Buslinie 15

Circle-Line – Stadtteile miteinander verbinden

Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt grundsätzlich die Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebotes, kritisiert aber, dass die Umstrukturierungen halbherzig vorgenommen und nur unzureichend die veränderten Lebensgewohnheiten berücksichtigt werden. Pro Hamm schlägt konkret zwei Maßnahmen vor, die in die Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebotes einfließen sollten: ,,Die Konzentration der Linienführung von den Bezirken in die Innenstadt braucht einer Ergänzung durch die Schaffung von Angeboten, die die Bezirke direkt miteinander verbinden“, so die Jugendbeauftragte von Pro Hamm Havva Bozdemir. Vorstandsmitglied Richard Emmert ergänzt, dass die Mobilität von insbesondere Kindern, Jugendlichen und Senioren erschwert wird, wenn es zum Beispiel keinen direkten Busverkehr Nord-Süd (Bockum-Hövel – Herringen – Pelkum analog Heessen – Uentrop – Ryhnern) gibt. ,,Im jeden Sommer ist es ein Ärgernis, dass Jugendliche oder Familien, die aus Bockum-Hövel oder Herringen das Freibad Selbachpark in Pelkum besuchen möchten, lange Umwege über die Innenstadt beziehungsweise den Hammer Westen machen müssen“, so Richard Emmert. Als weiteres Fallbeispiel benennt die Wählergruppe die fehlende direkte Busverbindung zwischen Wiescherhöfen und Berge. Beide Ortschaften trennen nur wenige Kilometer Luftlinie, aber die gegenwärtige Führung sieht vor, dass jemand, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Wiescherhöfen nach Berge will, über die Innenstadt fahren muss. ,,Das bestehende Angebot des ÖPNV muss durch die Installierung einer Ringbuslinie, einer sogenannten Circle Line, die unter Ausschluss der Innenstadt die Stadtbezirke anfährt, ergänzt werden“, so Richard Emmert. So würde man nach Ansicht von Pro Hamm der Nachfrage an Fahrten zwischen den Bezirken entgegen kommen. Die Stadtbezirke müssen untereinander stärker vernetzt werden. ,,Nicht alle Busse müssen zwingend über die City fahren“, bringt es Richard Emmert auf den Punkt. Havva Bozdemir ergänzt: ,,Hier müssen andere Kommunen in Deutschland, die seit Jahren sogenannte Circle Lines anbieten und mit ihnen positive Erfahrungen gemacht haben, Vorbild sein“. Neben der Forderung einer Circle Line sieht die Wählergruppe beim Busverkehr an den Wochenenden Nachholbedarf. ,,Die geplante künftige Taktung der Buslinien an den Samstagen spiegelt nur unbefriedigend das veränderte Einkaufs- und Freizeitverhalten wieder. Die halbstündige Taktung, die von 15:00 Uhr auf 18:00 Uhr verlängert wurde, müsste konsequent auf mindestens 20:00 Uhr ausgedehnt werden. Hier muss sich die Taktung des öffentlichen Verkehrs an den Öffnungszeiten der Geschäfte orientieren“, so Havva Bozdemir. ,,Das anstehende Weihnachtsgeschäft wird nochmals verdeutlichen, dass eine halbstündige Taktung bis 20:00 Uhr Sinn ergibt“, so die Jugendbeauftragte von Pro Hamm. Der öffentliche Nahverkehr muss eine größere Akzeptanz und Attraktivität bei den Hammer Bürgerinnen und Bürger erreichen. Die Wählergruppe Pro Hamm ist der Überzeugung, dass man den ÖPNV in der Kommune nachhaltig stärken wird, wenn eine Ringbuslinie aufgebaut und die halbstündige Taktung an den Samstagen bis 20:00 Uhr ausdehnt wird.

 

Richard Emmert

Havva Bozdemir

Pro Hamm

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