TheoDamberg

Informationspolitik der schwarz-roten Stadtregierung und der HammGas

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die unzureichende und widersprüchliche Informationspolitik der schwarz-roten Stadtregierung und der HammGas beim Thema Gasbohren. Theo Damberg, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm, der für diese im Lenkungskreis Gasbohren sitzt, kommentiert die Aussage, dass ein Bohrplatz bereits feststeht wie folgt: ,,Die politischen Entscheidungsträger in der CDU und der SPD und die Verantwortlichen bei der HammGas haben mit ihrer unzureichenden und widersprüchlichen Informationspolitik beim Thema Gasbohren viel Porzellan zerbrochen. Es kann nicht sein, dass die HammGas, ohne Beteiligung der Bürger und die Einbeziehung des Lenkungskreises einen Standort für einen Bohrplatz festlegt. Hier fragen wir uns ernsthaft, wenn die Stadtregierung und die HammGas es vorzieht Fakten zu schaffen und dann erst das Gespräch mit den Bürgern zu suchen, wozu die Arbeit des Lenkungskreises Gasbohren überhaupt wieder aufgenommen wurde. Die Damen und Herren der schwarzroten Stadtregierung scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, dass Gasbohren ein hochsensibles Thema ist, welches mit Ängsten und Sorgen der Menschen besetzt ist. Diese dürfen nicht ignoriert oder relativert werden, sondern man muss sie ernst nehmen. Wir als Wählergruppe sind dem Lenkungskreis Gasbohren beigetreten in der Erwartung, dass eine konstruktive Gesprächskultur und ein Dialog auf Augenhöhe herrscht. Das Vertreter der Stadtregierung betonen gebetsmühlenartig, das der Prozess im Lenkungskreis sei ergebnissoffen, halten wir für geheuchelt. Wenn dem so wäre, würden wir nicht aus der Lokalzeitung lesen, dass ein Bohrplatz für die Probebohrung bereits feststeht. Eine kritische Hinterfragung der Arbeit der HammGas und der Verantwortung der Stadtregierung ist nicht erwünscht. Wo bitte war die hochgelobte Bürgerbeteiligung bei der Frage, ob es zu einer Probebohrung kommen soll oder nicht. Diese wurde am Rat vorbei ohne eine Beteiligung der Bürger oder des Lenkungskreises beschlossen. Wenn der Lenkungskreis nicht über prinzipielle Fragen entscheiden, sondern nur bestimmen darf, welche Farbe der Bohrturm haben soll, dann sind wir nicht mehr dabei. Wir haben die Sorge, dass der Lenkungskreis, insbesondere diejenigen, die kritisch dem Gasbohren gegenüber stehen, instrumentalisiert werden sollen, um ein späteres Gasbohren auf Hammer Gebiet zu rechtfertigen. Die Wählergruppe Pro Hamm wird an der nächsten Sitzung des Lenkungskreises noch teilnehmen. Wir werden im Anschluss an die Sitzung eine Entscheidung treffen, ob eine weitere Mitarbeit im Lenkungskreis weiter zu verantworten ist oder nicht. Wenn die Stadtregierung ihre Handlungsweise beim Thema Gasbohren nicht grundlegend ändert, werden wir und darauf läuft es aus den Lenkungskreis verlassen. Wir werden unsere Entscheidung mit der Bürgeriniative gegen Gasbohren, einem überparteilichen Zusammenschluss engagierter Hammer Bürger abstimmen und dann öffentlich machen.“

Theo Damberg
Ratsgruppe Pro Hamm