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Das Spiel mit der Schulstatistik 2013/14

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm – Thema Bildung

Die Wählergruppe Pro Hamm sieht sich in ihrer Schul- und Bildungspolitik durch die Datengrundlage der Schulstatistik 2013/14 bestätigt. Der OB-Kandidat von Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle äußert sich wie folgt: ,,Unser Schuldezernent betreibt eine billige Polemik, wenn er von einem Anmelderückgang bei den Hammer Gesamtschulen spricht. Herr Kreuz sollte in seiner Funktion als Kämmerer in der Lage sein die Zahlen korrekt zu interpretieren. Das scheint aber nicht in das ideologische Weltbild der CDU zu passen. Fakt ist, dass die Hammer Gesamtschulen die einzige Schulform sind, die in den letzten zehn Jahren ihre Schülerzahl nicht nur gehalten, sondern auch leicht gesteigert haben Die Gesamtschule wird von den Hammer Eltern nicht nur angenommen, sondern ausdrücklich erwünscht. Ich möchte an dieser Stelle unseren Schuldezernenten daran erinnern, dass unter der schwarz-gelben Stadtregierung mehr als 1000 Kinder, aufgrund eines zu geringen Angebots, keinen Platz an einen der Hammer Gesamtschulen bekommen haben. Die Eltern mussten gegen ihren Willen ihre Kinder an einer anderen Schulform anmelden. Während die Schülerzahlen an den Hauptschulen regelrecht eingebrochen sind, erleben wir auch einen schwindenden Schülerrückgang an den Hammer Realschulen und den Gymnasien. Besuchten im Schuljahr 2004/05 noch 3784 Schüler eine Hammer Realschule sind es zum Schuljahr 2013/14 nur noch 3422 Schüler. Die Schülerzahlen sind hier seit dem Schuljahr 2007/08 rückläufig. Die Gymnasien verbuchten im Schuljahr 2011/12 mit einer Gesamtschülerzahl von 5393 ihren Höchstwert. Heute beträgt die Schülerzahl 4820. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der demografische Wandel nicht vor den Realschulen und den Gymnasien halt macht.“

Die Wählergruppe Pro Hamm fordert, dass die Politik den Empfehlungen des Schulentwicklungsplanes, den sie selbst in Auftrag gegeben hat, Folge leistet. Dr. Gürle: ,,Aus dem Schulentwicklungsplan (SEP) können wir entnehmen, dass der Gutachter keiner weiterführenden Schulform mit Ausnahme der Gesamtschulen und der Berufskollegs eine Bestandsgarantie ausspricht. Die Zahlen sind der schwarz-gelbe Stadtregierung bekannt. Sie müsste daraus die logische Schlussfolgerung ziehen, dass nur über eine nachhaltige, transparente und vorrauschauende Schulpolitik der Bildungsstandort Hamm gestärkt werden kann. Wir als Wählergruppe machen den Hammer Bürgerinenn und Bürgern ein ehrliches Angebot, indem wir langfristig ein Schulsystem befürworten, das auf zwei Säulen basiert. Die eine Säule wären die Gymnasien und neben ihr gleichberechtgit eine integrative Schulform, die den Kindern ein längeres, gemeinsames Lernen ermöglicht. Der allgemeine Rückgang der Schülerzahlen wird über kurz und lang, nach den Hauptschulen, auch den Bestand der Realschulen gefährden. Statt aber zu reagieren, sollten wir endlich anfangen zu agieren und
starke Schulzentren in den einzelnen Stadtbezirken einrichten.“

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

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