FaisalHeessen

Die Museumsleitung hat Realitätssinn verloren

Die Wählergruppe Pro Hamm reagiert mit Unverständnis auf die geplante Erhöhung der Eintrittspreise für das Gustav-Lübcke-Museum. Faisal Nasir (Pro Hamm), Mitglied des Kulturausschusses, nimmt wie folgt Stellung: ,,Da bleibt mir ehrlich besagt die Sprache weg. Das Gustav-Lübcke-Museum wurde mit fünf Millionen aus Steuergeldern rundum renoviert und will mit der Neueröffnung im März 2015 drastisch an der Preisspirale drehen. Hier sprechen wir nicht von einer vielleicht noch vertretbaren Erhöhung von 10 Prozent, sondern von einer Verdopplung des Eintrittspreises. Damit nicht genug, sollen die Öffnungszeiten für Einzelbesucher werktags drastisch eingeschränkt werden. Bei so viel Unverfrorenheit kann ich nur den Kopf schütteln. Das nennt man wohl ein klassisches Eigentor. Die Verantwortlichen beim Gustav-Lübcke-Museum scheinen jeglichen Realitätssinn verloren zu haben. Das Museum ist nicht nur hochdefizitär und wird von einem jährlichen städtischen Zuschuss in Höhe von 2,6 Millionen in Betrieb gehalten, es findet auch nur eine schwache Akzeptanz in der Hammer Bevölkerung. Die Besucherzahlen sind ernüchternd und ein Beleg, dass das Museum sich neu aufstellen muss. Neu aufstellen heißt aber nicht, dass die Eintrittspreise verdoppelt und der Service eingeschränkt wird. Mit einer solchen Geschäftspolitik erreicht man nur eins: Die Entfremdung zwischen dem Museum und der Hammer Bevölkerung wird sich vertiefen. Statt Brücken zu bauen, werden neue Gräben geöffnet. Wir fordern die Stadtregierung auf den Plänen der Museumsleitung Einhalt zu gebieten.“

 

Faisal Nasir

Mitglied im Kulturausschuss