Kapitalges.

Gasbohren – Pro Hamm fragt nach und bittet um Antworten.

Original Pressemitteilung:

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm ist irritiert über Zahlen, die in der Lokalpresse im Zusammenhang mit der HammGas genannt wurden und hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung weitergeleitet, um Klarheit zu erhalten. Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr von Pro Hamm fasst die Kernpunkte der Anfrage zusammen: ,,Die HammGas hat seit ihrer Gründung einen Verlust von insgesamt 507 000 Euro gemacht. Spätestens im kommenden Jahr werden die Rücklagen der Gesellschafter von 800 000 Euro aufgebraucht sein. Diese Information konnte der Berichterstattung des Westfälischen Anzeigers entnommen werden. Des Weiteren heißt es hier, dass die Stadtwerke als Gesellschafter und größter Geldgeber sich mit drei Millionen am Gesamprojekt der Gasförderung beteiligen. Keine Zahlen liegen hingegen über die Höhe des eingesetzen Kapitals der anderen Gesellschafter vor. Deswegen forden wir als Ratsgruppe die Stadtverwaltung auf uns Auskunft über folgende Fragen zu geben: Erstens, wie hoch ist das eingesetzte Kapital aller Gesellschafter an der HammGas? Zweitens, welche Aufträge wurden bisher an wem und in welcher Höhe vergeben? Drittens, nach welchen Kriterien wurde die Vergabe der Aufträge durchgeführt? Viertens, fand eine öffentliche Ausschreibung statt? Wenn ja, gab es neben den Gesellschaftern andere Firmen, die sich auf die Aufträge beworben haben? Wir erwarten von der schwarz-roten Stadtregierung beim Thema Gasbohren höchste Transparenz. Wenn sich die Schwarzroten dem versperren, entsteht der Verdacht von Begünstigung, da es Gesellschafter gibt, die Aufträge zugewiesen bekommen haben. So erhielt der Gesellschafter PVG für die Erstellung eines Explorationsgutachten knapp 130 000 Euro. Wenn die politischen Befürworter des Gasbohrens in Hamm die CDU, SPD und die FDP ihren selbst gestellten Ansprüchen eines offenen Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe gerecht werden wollen, dann sollte einer lückenlosen Beantwortung der Fragen nichts in Wege stehen. Des Weiteren stellt sich für uns die Problematik nach Haftpflichtansprüchen bei möglichen Schäden durch Gasboren. Hier möchten wir von der Stadtverwaltung informiert werden, wer für mögliche Schäden letztendlich haftet.“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm