kopftuch-klinik-540x304

Pro Hamm zum Kopftuchverbot

Die Wählergruppe Pro Hamm hält die Debatte zum prinzipiellen Kopftuchverbot im kirchlichen Einrichtungen für überhitzt und kontraproduktiv. Nurcan Varol, die integrationspolitische Sprecherin der Wählergruppe Pro Hamm kommentiert die Situation wie folgt: ,,Es ist nicht wichtig wer was auf dem Kopf hat, sondern was im Kopf ist. Das Tragen eines Kopftuchs ist ein religiöses Symbol und jede muslimische Frau hat im Rahmen ihrer Religionsfreiheit das Recht sich für oder gegen das Tragen eines Kopftuchs zu entscheiden. Das ist eine höchst persönliche und individuelle Entscheidung, die jederfrau alleine für sich treffen muss. Ich halte es für höchst bedenklich, dass kirchliche Arbeitgeber wie Krankenhäuser, die von der Allgemeinheit, sprich von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in Deutschland, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit finanziert werden, ihren staatlichen Sonderstatus einsetzen, um zum Beispiel die Bewerbung einer muslimischen Frau, die in einem evangelischen oder katholischen Krankenhaus als Krankenschwester oder Ärztin tätig sein möchte, abzulehnen. Wir als Gesellschaft sollten stolz sein, dass eine Muslima, ob nun mit oder ohne Kopftuch ihren Weg zur Krankenschwester oder Ärztin geschafft hat, anschließend ihren Beruf nachgehen will und sie nicht mit einem generellen Arbeitsverbot ausschließen. Wenn ich mir die Argumentation der Krankenhausleitungen höre, dass eine Muslima mit Kopftuch einen möglichen Imageschaden für das Haus bedeuten könnte, kann ich nur den Kopf schütteln. Wir leben in einer multikulturellen, weltoffenen Gesellschaft, in der eine Frau nicht auf ein Stück Stoff reduziert werden sollte und genau das tun kirchliche Arbeitgeber, wenn sie sich gegen muslimische Arbeitnehmerinnen mit Kopftuch sträuben. Das ist diskriminierend und frauenfeindlich. Ein Arbeitgeber, insbesondere ein kirchlicher, sollte hier Türen öffnen und nicht verschließen.“

Nurcan Varol
Integrationspolitische Sprecherin
Wählergruppe Pro Hamm

Nurcan

 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreib einen Kommentar