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Positionspapier der Wählergruppe Pro Hamm zu Weetfeld/Wiescherhöfen

Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit nehmen einen breiten Raum in der inhaltlichen Schwerpunktsetzung der Wählergruppe Pro Hamm. Hamm ist ein schöner Fleck inmitten Deutschlands. Sein Charme liegt in seiner einzigartigen Kombination zwischen städtisch geprägten Wohnquartieren, agrarisch-landwirtschaftlichen Flächen, seiner Landschaftskultur und seinen Naturschutzgebieten. Die Wählergruppe Pro Hamm will die Schönheit der Natur erhalten und den Bürgerinnen und Bürgern Naherholungsgebiete als Rückzugsorte anbieten. Die naturnahen Waldbestände müssen ausgebaut und intakt gehalten werden. Die in städtischem Besitz befindlichen Ackerflächen sollten ökologisch bewirtschaftet und mit Ökoauflagen verpachtet werden. So lehnt Pro Hamm das Fracking kategorisch ab. Das Gasbohren im Schiefergestein verursacht massive Schäden an der Umwelt. Hochwertige Agrarflächen dürfen nicht zusehends vernichtet werden. Ein mögliches Wirtschaftswachstum darf nicht auf Kosten der Umwelt gehen. Ökologie und Ökonomie müssen in Einklang gebracht werden. Das Stichwort hierzu heißt Nachhaltigkeit. Hamm braucht das Leitbild der Nachhaltigkeit. Als ehemalige „Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz“ (1998/99) sollte sie zeigen, welche zukünftigen Beiträge sie zum Klimaschutz, zur Energie- und Ressourceneffizienz und zum nachhaltigen Wirtschaften leistet.

Pro Hamm unterstützt das nachhaltige Wirtschaften auf allen Ebenen und bei allen Unternehmen. Ziel sollte es sein, dass Wirtschaft und Verwaltung regelmäßig indikatorengestützte Nachhaltigkeitsberichte erstellen und veröffentlichen. Für Hamm ist die Nachhaltigkeit eine Überlebensstrategie. Sie gehört zur demokratiepolitischen Agenda, weil sie zentraler Ausgangspunkt jeder Bürgerbeteiligung ist und weil sie für alle Projekte und Planungen die Grenze der ökologischen Belastbarkeit des Hammer Raumes aufzeigen kann. Wer dies nicht akzeptiert, sollte wissen: Das Gegenteil von Nachhaltigkeit ist der Kollaps.

Die Wählergruppe Pro Hamm lehnt die Entwicklung des Inlogparc – nördlicher Teil ab. Naturflächen sind endlich. Deswegen muss eine Erschließung großer Industrie- und Gewerbeflächen, wie sie von der schwarz-gelben Stadtregierung ungemindert durchgeführt wird, auf der grünen Wiese ein Ende haben. Wir brauchen ein Umdenken der Wirtschaftsförderung, die in der Logistikbranche und in der großflächigen Industrieansiedlung eine Lösung sieht. Ein Rückbau des Inlogparcs ist notwendig, um die Zerstörung der Weetfelder Landschaft zu verhindern. Die vorgesehende nördliche Erweitung des Industriegebietes in Weetfeld ist unnötig. Sie zerstört weiter den Arten- und Biotopschutz, vernichtet Erholungs- und Freizeitrückzugsräume und schädigt die örtliche Landwirtschaft. Eine Zunahme der Lärm- und Verkehrsentwicklung ist für die Pelkumer Bürgerschaft nicht vertretbar. Pro Hamm setzt sich für einen Umplanung des Inlogparcs ein und fordert ein nachhaltiges Gewerbeflächenmanagement.

Die Stadt Hamm (= die politischen Entscheidungsträger) haben eine Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl eine konstruktive Lösung mit dem Dienstleister PROLOGIS zu finden. Es darf nicht sein, dass Tarifveträge durch „Untermieter“ ausgehebelt werden. Hier muss die Stadt klare Kriterien gegenüber PROLOGIS setzen und wenn nötig politischen Druck ausüben.

Die Nahversorgung im Wiescherhöfener Dorf stellt seit Jahren ein Problem dar. Die Bürgerinnen und Bürger in Wiescherhöfen haben vor Ort keine nennenswerten Einkaufmöglichkeiten und keine Bankfiliale. Das ist insbesondere für ältere Mitbürger und Familien, die nur eingeschränkt mobil sind, ein großes Problem. Eine Nahversorgung muss sichergestellt werden. Hier muss die Stadt Hamm mit seiner Wirtschaftsförderung zusammen mit der Bürgerschaft Wiescherhöfen/Weetfeld aktiv werden und für den Standort werben. Eine Nahversorgung ist ein wichtiger Baustein für eine deutliche Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Ein weiterer Aspekt ist der notwendige Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Es ist unter ökologischen Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar, dass Bürgerinnen und Bürger aus Wiescherhöfen keine direkte Busverbindung nach Berge haben. Um diese wenige Kilometer Luftlinie zu überbrücken, müssen Sie große Umwege nehmen. Das ist auch insbesondere für ältere Menschen und Familien, die nur eingeschränkt mobil sind eine große Belastung.

Ich möchte nach einer ersten Einleitung in die Thematik nun konkret Stellung nehmen.

Ad 1:

Der Erhalt und die Entwicklung landwirtschaftlicher Flächen ist eine eminent wichtige Querschnittsaufgabe, die nicht nur von den Fachleuten der Agrarpolitik, sondern vor allem vom OB persönlich angegangen werden muss. Aufgrund der Flächenbedeutsamkeit der Landwirtschaft in Hamm (etwa 58% der Flächen in Hamm werden landwirtschaftlich genutzt) gehören die Fragen der Landbewirtschaftung und der Landwirtschaft zur Chefsache. In Hamm ist dies besonders wichtig, um dem Strukturwandel der Landwirtschaft entgegen zu wirken und um deutlich zu machen, dass eine zukunftsfähige Stadt eine gesunde Gemarkung mit aktiven Landwirten für das Gemeinwohl braucht. Insofern sehe ich meine Aufgabe als OB auch darin, ein landwirtschaftliches Gesamtkonzept zu entwickeln und den Austausch mit den Landwirten für den Erhalt der Agrarflächen zu nutzen. Von einer solchen „Allianz für die Fläche“ verspreche ich mir, den zunehmenden Landschaftsverbrauch stärker zum Thema der Politik vor Ort zu machen. Ziel ist es, die Flächenversiegelung in Hamm vollständig auszugleichen.

Ad 2:

Ich setze mich für den „Erhalt von Feiraum und landwirtschaftlichen Flächen in Hamm“ konkret mit folgenden Maßnahmen ein:

  1. Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für Hamm als „zukunftsfähige Klimaschutz- und Ökostadt“.

  2. Erstellung eines Nachhaltigkeitskonzeptes für Natur, Freiraum und Landwirtschaft in Hamm.

  3. Einbeziehung der aktiven Landwirte in ein umweltverträgliches Konzept der semi-urbanen Landwirtschaft in Hamm.

  4. Förderung des Ausbaues des Ökologischen Landbaus und der Sozialen Landwirtschaft, inkl. der CSA-Modelle, in Hamm.

  5. Beschlussfassung zur Vergabe (Verpachtung) städtischer Agrarflächen mit Umweltauflagen an Ökolandwirte.

  6. Aufwertung und Honorierung der heimischen Landwirtschaft als Gestalter der Kulturlandschaft.

  7. Aufbau eines städtischen Ernährungskonzeptes für regionale landwirtschaftliche Produkte.

Ad 3:

Die planerischen Investitionen für die Entwicklung des Inlogparcs in Weetfeld sind für mich in vielerlei Hinsicht untragbar: Sie zerstören einen wertvollen Freiraum, vernichten irreversibel fruchtbaren landwirtschaftlichen Boden, sorgen nur für wenig qualifizierte Arbeitsplätze, binden im Planungsamt teure Mitarbeiter, lassen vernünftige Zukunftslösungen für die Stadtentwicklung nicht mehr zu und sind ein nicht zu rechtfertigender Kostenfaktor im Haushalt.

Eine offene Bilanzierung der Planungskosten hat es in Hamm bislang noch nicht gegeben. Ich werde als OB dafür sorgen, dass eine solche Zusammenstellung der Folgen- und Nebeneffekte der bisherigen Planungen zum Inlogparc erfolgt, die Kosten offen gelegt und verantwortungsvolle Zukunftslösungen angegangen werden.

Ad 4:

Der „Erweiterung des Industriegebietes Weetfeld“ werde ich n i c h t zustimmen. Ich werde mich vielmehr dafür einsetzen, dass die Kreativität im Planungsamt dazu genutzt wird, die Planung radikal zu überdenken und zu einer Umplanung zu kommen. Angesichts der Neuinterpretation des UmwRG ist dies sogar juristisch zu erwarten. Noch ist es möglich, die Zerstörung der Weetfelder Landschaft auf dem Hammer Gebiet zu verhindern!

Ad 5:

Zur Überlegung der „Umplanung“ in Weetfeld gehört für mich auch eine Neujustierung der Wirtschaftsförderung in Hamm, um u.a. dem gewissenlosen Outsourcing der Verantwortung für qualitative Arbeitsplätze endlich zu begegnen. Wir brauchen Transparenz und Offenlegung der Verträge mit PROLOGIS und die Bereitschaft, die Fehler der Vergangenheit möglichst schnell wieder rückgängig zu machen. Es ist höchste Zeit, die Wirtschaftsförderung in ihre Schranken zu weisen!

Ad 6:

Ich halte es für eine Zumutung, dass die mit dem Inlogparc zusammenhängenden Verkehrsprobleme auf dem Rücken der Anlieger ausgetragen werden. Eine solche Planung ist nicht rechtens, weil sie die berechtigten Interessen der Bewohner missachtet. Da dies typisch für Hamm ist, setzen wir uns von Pro Hamm dafür ein, den Bürgerwillen zum Maßstab der Planungen zu machen. Die verbrieften Verfahren zur Bürgerbeteiligung dürfen nicht zur Farce werden. Bürger müssen mitentscheiden können!

Auch plädieren wir für ein neues gesamtstädtisches Verkehrskonzept, das nicht nur der Wirtschaft, sondern vor allem den Bürgern dient – bis hin zu einem vorfahrtsberechtigten Fahrradwegeplan, der nicht aus der „Windschutzscheibenperspektive“ erstellt wurde. Auf Weetfeld bezogen, lehnen wir den Bau der B 63n ab.

Ad 7:

Die städtebauliche Situation in Wiescherhöfen und Weetfeld (und damit auch in Pelkum) spiegelt die Misere der Stadtentwicklung in Hamm sehr gut wider: Die Schwerpunkte der Stadtplanung zielen auf (vermeintliche) ökonomische Erfolge und auf die Innenstadt; die Interessen der Bürger und der Stadtteile werden weitestgehend vernachlässigt. Viele Aspekte der Daseinsvorsorge, wie LEH, ÖPNV, Bank- und Postfilialen, werden in der Fläche zunehmend ausgedünnt und zentriert. Eine Kompensation findet nicht statt.

Eine Steigerung der Wohn- und Lebensqualität ist mit einem solchen Vorgehen nicht möglich. Deshalb wollen wir stadtteilbezogen zu einer Pro Hamm-typischen Analyse des Bürgerwillens kommen und eine gemeinwohlorientierte Planung entwickeln. Für Wiescherhöfen und Weetfeld wäre dies aus jetziger Sicht:

  1. eine Politik, die auf die Bürger zugeht und die örtlichen Vereine, Verbände und Initiativen anhört;

  2. ein Dialog, der ein tragbares Nahversorgungskonzept entwickelt;

  3. ein Dialog, der eine Ringbuslinie mit engen Takten bedarfsorientiert verwirklicht;

  4. ein Dialog, der ein Angebot für bürgernahe Versorgungs-, Bank-, Post- und Handwerksdiensten nach holländischem Konzept realisiert;

  5. eine Politik, die Anreize für zivilgesellschaftliches Engagement schafft.

Durch die Stärkung der Bürger vor Ort und in den Stadtteilen kann eine verantwortungsvolle Gemeinschaft für das Gemeinwohl entstehen, die zu einer neuen Art der Kommunalpolitik führen kann. Als Beispiel kann hier auf die Stadt Andernach verwiesen werden, die mit dem Slogan „Essbare Stadt“ für die Gestaltung und Nutzung öffentlicher Grünflächen zu einer ungeahnten Freisetzung von Engagement und Verantwortungsbewusstsein der Bürger für ihre Stadt geführt hat.

Zu weiteren Fragen stehe ich jeder Zeit zu Ihrer Verfügung. Ich freue mich auf den Dialog mit den Bürgern aus Wiescherhöfen und Weetfeld sowie allen anderen Hammenser-Bürgern.

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

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Dr. Cevdet Gürle mit Radio Lippe Welle Hamm über die Zukunft von Hamm

Standpunkte des Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Cevdet Gürle (Wählergruppe Pro Hamm) auf Fragen der Lokalsenders (Radio Lippe Hamm)

Frage 1: Was sind für Sie eigentlich die wirklich wichtigen Herausforderungen der Zukunft (mit Auswirkungen auf die Menschen in unserer Stadt)?

Hamm ist eine lebenswerte und liebenswerte Stadt, aber es ist niemandem geholfen, wenn man die Augen vor den zahlreichen Baustellen verschließt, die sich vor uns auftun. Bildung, Arbeit und Integration – das sind die Kernthemen mit denen wir uns offensiv auseinandersetzen müssen, um Hamm nach vorne zu bringen. Ohne eine ausreichende Bildung sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gering und ohne Bildung und Arbeit kann es keine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft geben. Bildung ist der Schlüssel zum sozialen Aufstieg. Deswegen muss das Thema Bildung im politischen Handeln oberste Priorität haben. Es muss uns gelingen, dass Kinder unabhängig ihrer sozialen Herkunft dieselben Bildungschancen haben. Hamm ist eine geteilte Bildungsstadt. Die Bildungsteilhabe ist ungleich auf die einzelnen Stadtbezirke verteilt. Wir müssen neue Wege gehen, um die Bildungsgerechtigkeit herzustellen. So ist es erforderlich, das Studienangebot der FH Hamm-Lippstadt deutlich auszubauen, das Gelände des Bergwerk Ost zu einem Bildungspark zu entwickeln, die Schulsozialarbeiterstellen aufzustocken, die frühkindliche Förderung zu optimieren und eine dritte Gesamtschule einzurichten.

Die städtische Entwicklung der Wohnquartiere und die Integrationspolitik der schwarz-gelben Stadtregierung benötigen einer sofortigen Neuausrichtung. Die drohende Verelendung und zunehmende soziale Gettoisierung einzelner Wohnquartiere im Hammer Westen und Norden muss verhindert werden. Die Errichtung eines Studentenwohnheims beziehungsweise von Studentenwohnungen nahe des Viktoria-Platzes könnte dem entgegenwirken und positive Impulse für die Wohnstruktur im Hammer Westen ausstrahlen. Des Weiteren fordern wir eine Fortschreibung des Steuerungskonzepts Vergnügungsstätten, in der klargestellt wird, dass in Wohngebieten sowie in Mischgebieten, in denen die Wohnnutzung vorherrscht, Vergnügungsstätten, Wettbüros und Erotik-Fachmärkte konseqeuent ausgeschlossen werden. So muss die Konzentration von Vergnügungsstätten an der Wilhelmstraße aufgebrochen werden.

Hamm ist bunt und das ist gut so. Das Thema Integration nimmt im politischen Raum einen immer größeren Spielraum ein. Rund ein Drittel der Hammer Bürgerinnen und Bürger haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Zuwanderung ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sogenannte Migrantinnen und Migranten bringen sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten und Fertigkeiten in das städtische Leben ein. Dennoch darf man die Augen nicht davor verschließen, dass Integration weder ein reibungsloser, konfliktfreier Prozess, noch eine Einbahnstraße ist. Integration fordert von der Aufnahmegesellschaft eine Willkommens- und Akzeptanzkultur und von den Zugewanderten Offenheit und die Bereitschaft über den eigenen Tellerrand zu blicken. Integration ist eine Herausforderung, der wir uns als Stadtgesellschaft stellen müssen. Eine nachhaltige Integrationspolitik basiert auf einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Man muss sie stärker die Migrantinnen und Migranten einbinden in die kommunalpolitischen Willens- und Entscheidungsprozesse. Es kann nicht sein, dass über sie aber nicht mit ihnen geredet wird. Denn Hamm ist unser aller Zukunft!

Ich trete als Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm für das Amt des Oberbürgermeisters an. Mein Bestreben ist es, den Bürgerinnen und Bürgern eine alternative Politik anzubieten.

Frage 2: Wieweit wird es auch von den Bürgern abhängen, wie gut wir diese Herausforderungen bewältigen können?

Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt müssen stärker in die politischen Willens- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Die Herausforderungen, der wir uns als Stadtgesellschaft stellen müssen, sind unsere Herausforderungen. Weder sind es die der Politikerinnen und Politiker, noch sind es die der Hammer Bürgerinnen und Bürger. Wir brauchen den aktiven und mündigen Bürger. Ich folge dem Selbstverständnis, dass die Politik in der Pflicht ist, die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen und Mitbestimmen einzuladen. Grundlage einer solchen bürgernahen Politik muss eine aktive Information und eine Transparenz des Verwaltungshandelns für die Bürger sein. Gleichzeitig möchte ich die Bürgerinnen und Bürger dazu bewegen, zu erkennen, dass sie es sind und keine Parteien oder Wählergruppen, die die Zukunft dieser Stadt bestimmen. Wir brauchen eine aktive Bürgergesellschaft. Denn Hamm gehört nicht den Politikerinnen und Politikern, es gehört den Bürgerinnen und Bürgern.

Frage 3: Welche Bewältigungskompetenzen brauchen die Menschen Ihrer Meinung nach für eine lebenswerte Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in die Lage versetzt werden, dass Sie die Fähigkeit haben aus Fehlern zu lernen und in jeder Krise auch zugleich eine Chance sehen. Sie sollten mit offenen Augen durchs Leben geben verbunden mit einer Prise Zuversicht und Mut im Herzen und einem positiven Denken. Sie sollten eine kritische Reflektionsfähigkeit haben und das Bestehende hinterfragen und eine Optimierung des Ist-Zustandes anstreben. Die Bürgerinnen und Bürger sollten weniger ich-bezogen agieren, sondern mehr das Wohl der Gemeinschaft im Auge haben.

Frage 4: Was könnte den Bürgern helfen, die Kompetenzen zu entwickeln?

Das Ziel einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung ist es, dass der Einzelne sich als mündiger Staatsbürger wahrnimmt und sich mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Gemeinschaft einbringt. Dieses Ideal ist wünschenswert und kann nur verwirklicht werden, wenn wir den Einzelnen in seiner Persönlichkeit stärken, ihm Achtung gegenüber, wenn der Einzelne ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt und soziale Kompetenz hat. Die Entwicklung dieser Kompetenzen ist das Produkt von geplanten und ungeplanten Einflüssen. Wir als Gesellschaft müssen Strukturen schaffen, z.B. Bildungs- und Chanengerechtigkeit oder Freiheitsrechte, in der sich der Einzelne zum Staatsbürger entfalten kann.

Frage 5: Welches Bild haben Sie von der Zukunft unserer Stadt im Jahre 2020?

Mein Bild von der Zukunft unserer Stadt ist zwiegespalten. Auf der einen Seite habe ich die Sorge, dass unsere Stadtgesellschaft immer mehr in eine sogenannte „winner-looser-Gesellschaft“ zerfällt, andererseits habe ich die Hoffnung, dass die soziale Schieflage in unserer Stadt nicht weiter zementiert wird, sondern aufgebrochen werden kann. Wenn wir uns die Entwicklung der Stadt in den letzten Jahren anschauen, so ist zu erkennen, dass einzelne Wohnbezirke (insbesondere im Hammer Westen und dem Hammer Norden) eine Abwärtsspirale erlebt haben. Die schwarz-gelbe Stadtregierung hat hier versagt und ihre soziale Verantwortung nicht übernommen. Wir haben ein Bildungsgefälle, dass sich verfestigt hat. Der Aufstieg in unserer Gesellschaft ist primär gebunden an die soziale Herkunft und diese prägt bis heute den Bildungserfolg beziehungsweise Nichterfolg wieder. Hamm stellt hier keine Ausnahme dar! Ich habe aber auch die Hoffnung, dass wenn die politischen Weichen in den nächsten Jahren richtig gelegt werden und statt die Interessen einzelner Gruppen das Wohl der Gemeinschaft im Mittelpunkt des politischen Handelns steht die Stadt Hamm einen großen Schritt nach vorne machen kann. Hamm ist eine liebenswerte und lebenswerte Stadt, insbesondere für mich als eingefleischten Hammenser, aber ist ist auch eine Stadt mit Baustellen und genau diese müssen wir angehen. Hier müssen wir der Handlungsmaxime folgen: Die starken Schultern müssen mehr tragen als die Schwachen.

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

TheoHavvaRhynern

Gemeinsam für Rhynern

Die Wählergruppe Pro Hamm hat für den Stadtbezirk Rhynern ihre Kandidaten bestimmt. Die Liste wird angeführt von Theo Damberg (Ökolandwirt), es folgt Havva Bozdemir (Studentin). Die Wählergruppe Pro Hamm sieht folgende Schwerpunkte der Arbeit in der kommenden Legislaturperiode:

Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs durch Sanierung und Ausbau der Rad- und Fußwege, Ökologisierung der Landwirtschaft, Sicherstellung der Nahversorgung Westünner Mitte, Schaffung von seniorengerechten Wohnungen beziehungsweise Mehrgenerationenhäusern und Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere der Anbindungen an die ländlichen Randgebiete. ,,Die Bevölkerung in Rhynern wandelt sich. Sie wird älter und ihre Zahl geht insgesamt zurück. Wir müssen uns der Herausforderung einer zunehmend alternden Gesellschaft stellen. Mit der Schaffung von seniorengerechten Wohnungen beziehungsweise Mehrgenerationenhäusern, dem Ausbau der kulturellen wie der sportlichen Angebote und einer Sicherstellung der Nahversorgung können wir die Lebensqualität für ältere Menschen erhalten“, benennt Theo Damberg einen Schwerpunkt der politischen Arbeit in den nächsten Jahren. Havva Bozdemir ergänzt: ,,In einer Gesellschaft, die immer älter wird, ist es wichtig, dass eine lokale Nahversorgung existiert, die den täglichen Bedarf an Grundbedürfnissen abdecken kann. Wir sehen insbesondere die Entwicklung in der Westünner Mitte mit Sorge. Hier muss eine dauerhafte Lösung im Interesse der Bürgerschaft gefunden werden.“ Des Weiteren befürwortet Pro Hamm einen ökologischen Landbau, der eine naturnahe, umweltfreundliche und tiergerechte Art der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln garantiert. Theo Damberg: ,,Das Ziel muss sein, den Verlust der biologischen Vielfalt in den Agrarlandschaften zu stoppen. So fordern wir, dass die Verpachtung städtischer Agrarflächen an ökologische Kriterien gebunden ist. Eine industrielle Massentierhaltung wird abgelehnt. Massentierhaltung ist Tierquälerei! Die Massentierhaltung führt zugleich zu einem immer stärker werdenden Gülleproblem. Der wochenlange Gestank ist für die Bürgerinnen und Bürger in Rhynern eine nicht vertretbare Belastung. Des Weiteren bedeutet zu viel Gülle immer auch eine Gefahr für das Trinkwasser. Denn die Gülle enthält Phosphat und Nitrat, welches in den Boden einsickert. Wird auf einem Feld zu viel Gülle verteilt, droht eine Belastung der oberen Gewässer und des Grundwassers.“ „Wir als Pro Hamm sind sehr zufrieden, dass wir so ein starkes Spitzenduo für Rhynern präsentieren können und gehen zuversichtlich in den Wahlkampf“, so der Vorsitzende der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle.

Wählergruppe Pro Hamm

Theo Damberg & Havva Bozdemir

TheoDambergHavvaBozdemir

Zukunft für Bockum-Hövel

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm hat für den Stadtbezirk Bockum-Hövel ihre Kandidaten bestimmt. Die Liste wird angeführt von Edith Meinike, es folgt Orhan Bozdemir. Die Wählergruppe Pro Hamm sieht folgende Schwerpunkte der Arbeit in der kommenden Legislaturperiode: konstruktive Begleitung der Weiterentwicklung des Lippe-Parks, Stärkung des Bildungsstandortes Bockum-Hövel, Sanierung von Altstraßen, Steigerung der Lebens- und Wohnqualität, indem eine weitere Belastung der Luftqualität verhindert wird, Sicherstellung einer flächendeckenden U3-Versorgung und den Ausbau des ÖPNV-Angebotes. ,,Der Lippepark darf nicht nur ein Mehrwert für Herringen sein, sondern muss sich auf die Lebens- und Wohnqualität in Bockum-Hövel positiv auswirken. Wir befürworten den Brückenschlag zwischen Herringen und Bockum-Hövel und sehen hier Chancen, die Lippeauen als Naherholungsgebiet aufzuwerten“, so Edith Meinike. Edith Meinike weiter: ,,Wir forden eine sinnvolle Nachnutzung der aufgegebenen Standorte der Zweigestelle des Eduard-Spranger-Berufskollegs und der Albert-Schweitzer-Hauptschule. Der Bildungsstandort Bockum-Hövel muss gestärkt werden, deswegen ist eine Sanierung der Hardenbergschule unabdinglich. Die Zusammenlegung der Hauptschulen Albert-Schweitzer und der Hardenbergschule am Standort der Hardenbergschule ist für uns nur ein Zwischenschritt. Wir wollen mittelfristig die Realschule zu einer Sekundarschule weiterentwickeln und am Standort der Hardenbergschule eine Zweigstelle installieren. Orhan Bozdemir legt einen weiteren Arbeitsschwerpunkt auf die Verkehrs- und Infrastruktur: ,,Das Straßennetz in Bockum-Hövel ist in die Jahre gekommen und benötigt einer grundlegenden Sanierung. Hier sticht insbesondere die Hammer Straße hervor, die zeitnah saniert werden muss. Des Weiteren muss das ÖPNV-Angebot ausgebaut werden, indem direkte Busverbindungen von Bockum-Hövel nach Heessen und Herringen eingerichtet werden.“ ,,Wir als Pro Hamm sind sehr zufrieden, dass wir so ein starkes Spitzenduo für Bockum-Hövel präsentieren können und gehen zuversichtlich in den Wahlkampf“, so der Vorsitzende der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle.

Wählergruppe Pro Hamm

Edith Meinike & Orhan Bozdemir

EdithMeinikeB-HövelOrhanBozdemir

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Zuwanderung ist eine Bereicherung

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm will die Integrationspolitik der Stadt Hamm konstruktiv weiterentwickeln. Der Vorsitzende der Wählergruppe Pro Hamm und OB-Kandidat Dr. Cevdet Gürle stellt klar: ,,Zuwanderung ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sogenannte Migrantinnen und Migranten bringen sich mit ihren vielfältigen Fähigkeiten und Fertigkeiten in das städtische Leben ein. Das Handeln der Stadtverwaltung und der politischen Entscheidungsträger in der Integrations- und Migrationspolitik muss dem Leitfaden „Fördern und Fordern“ folgen.“ Das Ziel einer jeden Integrationspolitik muss es sein, so Pro Hamm eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu erreichen. Gürle weiter: ,,Integration ist weder ein reibungsloser, konfliktfreier Prozess, noch eine Einbahnstraße. Integration fordert von der Aufnahmegesellschaft eine Willkommens- und Akzeptanzkultur und von den Zugewanderten Offenheit und die Bereitschaft über den eigenen Tellerrand zu blicken. Das Fundament eines gemeinschaftlichen Lebens muss hierbei das Grundgesetz sein, das ohne wenn und aber die „Leitkultur“ für alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig ihrer ethnischen Herkunft, in Deutschland ist.“ Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Integrations- und Migrationspolitik der schwarzgelben Stadtregierung. Gürle hierzu: ,,Die Integrationsarbeit der Stadt Hamm tritt seit Jahren auf der Stelle. Die schwarz-gelbe Stadtregierung produziert viel Schein, aber nur wenig Sein. Hier wird eine Fassade aufgebaut, die allein dem Ziel folgt ein positives Bild der Integrationsarbeit der Stadtregierung zu schaffen. Diese Fassade steht aber im Widerspruch zur Wirklichkeit.“ Die Wählerguppe Pro Hamm schlägt folgende Maßnahmen vor, um die Integrations- und Migrationspolitik in der Stadt Hamm voranzubringen. Der Integrationsrat, als Vertretungsorgan der ausländischen Bevölkerung, muss in seinen Kompetenzen ausgeweitet werden. Gürle hierzu: ,,Wenn wir in der Integrationspolitik dem Ziel einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe uns verpflichtet fühlen, dann muss der Integrationsrat von einem bloßen Beratungsgremium, der keinerlei Entscheidungsbefugnisse hat zu einem zustimmungsberechtigten Ausschuss weiterentwickelt werden. Hier im Integrationsrat müssen nicht nur Anliegen der ausländischen Bevölkerung diskutiert, sondern  mit entschieden werden. Wir als Pro Hamm betrachten die Bürger mit sogenannten Migrationshintergrund als gleichberechtigte Partner. Man muss sie stärker einbinden in die kommunalpolitischen Willens- und Entscheidungsprozesse. Es kann nicht sein, dass über sie aber nicht mit ihnen geredet wird. Neben einer deutlichen Aufwertung des Integrationsrates fordern wir, dass sachkundige Migranten in beschließende Ausschüsse entsendet werden, die sich mit integrationspolitischen Themen auseinandersetzen. Es gibt Kommunen in Deutschland, die vorbildhaft diesen Weg bereits gehen. Die Stadt Hamm sollte sich dem anschließen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm fordert als einen weiteren Baustein einer neu zu ausrichtenden Integrationspolitik eine stärkere Öffnung der Stadtverwaltung und der städtischen Unternehmen beziehungsweise Unternehmen mit städtischer Beteiligung für Migranten. Die Wählergruppe spricht sich gegen eine Migrantenquote ab, fordert aber die Einführung von anonymisierten Bewerbungen. Es darf nicht sein, dass Bewerber aufgrund ihres Geschlechts, Alters oder der ethnischen Herkunft diskriminiert werden. Die anonymisierte Bewerbung kann dem ein Riegel vorschieben. Gürle weiter: ,,Um es auf den Punkt zu bringen: Wir brauchen weniger einen Oberbürgermeister, der einige Quotenmigranten in der CDU hat und bei Kermes-Veranstaltungen von  Moscheegemeinden vorbeischaut, sondern einen Oberbürgermeister, der die Teilhabe- und Mitwirkungsmöglichkeiten von Migranten verbessert. Das verstehen wir unter einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

FaisalRichard

Aktiv für unseren Stadtbezirk Heessen

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm hat für den Stadtbezirk Heessen ihre Kandidaten bestimmt. Die Liste wird angeführt von Faisal Nasir, es folgt Richard Emmert. Die Wählergruppe Pro Hamm sieht folgende Schwerpunkte der Arbeit in der kommenden Legislaturperiode: Aufwertung des Schloss Oberwerries als Touristenmagnet, Weiterentwicklung der Schullandschaft, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Erhalt und Ausbau des Heessener Waldes als Naherholungsgebiet, Sanierung der Schlossmühle und eine Verbesserung der Lebens- und Umweltqualität. ,,Wir wollen das Schloss Oberwerries als Touristenmagnet aufwerten. Das Wasserschloss, welches an der Römer-Lippe-Route gelegen ist und durch die Schaffung der Lippefähre eine Aufwertung erlebt hat, muss als touristisches Ziel in ein nachhaltiges Konzept zur Nutzung des Gebäudes eingebettet werden. Wir halten Heessen mit seinen Waldbeständen und seiner Lage an der Lippe für geeignet, einen touristischen Schwerpunkt in Hamm zu bilden“, so Faisal Nasir. Nasir weiter: ,,Wir fordern eine direkte Busverbindung zwischen dem Stadtbezirk Heessen und Bockum-Hövel. Es ist ein Unding, dass die nördlichen Stadtbezirke keine direkte Verbindung haben“. Die Wählergruppe Pro Hamm will die Schullandschaft in Heessen weiterentwickeln. Pro Hamm spricht sich für die Installierung einer Sekundarschule aus. Richard Emmert: ,,Wir schlagen vor,  dass am Standort der Realschule Heessen eine Sekundarschule eingerichtet wird. Die Installierung einer Sekundarschule würde einerseits den Schulstandort an der Realschule dauerhaft stabilisieren und sich positiv auf die Bildungschancen und die Bildungsteilhabe der Heessener Schülerrinnen und Schüler auswirken. Des Weiteren müssen in allen Schulen des Bezirkes bei Bedarf Sozialarbeiter eingestellt werden“. ,,Wir als Pro Hamm sind sehr zufrieden, dass wir so ein starkes Spitzenduo für Heessen präsentieren können und gehen zuversichtlich in den Wahlkampf“, so der stellvertretende Vorsitzende der Wählergruppe Theo Damberg.

Faisal Nasir

Richard Emmert

Wählergruppe Pro Hamm<

Dr. Cevdet Gürle

OB-Spitzenkandidat Dr. Cevdet Gürle stellt sich vor

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Sie haben am 25. Mai 2014 die Möglichkeit mit Ihrer Stimme Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung unserer Stadt. Bei den Kommunalwahlen bestimmen Sie, wer in Hamm an politischer Stelle, die Geschicke mitgestaltet.

Sie entscheiden mit Ihrer Stimme über die Zusammensetzung der Bezirksvertretungen, des Stadtrates und geben mit Ihrer Stimme den Ausschlag, wer als Oberbürgermeister der Stadt vorsteht. Die Wählergruppe Pro Hamm tritt als kommunale Kraft erstmals an den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 an und folgt dem Selbstverständnis, eine Politik von Hammer Bürgern für Hammer Bürger zu machen. Die Wählergruppe folgt der politischen Zielsetzung: Gemeinwohlorientierung statt Interessenvertretung! Pro Hamm ist bürgernah, aktiv und unabhängig. Wir sind keine Partei, sondern eine Gruppe von Gleichgesinnten, die sich ihrer Heimat Hamm verpflichtet fühlen und als politische  Gemeinschaft Einfluss auf die städtische Entwicklung nehmen möchte.

Als Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm trete ich für das Amt des Oberbürgermeisters an.  Mein Bestreben ist es den Bürgerinnen und Bürgern eine alternative Politik anzubieten. Hamm ist eine lebenswerte und liebenswerte Stadt, aber es ist niemanden geholfen, wenn man die Augen vor den zahlreichen Baustellen verschließt, die sich vor uns auftun. Bildung, Arbeit und Integration: das sind die Kernthemen mit denen wir uns offensiv auseinandersetzen müssen, um Hamm nach vorne zu bringen. Ich will diesen Weg nicht über den Kopf der Hammer Bürgerinnen und Bürgerinnen beschreiten, sondern mit Ihnen. Denn Hamm ist unser aller Heimat und unser aller Zukunft.

Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kleinkinder (zwei Jahre und fünf Monate). Ich bin beruflich als Lehrer an einem Gymnasium in Unna tätig und unterrichte die Fächerkombination Sozialwissenschaften und Geschichte. Seit mehr als 30 Jahren bin ich in Hamm wohnhaft und bin sei vielen Jahren ehrenamtlich in Rund einen Dutzend Vereinen und Verbänden tätig. Eine große Leidenschaft von mir ist der Sport, hier insbesondere die asiatische Kampfkunst Taekwondo. Ich bin Vorsitzender und leitender Trainer des Sportvereins Taekwondo Herringen, welcher sich 2007 aus der Taekwondo-Abteilung des SVF Herringen gegründet hat und wo heute rund 200 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Stadtgebiet trainieren.

Ich war schon seit meiner frühen Jugendzeit ein politisch und historisch sehr interessierter Mensch, aber politisch aktiv wurde ich erst 2009 mit Gründung der Wählergemeinschaft Pro Herringen. Die Wählergemeinschaft, die von Denni May und meiner Person auf die Beine aufgestellt wurde, trat bei den Kommunalwahlen 2009 im Stadtbezirk Herringen an. Wir konnten mit einem Stimmenanteil von 4,4 Prozent auf Anhieb ein Mandat in der Bezirksvertretung Herringen erringen. Das Mandat übe ich bis heute aus. Die letzten fünf Jahre waren eine spannende Zeit, in der ich als Lokalpolitiker stets versucht habe die Interessen des Stadtbezirks in den Mittelpunkt zu stellen. 2009 stellte sich für mich die Frage, ob ich als Person einer Partei beitreten oder einen alternativen Weg gehen soll. Ich habe mich mit meinen Mitstreitern für den alternativen Weg entschieden und eine kommunale Wählergemeinschaft auf die Beine gestellt. Ein Beweggrund war, dass wir als Wählergemeinschaft eher unserem Anspruch nach Bürgernähe und Unabhängigkeit gerecht werden können als dies in einer Partei möglich ist. Wir üben unsere politische Tätigkeit ehrenamtlich aus. Wir tun es aus Liebe zu unserer Stadt und weil wir der Überzeugung sind, dass wir mit unserer politischen Arbeit positive Impulse für die Entwicklung der Stadt setzen können. Wenn wir als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt nicht den Willen haben aktiv mitzugestalten, dann haben wir nicht das Recht über die da „oben“ zu schimpfen. Manch einer mag der Aussage nicht zustimmen, aber sie entspricht meinem Verständnis von einer Bürgergesellschaft. Denn Hamm gehört nicht den Politikerinnen und Politikern, es gehört den Bürgerinnen und Bürgern.

Deswegen sage ich: Wir alle sind Pro Hamm!

Dr. Cevdet Gürle

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Schulkonzept für Heessen

Die Wählergruppe Pro Hamm legt ihr Konzept zur Weiterentwicklung der Schullandschaft in Hamm-Heesen vor. Die Wählergruppe empfiehlt die Realschule Heessen zu einer Sekundarschule umzuwandeln. Die noch existierenden Hauptschulen im Stadtbezirk sollen ebenfalls aufgehen in der neu zu entstehenden Sekundarschule. Hierbei soll die Option bei Bedarf diese in einem zweiten Schritt zu einer Gesamtschule umzugestalten offen gehalten werden. Der Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm in Heessen Faisal Naisir erklärt: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung muss sich den berechtigten Vorwurf gefallen lassen, dass sie in der Schulpolitik nicht mit offenen Karten spielt. Der Schulentwicklungsplan (SEP), der 2011 veröffentlicht wurde, entwirft ein Szenario der zukünftigen Hammer Schullandschaft. Aus dem Inhalt des SEP lässt sich entnehmen, dass mit Ausnahme der Gesamtschulen und der Berufskollegs der Gutachter keiner weiterführenden Schulform in Hamm bis 2020 eine Bestandsgarantie ausspricht. Diese statistischen Grundlagen des SEP sind der Stadtregierung bewusst. Sie besitzt aber nicht den Mut die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit der Realität zu konfrontieren. Der Gutachter kommt zum Schluss, dass mindestens zwei Realschulen und ein Gymnasium aufgund ruckläufiger Schülerzahlen in seinem Bestand ernsthaft gefährdet sind. Die schwarz-gelbe Stadtregierung ignoriert die Handlungsempfehlungen des Schulentwicklungsplanes und beweist mit ihrer Schulpolitik, dass sie unfähig ist unvermeidlichen Entwicklungen vorzugreifen, sondern sich damit begnügt auf Veränderungen überstürzt und konzeptlos zu reagieren.” Der Vorsitzende der Wählergruppe und OB-Kandidat Dr. Cevdet Gürle bringt es auf den Punkt: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung hat die Hauptschulen geopfert in dem Irrglauben dadurch den Bestand der Realschulen erhalten zu können. Die Rechnung wird nicht aufgehen. Wenn man den Empfehlungen des SEP folgen würde und mal schaut wie Schulpolitik in anderen Kommunen praktiziert wird, dann käme man zur Erkenntnis, dass die Antwort auf den demografischen Wandel nicht die bloße Schließung von Hauptschulen ist. Die Antwort müsste lauten, dass die Hauptschulen aufgehen in den Realschulen und diese als Zusammenschluss zu Sekundarschulen oder Gesamtschulen weiterentwickelt werden.” Die Wählergruppe Pro Hamm zeichnet eine vernichtende Bilanz der Schul- und Bildungspolitik der schwarz-gelben Stadtregierung. Nasir: ,,Herr Hunsteger-Petermann ist seit 1999 Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Das sind 15 Jahre Regierung von Schwarzgelb, in denen Dutzende von Programmen entworfen und wieder verworfen wurden. Projekte, die gut gemeint, aber nicht gut gemacht waren. Das massive Bildungsgefälle zwischen den nordwestlichen und südöstlichen Stadtbezirken hat sich unter Schwarzgelb verfestigt. Hamm bleibt eine geteilte Bildungsstadt!” Die Wählergruppe Pro Hamm wünscht sich nicht nur mehr Bildung, sondern in erster Linie Bildung für Alle. Gürle: ,,Das dreigliedrige hierarchische Schulsystem produziert Chanenungleichheit und gehört abgeschafft. Die Wählergruppe setzt sich ein für ein Zwei-Säulen-Modell, auf der einen Seite die Gymnasien und auf der anderen Seite die integrativen Schulformen. Die integrative Schulform ist die bestmögliche Antwort auf eine zunehmend heterogene Schülerschaft.” Ein zentrales Argument von Faisal Nasir sich für eine Sekundarschule auszusprechen, ist der Punkt Bildungsgerechtigkeit. ,,Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass längeres gemeinsames Lernen die Entwicklungschancen für Kinder länger öffen lässt und mehr Schüler zu einem qualifizierten Abschluss führt. Die Sekundarschule wird von der schwarz-gelben Stadtregierung in der Öffentlichkeit schlecht gerechet und als eine bessere Hauptschule diffamiert. Wer dies tut, betreibt billige Polemik ohne sich mit der Struktur einer Sekundarschule jemals auseinandergesetzt zu haben. Die Leistungsanforderungen an einer Sekundarschule übertrifft bei weitem nicht nur die an einer Hauptschule, sondern auch die von Realschulen. So sind gymnasiale Standards ab der Jahrgangsstufe 5 verpflichtend und die zweite Fremdsprache kann fakultativ in Klasse 6 gewählt werden. Bei einer Realschule ist das in der Regel erst ab der Klasse 7 möglich. Der Aufbau einer Sekundarschule ist in der Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10) analog zu einer Gesamtschule zu sehen”, so Faisal Nasir. Die Wählergruppe Pro Hamm ist überzeugt, dass man die Schulleitungen der Realschulen für das Projekt Sekundarschule gewinnen kann. Eine Sekundarschule entlastet das Lehrerkollegium und schafft damit Ressourcen, die in der Form an den Realschulen nicht mehr vorhanden sind. So ist es nicht unbedeutend, dass die Lehrkräfte an den Sekundarschulen analog zu den Gymnasien/Gesamtschulen eine Unterrichtsverpflichtung von statt 28 Stunden nur von 25,5 Stunden haben. Des Weiteren steht den Schulen einer höherer Fortbildungsetat zur Verfügung, die Klassenstärken sind deutlich niedriger als an den Realschulen und die Lehrkräfte haben im Schnitt eine höhere Entlohnung. Darüber hinaus würde die Installierung einer Sekundarschule in Heessen den  Schulstandort der heutigen Realschule langfristig absichern. Der Wählergruppe ist aber auch bewusst, dass ein neuer Weg in der Schulpolitik, der zu einem Mehr an Bildungsgerechtigkeit in Hamm führt nicht unter einer schwarz-gelb geführten Stadtregierung beschritten werden wird.

 

Faisal Nasir

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm

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Spitzenduo für ein noch schöneres Uentrop

Die Wählergruppe Pro Hamm hat für den Stadtbezirk Uentrop ihre Kandidaten bestimmt. Die Liste wird angeführt von Erol Gürle (Arzt), es folgt André Hauke (Auszubildender). Die Wählergruppe Pro Hamm sieht folgende Schwerpunkte der Arbeit in der kommenden Legislaturperiode: Sicherstellung der Nahversorgung, Schutz des Naherholungsgebietes Geithe, Ausbau und Erhalt des Radwegesystems und die Schaffung einer Sekundarschule durch Zusammenlegung der Realschule Mark und der Erlenbachschule. ,,Die Lebensqualität im Bezirk Uentrop ist hoch und das sie auf diesem Niveau bleiben kann, muss die Politik in den nächsten Jahren die richtigen Entscheidungen treffen“, so Erol Gürle. Gürle weiter: ,,Der demografische Wandel, der einhergeht mit einer stetig älter werdenen Gesellschaft ist in Uentrop bereits heute stärker zu beobachten als in den anderen Hammer Stadtbezirken. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssem. So muss die Nahversorgung insbesonderer in der Uentroper Dorfmitte sichergestellt und das Angebot an seniorengerechten Wohnungen eindeutig ausgebaut werden.“ André Hauke ergänzt: ,,Uentrop hat einen hohen Wert als Naherholungsgebiet und als touristischer Anziehungspunkt. Das gilt es zu erhalten und auszubauen“. In der Schulpolitik möchte die Wählergruppe Pro Hamm einen neuen Weg bestreiten. Sie spricht sich dafür aus, dass die Erlenbachschule mit der Realschule Mark zusammengeht und zu einer Sekundarschule weiterentwickelt wird. Gürle: ,,Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einschenken. Die Schülerzahlen sind rückläufig und langfristig wird es der Realschule Mark nicht gelingen ihre Dreizügigkeit zu halten. Diese ist aber Bedingung für ein funktionierendes Differenzierungsangebot. Wenn wir den Bildungsstandort Uentrop stärken wollen und den Schulstandort an der heutigen Realschule langfristig erhalten möchten, dann müssen wir hier eine Sekundarschule installieren.“ ,,Wir als Pro Hamm sind sehr zufrieden, dass wir so ein starkes Spitzenduo für Uentrop präsentieren können und gehen zuversichtlich in den Wahlkampf“, so der Stellvertretende Vorsitzende der Wählergruppe Theo Damberg.

Erol Gürle

Andre Hauké

Wählergruppe Pro Hamm

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Schwarzgelbe Stadtregierung nicht weitsichtig

Der Wählergruppe Pro Hamm bereitet die negative Entwicklung, dass mehr als doppelt so viele Schüler in Hamm im Vergleich zum letzten Jahr keinen Schulabschluss erreichen konnten, Sorge. Der OB-Kandidat der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle erklärt: ,,Das wir eine verstärkte Zuwanderung von Familien aus Bulgarien und Rumänien haben, sollte der schwarz-gelben Stadtregierung seit Jahren bekannt sein. Die Stadtregierung hat es versäumt auf diese absehbare Entwicklung mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren. Die Stadt muss ein Aktionsprogramm für die weiterführenden Schulen auflegen, die in Wohnquartieren, wie den Hammer Westen liegen, die besonders von der Zuwanderung betroffen sind. Des Weiteren müssen mittelfristig die personellen und finanziellen Ressourcen an den Grundschulen aufgestockt werden. Ziel muss es sein über nachhaltige Bildungsprogramme die Ausgangsposition der zugewanderten Kinder und  Jugendlichen zu verbessern. Wir müssen hierzu die Schulen und Bildungseinrichtungen deutlich stärken. Wenn man die Zahlen der Schulabgänger in Hamm in Relation zu anderen Kommunen in NRW setzt, wird deutlich, dass während NRW-weit die  Steigerung von Schulabgängern ohne Schulabschluss zwischen 2012 auf 2013 nur um 4,7 Prozent gestiegen ist, beträgt die Zahl in Hamm erschreckende 21,6 Prozent. Das ist eine schallende Ohrfeige für die Schul- und Bildungspolitik der schwarzgelben Stadtregierung, die kopflos vor sich dahinplätschert. Falls wir Hamm nach vorne bringen möchten, dann brauchen wir endlich eine Schul- und Bildungspolitik mit Weitsicht“.

 

Vorsitzender

Dr. Cevdet Gürle

Wählergruppe Pro Hamm