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Schulkonzept für Heessen

Die Wählergruppe Pro Hamm legt ihr Konzept zur Weiterentwicklung der Schullandschaft in Hamm-Heesen vor. Die Wählergruppe empfiehlt die Realschule Heessen zu einer Sekundarschule umzuwandeln. Die noch existierenden Hauptschulen im Stadtbezirk sollen ebenfalls aufgehen in der neu zu entstehenden Sekundarschule. Hierbei soll die Option bei Bedarf diese in einem zweiten Schritt zu einer Gesamtschule umzugestalten offen gehalten werden. Der Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm in Heessen Faisal Naisir erklärt: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung muss sich den berechtigten Vorwurf gefallen lassen, dass sie in der Schulpolitik nicht mit offenen Karten spielt. Der Schulentwicklungsplan (SEP), der 2011 veröffentlicht wurde, entwirft ein Szenario der zukünftigen Hammer Schullandschaft. Aus dem Inhalt des SEP lässt sich entnehmen, dass mit Ausnahme der Gesamtschulen und der Berufskollegs der Gutachter keiner weiterführenden Schulform in Hamm bis 2020 eine Bestandsgarantie ausspricht. Diese statistischen Grundlagen des SEP sind der Stadtregierung bewusst. Sie besitzt aber nicht den Mut die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit der Realität zu konfrontieren. Der Gutachter kommt zum Schluss, dass mindestens zwei Realschulen und ein Gymnasium aufgund ruckläufiger Schülerzahlen in seinem Bestand ernsthaft gefährdet sind. Die schwarz-gelbe Stadtregierung ignoriert die Handlungsempfehlungen des Schulentwicklungsplanes und beweist mit ihrer Schulpolitik, dass sie unfähig ist unvermeidlichen Entwicklungen vorzugreifen, sondern sich damit begnügt auf Veränderungen überstürzt und konzeptlos zu reagieren.” Der Vorsitzende der Wählergruppe und OB-Kandidat Dr. Cevdet Gürle bringt es auf den Punkt: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung hat die Hauptschulen geopfert in dem Irrglauben dadurch den Bestand der Realschulen erhalten zu können. Die Rechnung wird nicht aufgehen. Wenn man den Empfehlungen des SEP folgen würde und mal schaut wie Schulpolitik in anderen Kommunen praktiziert wird, dann käme man zur Erkenntnis, dass die Antwort auf den demografischen Wandel nicht die bloße Schließung von Hauptschulen ist. Die Antwort müsste lauten, dass die Hauptschulen aufgehen in den Realschulen und diese als Zusammenschluss zu Sekundarschulen oder Gesamtschulen weiterentwickelt werden.” Die Wählergruppe Pro Hamm zeichnet eine vernichtende Bilanz der Schul- und Bildungspolitik der schwarz-gelben Stadtregierung. Nasir: ,,Herr Hunsteger-Petermann ist seit 1999 Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Das sind 15 Jahre Regierung von Schwarzgelb, in denen Dutzende von Programmen entworfen und wieder verworfen wurden. Projekte, die gut gemeint, aber nicht gut gemacht waren. Das massive Bildungsgefälle zwischen den nordwestlichen und südöstlichen Stadtbezirken hat sich unter Schwarzgelb verfestigt. Hamm bleibt eine geteilte Bildungsstadt!” Die Wählergruppe Pro Hamm wünscht sich nicht nur mehr Bildung, sondern in erster Linie Bildung für Alle. Gürle: ,,Das dreigliedrige hierarchische Schulsystem produziert Chanenungleichheit und gehört abgeschafft. Die Wählergruppe setzt sich ein für ein Zwei-Säulen-Modell, auf der einen Seite die Gymnasien und auf der anderen Seite die integrativen Schulformen. Die integrative Schulform ist die bestmögliche Antwort auf eine zunehmend heterogene Schülerschaft.” Ein zentrales Argument von Faisal Nasir sich für eine Sekundarschule auszusprechen, ist der Punkt Bildungsgerechtigkeit. ,,Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass längeres gemeinsames Lernen die Entwicklungschancen für Kinder länger öffen lässt und mehr Schüler zu einem qualifizierten Abschluss führt. Die Sekundarschule wird von der schwarz-gelben Stadtregierung in der Öffentlichkeit schlecht gerechet und als eine bessere Hauptschule diffamiert. Wer dies tut, betreibt billige Polemik ohne sich mit der Struktur einer Sekundarschule jemals auseinandergesetzt zu haben. Die Leistungsanforderungen an einer Sekundarschule übertrifft bei weitem nicht nur die an einer Hauptschule, sondern auch die von Realschulen. So sind gymnasiale Standards ab der Jahrgangsstufe 5 verpflichtend und die zweite Fremdsprache kann fakultativ in Klasse 6 gewählt werden. Bei einer Realschule ist das in der Regel erst ab der Klasse 7 möglich. Der Aufbau einer Sekundarschule ist in der Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10) analog zu einer Gesamtschule zu sehen”, so Faisal Nasir. Die Wählergruppe Pro Hamm ist überzeugt, dass man die Schulleitungen der Realschulen für das Projekt Sekundarschule gewinnen kann. Eine Sekundarschule entlastet das Lehrerkollegium und schafft damit Ressourcen, die in der Form an den Realschulen nicht mehr vorhanden sind. So ist es nicht unbedeutend, dass die Lehrkräfte an den Sekundarschulen analog zu den Gymnasien/Gesamtschulen eine Unterrichtsverpflichtung von statt 28 Stunden nur von 25,5 Stunden haben. Des Weiteren steht den Schulen einer höherer Fortbildungsetat zur Verfügung, die Klassenstärken sind deutlich niedriger als an den Realschulen und die Lehrkräfte haben im Schnitt eine höhere Entlohnung. Darüber hinaus würde die Installierung einer Sekundarschule in Heessen den  Schulstandort der heutigen Realschule langfristig absichern. Der Wählergruppe ist aber auch bewusst, dass ein neuer Weg in der Schulpolitik, der zu einem Mehr an Bildungsgerechtigkeit in Hamm führt nicht unter einer schwarz-gelb geführten Stadtregierung beschritten werden wird.

 

Faisal Nasir

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

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