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Fachhochschule Hamm-Lippstadt zukunftssicher machen

Die Gründung der Fachhochschule Hamm-Lippstadt ist, so die Wählergruppe Pro Hamm, ein positiver Impuls für die Entwicklung der Stadt Hamm. Die Wählergruppe Pro Hamm merkt aber an, dass das Potenzial der Hochschule bei weitem nicht ausgeschöpft wird. Pro Hamm hält es für erstrebenswert, die Studiengänge mit Geisteswissenschaften und Sprachen zu erweitern. ,,Die alleinige Konzentration auf eine naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung ist eine Beschränkung, die den Hochschulstandort Hamm unnötig in ein enges Korsett einzwängt“, so der Vorsitzende von Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle. ,,Wir haben die einmalige Chance in den nächsten Jahren Hamm als Bildungsstadt deutlich aufzuwerten. Ein wichtiger Baustein hierbei ist die Fachhochschule“, so Gürle. Pro Hamm verweist auf Daten des Statistischen Amtes, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Studierenden in Deutschland bis 2020 stetig ansteigen wird, um dann zu stagnieren und nach 2025 rückläufig zu werden. Gürle: ,,Wir haben ein Zeitfenster bis 2020, dass wir nutzen müssen, um uns als Bildungsstandort im westfälischen Raum neben den Zentren Dortmund und Münster zu etablieren. Denn in wenigen Jahren werden die Hochschulen immer stärker konkurrieren, um die immer weniger werdenden Studierenden.“ Die Fachhochschule Hamm-Lippstadt wird sich auf den Markt stärker positionieren können, wenn sie ihr Studienangebot deutlich ausdehnt. ,,Jeder Student, der in Hamm an der Fachhochschule ist und in der Stadt wohnt, ist ein Gewinn für unsere Kommune“, so Gürle. ,,Ich freue mich, wenn wir in Hamm 2.000 Studenten haben, aber ich freue mich noch mehr, wenn die Zahl der Studierenden in unserer Stadt 10.000 beträgt“, so der Herringer Bezirksvertreter. ,,Angelehnt an die Unistadt Münster würde ich mir wünschen, wenn wir keine Konzentration an einem Standort haben, sondern das einzelne Institute und/oder Fachbereiche auf mehrere Stadtbezirke verteilt sind“, so Gürle. Konkret kann Pro Hamm sich vorstellen, dass einzelne Fachbereiche und/oder Institute auf dem Gelände des Bergwerks Ost eingerichtet werden. Die Vermarktung des rund 55 Hektar großen Geländes ist offen. Eine Nachnutzung des Zechengebietes in Form eines Energieparks, welches von der Wirtschaftsförderung favorisiert wird, wird von der freien Wählergruppe kritisch betrachtet. Die Realisierung eines Energieparks ist aufgrund fehlender Rahmenbedingungen unwahrscheinlich. Außerdem sieht Pro Hamm in der Nutzung des Geländes als Energiepark nur eine suboptimale Lösung. ,,Die Ansiedlung von Fachbereichen und/oder Instituten auf dem Areal des Bergwerks Ost würde hingegen einen großen Mehrwert für Pelkum und die angrenzenden Bezirke bedeuten. Zugleich hätte man eine mögliche Nachnutzung für den denkmalschutzwürdigen Hammerkopffördertum und dem Verwaltungsgebäude mit dem Lichthof gefunden“, so Gürle.

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm

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