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Pro Hamm verlässt den Lenkungskreis zum Gasbohren

Die Wählergruppe Pro Hamm wird aus dem Lenkungskreis der Stadt Hamm zum Gasbohren austreten. Chef der Pro Hamm Gruppe Dr. Cevdet Gürle kommentiert den Austritt wie folgt: ,,Die HammGas hat deutlich gemacht, dass sie an einem konstruktiven Dialog und einem ergebnissoffenen Prozess mit den Bürgern nicht interessiert ist. So war es ein Unding, dass die HammGas, ohne Beteiligung der Bürger und die Einbeziehung des Lenkungskreises einen Standort für einen Bohrplatz festlegt. Die Vertreter der HammGas scheinen nicht verstanden zu haben, dass Gasbohren ein hochsensibles Thema ist, welches mit Ängsten und Sorgen der Menschen besetzt ist.  Diese dürfen nicht ignoriert oder relativiert werden, sondern man muss sie ernst nehmen. Wir als Wählergruppe sind dem Lenkungskreis Gasbohren beigetreten in der Erwartung, dass eine konstruktive Gesprächskultur und ein Dialog auf Augenhöhe herrscht. Das Vertreter der Stadtregierung gebetsmühlenartig betonen, das der Prozess im Lenkungskreis ergebnissoffen sei, das halten wir für geheuchelt. Eine kritische Hinterfragung der Arbeit der HammGas und der Verantwortung der Stadtregierung ist nicht erwünscht. Der Lenkungskreis hat nicht das Recht über prinzipielle Fragen zu entscheiden. Unsere Sorge, dass der Lenkungskreis, insbesondere diejenigen, die kritisch dem Gasbohren gegenüber stehen, instrumentalisiert werden sollen, hat sich bestätigt. Wir haben unsere weitere Mitarbeit im Lenkungskreis davon abhängig gemacht, erstens vom Verlauf der Informationsveranstaltung im Kleist-Forum und zweitens von der Entscheidung der überparteiischen Bürgerinitiative gegen das Gasbohren. Die Informationsveranstaltung hat deutlich gemacht, dass die HammGas weder in der Lage, noch gewillt ist, auf die kritischen Fragen der Bürger zufriedenstellende Antworten zu geben. So war es konsequent, dass die Bürgerinitiative den Lenkungskreis verlässt und wir folgen diesem Schritt.“

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

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