglich. Ein Wagen muss bei einer solchen Verkehrssituation auf den Gehweg ausweichen. Was insbesondere natürlich für dort sich befindende Kinder und ältere Menschen ein weiteres Gefahrenpotenzial darstellt. Die Gesamtlage ist mehr als unbefriedigend und das seit Jahren. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die Stadt Hamm muss endlich aktiv werden. Wir als Wählergruppe Pro Hamm werden die Problemlage an der Freiherr-vom-Stein-Straße und in Teilen in der Ziethenstraße und der Middendorfstraße mit einem Antrag auf die Tagesordnung der anstehenden Bezirksvertretung Bockum-Hövel setzen. Hier werden wir eine Ortsbegehung fordern, in der neben der Bezirksvetretung, verantwortliche Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung mit den betroffenen Bürgern über die Lage vor Ort sprechen und mögliche Lösungsvorschläge diskutieren. Denn allen Beteiligten sollte bewusst sein, dass es ein Weiter-so und damit ein Festhalten an einer Gefahrensituation nicht geben darf. Das ist unverantwortlich und stellt eine enorme Belastung für die Anwohner in dem Wohnquartier dar. „

 

Orhan Bozdemir

Bezirksvertreter Bockum-Hövel

Wählergruppe Pro Hamm

 

OrhanBozdemirB-Hövel

Antrag B.H.

Folie1

Pro Hamm & Piraten für Hammer Ehrenamtskarte

Die Wählergruppe Pro Hamm plant zusammen mit den Hammer Piraten einen Antrag in die  Februarsitzung des Rates einzubringen, der die Einführung einer Ehrenamtskarte auf kommunaler Ebene vorsieht. ,,Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung“, so Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm. Dr. Gürle weiter: ,,Tausende von Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich in sozialen und kulturellen Einrichtungen oder den Sportvereinen. Eine Ehrenamtskarte, die es bereits in mehr als 50 Kommunen in Nordrheinwestfalen gibt, ist ein Zeichen des Dankes und der Würdigung für ehrenamtliches Engagement. Die Ehrenamtskarte verbindet diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen. Menschen, die sich in besonderen zeitlichen Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Karte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen. Wir sollten in Hamm die unbezahlbare Arbeit der Ehrenamtlichen, die unsere Stadt lebens- und liebenswert machen, nicht allein an einem Tag wie dem Ehrenamtsfest zu würdigen wissen, sondern mit der Einführung der Ehrenamtskarte ein klares Zeichen der Anerkennung setzen“.

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

demokratie

Sperrklauseln sind undemokratisch

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Äußerungen des Oberbürgermeisters zum Gesetzesvorstoß der rotgrünen Landesregierung, die mit der CDU-Opposition die Wiedereinführung einer Sperrklausel auf kommunaler Ebene anstrebt. Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm kommentiert die Gesetzesinitiative wie folgt: ,,Wir als Wählergruppe Pro Hamm schließen uns den Worten von Willi Brandt „Mehr Demokratie wagen“ an. Sperrklauseln sind undemokratisch und dämmen den Wettbewerb der politischen Parteien ein. Sie begünstigen die etablierten Parteien und erschweren neuen politischen Bewegungen den Weg in die Parlamente. Die Befürworter einer Sperrklausel argumentieren, dass man einer zunehmenden Unregierbarkeit der Kommunen Einhalt gebieten muss. Das ist ein Argument auf tönernen Füßen. Es ist nicht die scheinbare Unregierbarkeit, was die Gesetzesinitiative der SPD, der CDU und der Grünen antreibt, sondern die Angst das „Einzelkämpfer“ oder Gruppen in den Räten auch mal unliebsame Vorgänge öffentlich machen. Es sind in der Regel gerade Ratsmitglieder, die nicht an eine Fraktionsdisziplin gebunden sind, die die großen Parteien mit unangenehmen Fragen konfrontieren und frischen Wind in die kommunalen Räte bringen. Die Befürworter einer Sperrklausel sollten zu Kenntnis nehmen, dass es in keinem Bundesland eine kommunale Sperrklausel gibt. In Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg werden die Räte bereits seit mehr als 50 Jahren ohne Sperrklausel gewählt. Es gab hier in all den Jahren keinen Anlass aufgrund einer drohenden Zersplitterung der Räte eine Sperrklausel einzuführen. Als Politologe betrachte ich die Gesetzesinitiative der rot-grünen Landesregierung und der CDU mit Sorge. Die Parlamente sollten in ihrer Zusammensetzung die gesellschaftliche Realität widerspiegeln. Diese würde bei einer möglichen Wiedereinführung einer Sperrklausel zu Gunsten der etablierten Parteien verzerrt werden. Eine lebendige, aktive Demokratie benötigt eine bunte Vielfalt, die auch personell sich in den Räten zeigen muss.“ Die Wählergruppe Pro Hamm bezweifelt, dass die Wiedereinführung einer Sperrklausel in Nordrhein-Westfalen rechtskonform ist. Die Rechtsprechung der Verfassungsgerichte in der Vergangenheit spricht hier eine deutliche Sprache. Diese haben sich klar gegen eine Wiedereinführung einer Sperrklausel ausgesprochen, solange der Beweis der Arbeitsunfähigkeit der Gemeinderäte nicht festgehalten werden konnte.

 

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

 

Hamm.Herringen

Neujahresempfang Stadtbezirk Herringen 2015

Die Bezirksvertretung Herringen hat zum Neujahrsempfang in die Aula der Jahnschule eingeladen. An dem Empfang nahmen Vertreter aus Politik, der Vereins- und Geschäftswelt, den Religionsgemeinschaften, der sozialen und Bildungseinrichtungen und viele weitere engagierte Bürger des Bezirkes. Als Ehrengäste durfte man Vertreter der Partnerstadt Neufchateau begrüßen. Drei engagierte Herringer Bürger wurden für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Stadtebezirksmedaille,der höchsten Auszeichnung, die ein Bezirk vergeben kann, ausgezeichnet. Abgerundet wurde die Veranstaltung beim Umtrunk und Essen mit offenen Gesprächskreisen zum näher Kennenlernen. Die Wählergruppe Pro Hamm war u.a. mit ihren Herringer Bezirksvertretern Günay Yildirim und Dr. Cevdet Gürle vertreten.

Eine kurze, bildliche Zusammenfassung der Veranstaltung auf http://www.wa.de/lokales/hamm/herringen/neujahrsempfang-stadtbezirk-herringen-2015-4650687.html

 

Herringen Empfang 3  Herringen Empfang 2  Herringen Empfang 4  Herringen Empfang

Weststraße

Neue Impulse für die Innenstadt setzen

Die Wählergruppe Pro Hamm hat in einer Klausurtagung sich auf der Basis des Innenstadtgutachtens mit dem aktuellen Zustand der City auseinandergesetzt und Empfehlungen erarbeitet, wie eine positive Weiterentwicklung der Innenstadt aussehen könnte. Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm und Hakan Yildirim, Mitglied im Wirtschaftsausschsuss fassen die Ergebnisse wie folgt zusammen: ,,Das Gutachten, das eine präzise Bestandsanalyse zum Zustand und Entwicklungspotenzialen der Hammer Innenstadt beschreibt, hat es auf den Punkt gebracht: Die Innenstadt ist ein Sanierungsfall! Die Stadtregierung trägt mit einer verfehlten Wirtschaftspolitik eine Mitverantwortung an dem Ist-Zustand der City. So war es aus heutiger Sicht ein fataler Fehler die Logistikbranche zum Steckenpferd der Hammer Wirtschaftspolitik zu machen. Die Arbeitskräfte im Logistikbereich, die häufig über Zeitarbeitsfirmen beschäftigt sind, werden schlecht bezahlt und haben kaum positive Impulse auf die Kaufkraft in Hamm. Eine Stadtentwicklungsgesellschaft wird die Innenstadt nicht nach vorne bringen, wenn die politisch Verantwortlichen in der Stadtregierung nicht bereit sind einen neuen Kurs in der Stadtentwicklungspolitik einzuschlagen. Wir als Wählergruppe möchten drei Empfehlungen in die politische Diskussion einbringen. Erstens, wir benötigen, wenn wir die Weststraße beleben wollen eine stärkere Anbindung zwischen dem Allee-Center und der Fußgängerzone. Die Kaufkraft in Hamm konzentriert sich mehr und mehr auf das Allee-Center und die Weststraße hat hier das Nachsehen. Eine Möglichkeit, den Kundenverkehr vom Allee-Center in Richtung Fußgängerzone umzulenken beziehungsweise weiterzulenken, wäre es wenn man eine direkte oberirdische Anbindung zwischen dem Allee-Center und der Ritterpassage erstellen würde. Der Brückenschlag wäre sowohl eine deutliche Aufwertung der Ritterpassage und würde zugleich die Besucherströme aus dem Einkaufszentrum verstärkt in die Weststraße weiterleiten. Des Weiteren brauchen wir dringend mehr grün und Sitzmöglichkeiten in der Fußgängerzone, so dass die Verweildauer für den Einzelnen attraktiver wird. Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt der politischen Arbeit in den nächsten Jahren muss der Hammer Westen sein. Hier stellen sich für uns zwei Fragen, erstens wie schaffen wir es das soziale Abdriften einzelner Wohnquartiere zu stoppen und zweitens wie können wir eine stärkere Bindung des Hammer Westens an die City erreichen. Das sind komplexe Problemlagen, die komplexe Antworten fordern. Es wäre ein erster Schritt, wenn städtebaulich Maßnahmen getroffen würden höherwertigen Wohnraum im Hammer Westen zu ermöglichen. Die Folge wäre eine stärkere soziale Durchmischung, die der zunehmenden Gettoisierung entgegenwirken kann. Neben der Wohnpolitik sind infrastrukturelle Veränderungen zwingend notwendig. So muss ein Umbau der Wilhelmstraße erfolgen mit der Intention, dass der Hammer Westen stärker Richtung City geöffnet wird. Drittens benötigen wir ein generelles Umsteuern in der Wirtschaftspolitik. Das Ziel sollte es sein die Kaufkraft in der Kommune zu steigern. Hier brauchen wir mehr gut qualifizierte und bezahlte Fachkräfte und weniger Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich. Die Konsequenz für das politische Handeln muss sein: Weniger in die Logistik zu investieren und verstärkt Ressourcen in die  Bereiche wie Gesundheit, Bildung, IT-Dienstleistungen oder Kommunikationstechnologie sowie unbedingt in Handwerksbetriebe umzulenken. Die Entscheidungen die die Politik, und hier ist in erster Linie die große Koalition in der Verantwortung, in den nächsten drei, vier Jahren treffen wird, wird nicht nur das Gesicht der City, sondern möglicherweise die der ganzen Stadt über Jahrzehnte prägen.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Ratsherr der Stadt Hamm

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Hakan Yildirim

Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Innovation und Stadtmarketing

Ich Jpeg