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Pro Hamm für Einführung einer Wettbürosteuer

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm zum Thema Wettbürosteuer

Die Wählergruppe Pro Hamm verfolgt mit Interesse die Entscheidung der Rates der Stadt Hagen eine Wettbürosteuer einzuführen. Der Vorsitzende der Ratsgruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle befürwortet eine ähnliche Initiative für die Stadt Hamm. Dr. Gürle: ,,Wir sagen Ja zur Einführung einer Wettbürosteuer nach dem Vorbild der Stadt Hagen, weil wir der Überzeugung sind, dass die Einführung einer solchen Steuer mit positiven externen Effekten verbunden ist. Die wachsende Zahl von Wettbüros in der Innenstadt, insbesondere im Hammer Westen sind mir ein Dorn im Auge. Wir haben eine hohe Konzentration an Vergnügungsstätten an der Wilhelmstraße, das aufgebrochen werden muss. Die Lage, die gegenwärtig herrscht, ist nicht akzteptabel. Viele junge Erwachsene, aber auch vermehrt Jugendliche verbringen an den Wochenenden ihre Zeit bis in die Morgenstunden in Wettbüros und/oder Spielotheken. Das sind häufig Männer, die selbst im Hammer Westen wohnhaft sind. Es gibt Väter, die spielsüchtig sind und ihre Familien in den finanziellen Ruin treiben. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass insbesondere Männer aus sozial und finanziell prekären Verhältnissen zur Spielsucht neigen. Wenn diese süchtig werden, setzt eine Abwärtsspirale ein, die kaum aufzuhalten ist. Die Stadtregierung hat tatenlos zugesehen, dass Hunderte von Hammer Bürgerinnen und Bürger in die Spielsucht abgeglitten sind. Die Besteuerung von Wettbüros kann das Glückspiel eindämmen und die Spielsucht bekämpfen. Wir müssen, und das ist mit sehr wichtig, auf der einen Seite den Wettbürobetreibern das Leben schwer machen aber auf der anderen Seite die Spielsüchtigen unterstützen. Die Menschen, die eine krankhafte Spielsucht haben, sind keine Täter, sie sind Opfer denen man aus ihrem Teufelskreis heraushelfen muss. Deswegen fordern wir als Pro Hamm, dass die möglichen Mehreinahmen durch eine Wettbürosteuer nicht dazu dienen sollen die Stadtkasse aufzufüllen, sondern die Gelder müssen zweckgebunden für Projekte in der Suchtprävention verwendet werden. Wir als Wählergruppe planen zur nächsten Sitzung des Rates einen Antrag einzubringen, in der wir die Verwaltung auffordern eine Entscheidungsvorlage für den Stadtrat zu erarbeiten, die dann in die Haushaltsberatungen im Herbst eingebracht werden kann.

Dr. Cevdet Gürle
Wählergruppe Pro Hamm

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