Turboabi

Turbo-Abitur war ein historischer Fehler

Die Wählergruppe Pro Hamm hält an der Kritik zum Turbo-Abitur fest. Die Einwände, die gegen eine Rückkehr zu G9 ausgesprochen werden, sind nicht nachvollziehbar. Hierzu der Vorsitzende der Wählergruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle: ,,Die Einführung des verkürzten Gymnasiums war ein historischer Fehler. Sie stellt eine starke Belastung für alle Betroffenen dar. So ist es nicht verwunderlich, dass rund Zweidrittel der Eltern in Nordrheinwestfalen sich für eine Rückkehr zur 9jährigen gymnasialen Zeit aussprechen. Die Politik sollte den Elternwillen Ernst nehmen und zu mindestens den Gymnasien eine Wahlfreiheit zwischen G8 und dem alten G9-Modell ermöglichen.“. Der Wählergruppe ist bewusst, dass eine Rückkehr zu G9 am Anfang eine Mehrbelastung für die Gymnasien bedeuten wird, aber in der Folge, so die Überzeugung der Wählergruppe wird das Unterrichten durch die wieder geschaffenen Freiräume, zu einer Entlastung bei den Schülerinnen und Schüler und den Lehrerkollegien führen. In der Diskussion über G8 und G9 sollte man, so die Wählergruppe Pro Hamm die Argumente hinterfragen, die dazu geführt haben, dass G8 eingeführt wird. Der  OB-Kandidat Gürle erklärt hierzu: ,,Wenn man nach den Beweggründen, warum das G8 eingeführt wurde, fragt, kommen pauschale Antworten wie, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schüler gesteigert werden müsse. So kämen Schüler aus Deutschland viel zu spät in Studium und Beruf. Die Politik und die Wirtschaft reduzieren mit einer solch eingeengten Argumenation Schüler auf ihren ökonomischen Wert und sehen in der Verkürzung der Schulzeit bloß ein Instrument den Einzelnen schneller mit seinem „Kaufwert“ den freien Markt zur Verfügung zu stellen. Sie fordern, dass ein Schüler das Abitur mit 17 Jahren zu machen hat und mit Anfang 20 im Arbeitsleben stehen soll, um dann bis zum 70.sten Lebensjahr einen Beruf nachzugehen. Der Staat will Geld sparen und früher an Steuergeld kommen. Die Wirtschaft will von jungen Arbeitskräften, die flexibel und günstig sind, profitieren. Staat wie Wirtschaft lasten aus egoistischen Motiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine untragbare Bürde auf.“ Die Wählergruppe Pro Hamm macht deutlich, dass man den Schülern ihre Lebensgestaltung nicht zusehends einschränken darf. Die Gesellschaft muss den Kindern und Jugendlichen den nötigen Freiraum geben. Des Wegen fordert die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Irrweg Turbo-Abitur abgebrochen werden muss.

 

Wählergruppe Pro Hamm

Vorsitzender

Dr. Cevdet Gürle

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