Nachbar in Not-Reise 2013

– Erstaufnahmestelle für Asylbewerber –

Der Chef der Ratsgruppe von Pro Hamm kommentiert die Bewerbung der Stadt Hamm zur Einrichtung eines Durchgangslagers für Flüchtlinge am Standort der Newcastle Barracks wie folgt: ,,Wir als Stadt und als Gesellschaft müssen insgesamt mehr Verantwortung übernehmen. Im Nordirak und Syrien sterben tagtäglich Menschen und Tausende von ihnen haben allein in den letzten Tagen ihre Heimat unfreiwillig verlassen müssen, um dem Morden zu entgehen. Ich halte es für beschämend, dass ein Land wie die Türkei in den vergangenen zwei Wochen mehr Flüchtlinge aufgenommen hat als alle Staaten der Europäischen Union in den letzten zwei Jahren zusammen. In nur einer Woche haben rund 150.000 Menschen die Grenze von Syrien in die Türkei überquert. Die westliche Staatenwelt muss sich stärker humanitär engagieren und deutlich mehr Kriegsflüchtlinge aufnehmen. Die Entscheidung der schwarz-roten Stadtregierung sich um ein Durchgangslager zu bewerben, wirft Fragen auf, die eine Antwort verlangen. Was sind die Beweggründe der politischen Verantwortungsträger? Was war die Motivation des Oberbürgermeisters Herrn Hunsteger-Petermann und des SPD-Fraktionschefs Herrn Kocker, sich auf ein Durchgangslager für Flüchtlinge zu bewerben? Spielen hier finanzielle Aspekte eine Rolle? Die Finanzierung eines Durchgangslagers übernimmt nicht die Kommune, sondern, da diese unter Aufsicht des Landes steht, kommt auch das Land für die Finanzierung auf. Wenn es fiskalische Gesichtspunkte sind, die ausschlaggebend waren für eine Bewerbung, dann ist das beschämend – insbesondere für eine Partei die ein „C“ in ihrem Namen trägt. Es ist unsere humanitäre Pflicht, die sich aus der Selbstverständlichkeit der Nächstenliebe ergibt, Menschen, die in höchster Not sind, ohne Wenn und Aber zu helfen!“

Dr. Cevdet Gürle
Ratsgruppe Pro Hamm

Logo.indd

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreib einen Kommentar