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UNSERE Eissporthalle muss erhalten bleiben!

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert auf Schärfste die Informationspolitik der schwarz-roten Stadtregierung in der Frage zur Zukunft der Eishalle und damit auch des Eishockeysports in Hamm.

Erol Gürle, sportpolitischer Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm und für diese im Sportausschuss,

ErolGürlereagiert mit Unverständnis auf das Handeln der politisch Verantwortlichen: ,,Der Aufsichtsrat der Maximilian GmbH gründet eine nebulöse fünfköpfige Kommission, in der Vertreter der Hammer CDU und der SPD das Sagen haben und diese Kommission empfiehlt die Schließung der Eissporthalle und damit das Ende des Eishockeysports in Hamm. Wo bitte ist hier die ergebnissoffene Diskussion zur Zukunft der Eishalle, die vom Oberbürgermeister noch vor einigen Monaten zugesichert wurde? Hier wird eine Kommission gegründet, die durch mangelnde Transparenz glänzt und es vorzieht eine Politik hinter verschlossenen Türen zu machen. Das ist ein Politikverständnis, das der demokratischen Kultur in unserer Stadt einen erheblichen Schaden zugefügt hat. Wenn sich der Oberbürgermeister jetzt hinstellt und sagt, der Beschluss der Kommission sei mit ihm nicht abgesprochen worden, ist das mehr als unglaubwürdig. Immerhin sitzen hier Vertreter der CDU und der SPD, die wohl kaum im Alleingang eine Entscheidung treffen würden ohne die Spitzen ihrer Parteien zu informieren. Es ist ein Unding, dass nicht nur die Hammer Bürger und die Mitglieder und Fans der Hammer Eisbären, sondern auch scheinbar der Vorstand des Vereins über die geplante Schließung der Eissporthalle über die Lokalpresse informiert wurden. Das ist keine bürgerfreundliche und bürgernahe Politik und verdeutlicht wie sehr sich die politisch Verantwortlichen in der Großen Koalition vom einfachen Bürger entfernt haben. Der Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann scheint vergessen zu haben, dass er als gewähltes Stadtoberhaupt auch eine Politik für sozial Benachteiligte, für Kinder, Jugendliche und Familien machen sollte und insbesondere den Sportvereinen, die mit ihrem Engagement den sozialen Halt in unserer Gesellschaft stärken nicht Steine in den Weg legen darf, sondern sie bei ihrer Arbeit tatkräftig zu unterstützen hat. Das Argument, wir sind unter dem Stärkungspakt und deswegen müssen wir unsere freiwilligen Leistungen herunterschrauben, ist ein Totschlagargument, dass so nicht im Raum stehen kann. Herr Hunsteger-Petermann als Verwaltungsspitze trägt mit seiner Finanzpolitik, die die Verschuldung in den letzten 15 Jahren stetig ansteigen ließ eine Mitverantwortung, dass man im Stärkungspakt ist. Jetzt wird die Existenz eines Sportvereins und der Eishalle aufgrund hausgemachter Fehler in Frage gestellt. So geht es nicht!“

Hakan Yildirim, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit, Innovation und Stadtmarketing,

Ich Jpegbetrachtet die finanzielle Dimension bei der Frage Zukunft der Eissporthalle: ,,Die Eishalle ist ein öffentliches Gut und da sie als solches nicht kostendeckend arbeiten kann, verursacht sie ein Defizit, die durch die Stadtkasse geschlossen werden muss. Hier stellt sich prinzipiell die Frage, wollen wir uns als Stadtgesellschaft öffentliche Einrichtungen leisten, wie den Maxipark, die Freibäder oder eine Eishalle. Wenn wir das bejahen, dann müssen wir auch Geld in die Hand nehmen und in die bestehenden Strukturen investieren und neue Marketingkonzepte entwerfen, um die Angebote attraktiver für die Bürger zu machen. So ist der Nutzungsgrad der Eishalle ohne Wenn und Aber verbesserungswürdig. Wir haben rund 48 000 Zuschauer, die jährlich die Eishalle aufsuchen. Diese Zahl kann durch eine Optimierung der Öffnungszeiten deutlich ausgebaut werden. Des Weiteren wäre es zu empfehlen, dass das Stadtmarketing mit ins Boot genommen wird, um mit frischen Ideen die Eishalle als Freizeitstandort neu zu positionieren. Aber es darf in der Diskussion zur Zukunft der Eishalle nicht untergehen, dass beispielsweise die subventionierten Kosten für den Besuch im Museum oder den Freibädern deutlich über den der Eishalle liegen. Wenn man der Logik unserer Kämmerers folgt, müssten diese Einrichtungen ebenfalls geschlossen werden. Die Eissporthalle und der Sport in der Eishalle tragen zur Steigerung der Attraktivität der Stadt Hamm bei. Das sind solche sogenannte weiche Faktoren, die wir in unserer Stadt brauchen um als Wohn- und Wirtschaftsstandort mit der regionalen und überregionalen Konkurrenz mithalten zu können.“