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CDU/CSU – Ausgrenzung anstatt Integration?

Der Gesetzentwurf zur scheinbaren doppelten Staatsbürgerschaft, das von der Großen Koalition vorgestellt wurde, wird von der Wählergruppe Pro Hamm scharf kritisiert. Die Wählergruppe macht deutlich, dass der Gesetzentwurf weit hinter den Erwartungen der Betroffenen zurückbleibe und nichts weiter ist als ein fauler Kompromiss. Der OB-Kandidat Dr. Cevdet Gürle: ,,Wir benötigen eine generelle Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft. Der Gesetzentwurf sieht aber vor,  dass lediglich der Optionszwang für Jugendliche wegfällt. Dass heißt, dass alle „Migranten“, die in Deutschland geboren sind und unter der sogenannten Optionspflicht fallen, haben nun die Möglichkeit, wenn sie bestimmte Vorraussetzungen erfüllen einen Doppelpass zu besitzen. Das betrifft nur knapp 15 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger mit einem Migrationshintergrund in Deutschland. Wenn wir nicht nur bloß von einer Willkommenskultur sprechen, sondern sie auch ausleben möchten, dann muss die doppelte Staatsangehörigkeit auf alle Altersgruppen geöffnet werden. Es ist diskriminierend und ausgrenzend, dass die Kinder der „Gastarbeitergeneration“, die in den 1970er und 1980er Jahren in Deutschland geboren, aufgewachsen und heute eine tragende Säule der Gesellschaft sind, nicht die Möglichkeit erhalten die deutsche Staatsangehörigkeit zu bekommen ohne die Staatsbürgerschaft ihres Ursprungslandes abzugeben. Dass ein EU-Bürger oder aber auch ein Schweizer einen Doppelpass haben darf, aber ein Nicht-EU-Bürger diese Möglichkeit nicht hat, ist nicht nachvollziehbar. In der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts sollte die doppelte Staatsbürgerschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Das scheinen aber die Damen und Herren der Großen Koalition, insbesondere bei der CDU/CSU noch nicht verinnerlicht zu haben.“

 

Wählergruppe Pro Hamm

Vorsitzender

Dr. Cevdet Gürle

Turboabi

Turbo-Abitur war ein historischer Fehler

Die Wählergruppe Pro Hamm hält an der Kritik zum Turbo-Abitur fest. Die Einwände, die gegen eine Rückkehr zu G9 ausgesprochen werden, sind nicht nachvollziehbar. Hierzu der Vorsitzende der Wählergruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle: ,,Die Einführung des verkürzten Gymnasiums war ein historischer Fehler. Sie stellt eine starke Belastung für alle Betroffenen dar. So ist es nicht verwunderlich, dass rund Zweidrittel der Eltern in Nordrheinwestfalen sich für eine Rückkehr zur 9jährigen gymnasialen Zeit aussprechen. Die Politik sollte den Elternwillen Ernst nehmen und zu mindestens den Gymnasien eine Wahlfreiheit zwischen G8 und dem alten G9-Modell ermöglichen.“. Der Wählergruppe ist bewusst, dass eine Rückkehr zu G9 am Anfang eine Mehrbelastung für die Gymnasien bedeuten wird, aber in der Folge, so die Überzeugung der Wählergruppe wird das Unterrichten durch die wieder geschaffenen Freiräume, zu einer Entlastung bei den Schülerinnen und Schüler und den Lehrerkollegien führen. In der Diskussion über G8 und G9 sollte man, so die Wählergruppe Pro Hamm die Argumente hinterfragen, die dazu geführt haben, dass G8 eingeführt wird. Der  OB-Kandidat Gürle erklärt hierzu: ,,Wenn man nach den Beweggründen, warum das G8 eingeführt wurde, fragt, kommen pauschale Antworten wie, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schüler gesteigert werden müsse. So kämen Schüler aus Deutschland viel zu spät in Studium und Beruf. Die Politik und die Wirtschaft reduzieren mit einer solch eingeengten Argumenation Schüler auf ihren ökonomischen Wert und sehen in der Verkürzung der Schulzeit bloß ein Instrument den Einzelnen schneller mit seinem „Kaufwert“ den freien Markt zur Verfügung zu stellen. Sie fordern, dass ein Schüler das Abitur mit 17 Jahren zu machen hat und mit Anfang 20 im Arbeitsleben stehen soll, um dann bis zum 70.sten Lebensjahr einen Beruf nachzugehen. Der Staat will Geld sparen und früher an Steuergeld kommen. Die Wirtschaft will von jungen Arbeitskräften, die flexibel und günstig sind, profitieren. Staat wie Wirtschaft lasten aus egoistischen Motiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine untragbare Bürde auf.“ Die Wählergruppe Pro Hamm macht deutlich, dass man den Schülern ihre Lebensgestaltung nicht zusehends einschränken darf. Die Gesellschaft muss den Kindern und Jugendlichen den nötigen Freiraum geben. Des Wegen fordert die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Irrweg Turbo-Abitur abgebrochen werden muss.

 

Wählergruppe Pro Hamm

Vorsitzender

Dr. Cevdet Gürle

Pro hamm Stadtentwicklung

Stadtentwicklung

Wahlprogramm der Wählergruppe Pro Hamm zum Thema:

Stadtentwicklung

Stadtentwicklung befasst sich mit der Verteilung und Zuordnung der Nutzungen im städtischen Raum. Sie schafft die Voraussetzungen für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung und sorgt im Idealfall dafür, dass Wohngebiete, Einkaufszentren, Gewerbe-, Industrie- und Verkehrsflächen sowie Erholungs- bzw. Freizeiträume und sonstige infrastrukturelle Einrichtungen im richtigen Verhältnis und am rechten Platz ausgewiesen werden. Auch sorgt sie mit gestalterischen und ästhetischen Maßnahmen für eine Identifikation der Bewohner mit seiner Stadt (Stichwort: Stadtbildgestaltung).

Bei diesen Aufgaben spielt die Fläche, der Boden, eine große Rolle. Da die Gesamtfläche einer Stadt begrenzt ist, kommt es immer wieder zu räumlichen Nutzungskonflikten über die Priorisierung bestimmter Maßnahmen, die im Sinne des Gemeinwohlziels der Stadtentwicklung gelöst werden müssen. Als Instrumente der Bauleitplanung stehen der Flächennutzungsplan (FNP) und der Bebauungsplan (BP) zur Verfügung. Sie werden planerisch von der Verwaltung nach den relevanten Fachgesetzen erarbeitet und politisch vom Stadtrat nach einer Gesamtabwägung verabschiedet. Die Qualität von FNP und BP hängt davon ab,

a) wie sie entstanden sind und wie die Bürger daran beteiligt wurden und
b) nach welchen Konzepten und Planungsideen vorgegangen und welche Inhalte festgeschrieben wurden.

Die Praxis in Hamm zeigt, dass beide Punkte defizitär sind und Anlass zur Kritik geben. Die Stadtentwicklung in Hamm arbeitet konzeptlos, unsystematisch und interessengeleitet. Hier muss ein Umdenken in Richtung einer bürgerorientierten, nachhaltigen Stadtentwicklung erfolgen. Neue Siedlungskonzepte sind notwendig, um vor allem den Landschaftsverbrauch einzudämmen. Vor jedem Eingriff in die Landschaft sollte eine verbindliche Umwelt und Raumverträglichkeitsprüfung auf der Basis eines ehrlichen Standort und Flächenkatasters durchgeführt werden. Nur durch ein solches Flächenmanagement mit einer Revitalisierung von Brachflächen kann ein Beitrag dazu geleistet werden, dass der Flächenverbrauch von derzeit 80 ha pro Tag in der Bundesrepublik auf 30 ha pro Tag (nach dem „30HektarZiel“ der Bundesregierung bis 2020) realisiert werden kann.

Auf keinen Fall darf so weitergemacht werden, wie beim Ingloparc in Weetfeld zu beobachten ist. Das mit der Stadt Bönen vereinbarte interkommunale Logistikzentrum „Ingloparc“ versiegelt wertvolle landwirtschaftliche Betriebsflächen, zerstört einen städtebaulich interessanten Erholungsraum und wirkt sich negativ auf die Biodiversität aus. Alternativen wären hier möglich gewesen, wenn Planung und Politik sensibler vorgegangen wären und Vorschläge aus der Bürgerschaft ernster genommen hätten.

Da „Naturflächen“ endlich sind, muss die Erschließung großer Industrieflächen auf der „grünen Wiese“ ein Ende haben!

Aus aktuellem Anlass fordern wir:

Eine geplante Ansiedlung des FinkeBaus in Rhynern wird abgelehnt. Die Ansiedlung auf der grünen Wiese ist weder unter ökologischen Gesichtspunkten, noch unter ökonomischen vertretbar. Der FinkeBau wird massiv Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen und damit eine Wiederbelebung der City unmöglich machen.

Wir brauchen ein Umdenken in der Flächennutzung. Insofern wendet sich Pro Hamm auch gegen den Ingloparc in Weetfeld.

Zum Thema „Wohngebiete“ fordern wir:

Die schwarzgelbe Ratsfraktion hätte einen Masterplan Stadtentwicklung aufstellen müssen, um den negativen Entwicklungen der letzten Jahre in den einzelnen Wohnquartieren entgegenzuwirken. Das hat sie als unwichtig erachtet mit dem Ergebnis, dass im Hammer Westen, aber auch im Hammer Norden sich die sozialen Probleme erheblich verschärft haben. So ist durch den massiven Zuzug bulgarisch- und rumänischstämmiger Migranten und dem gleichzeitigen Auszug alteingesessener deutsch- und türkischstämmiger Familien das soziale Gefüge im Hammer Westen aus der Balance geraten. Die schwarzgelbe Stadtregierung hätte auf die sich abzeichnende Entwicklung reagieren und mit einer aktiven Stadtentwicklungspolitik antworten müssen. Das geschah nicht und man hat eine Ghettoisierung billigend in Kauf genommen.

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Antidiskriminierungsstelle des Bundes reagiert alarmiert!

Bewerber werden diskriminiert

Türkischer Name bringt Nachteile

Fünf Bewerbungen muss ein Kandidat mit deutschem Namen im Durchschnitt schreiben, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden – ein Mitbewerber mit türkischem Namen dagegen sieben, wie ein großangelegter Test zeigt. Schon bei ihrem ersten Schritt auf den deutschen Arbeitsmarkt werden Schüler mit türkischen Namen einer Studie zufolge diskriminiert. Bis sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden müssen sie mehr Bewerbungen verschicken als ihre Mitbewerber mit deutschen Namen und gleich gutem Schulabschluss, wie aus einer Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hervorgeht.

Für einen sogenannten Korrespondenztest wurden jeweils zwei Bewerbungen von Schülern deutscher Staatsangehörigkeit an insgesamt knapp 1800 Unternehmen geschickt, die Ausbildungsplätze als Kfz-Mechatroniker und als Bürokaufmann zu besetzen hatten. Die Bewerber waren beide überdurchschnittlich qualifiziert, einziger Unterschied: Einer der Bewerber hatte einen türkischen Namen, der andere einen deutschen.

Die Rückmeldungen fielen unterschiedlich aus und lassen auf eine Ungleichbehandlung schließen: Die Bewerber mit einem deutschen Namen erhielten demnach häufiger eine Antwort auf ihr Bewerbungsschreiben als diejenigen mit einem türkischen Namen. Jugendliche mit einem türkischen Namen wurden seltener zum Vorstellungsgespräch eingeladen und erhielten häufiger eine direkte Absage.

Wertvolles Potenzial geht verloren

Während Unternehmen beklagten, dass es nicht genug qualifizierte Bewerber gebe, bekämen jedes Jahr mehrere zehntausend Schulabgänger keinen Ausbildungsplatz, kritisierten die Wissenschaftler. Darunter seien überdurchschnittlich viele Jugendliche mit ausländischen Wurzeln, was nicht nur daran liege, dass sie schlechtere Noten als ihre Mitschüler mit deutschen Namen hätten, sondern auch an ihrer Benachteiligung an der „ersten Schwelle“ eines Bewerbungsprozesses. „Wenn qualifizierte Kandidaten nur deshalb nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, weil ihr Name ausländisch klingt, geht dem angespannten Ausbildungsmarkt wertvolles Potenzial verloren“, warnt die Studie.

Die Gründe für die Diskriminierung auf Seiten der Unternehmen seien vielfältig, erklärten die Forscher. Es gebe unbewusste Assoziationen, persönliche Vorurteile und oftmals darauf fußende Vorbehalte gegen die Einstellung eines Lehrlings mit ausländischen Wurzeln. Mancher Personalverantwortliche befürchte, dass Auszubildende mit türkischem Namen von Belegschaft oder Kunden nicht akzeptiert würden. Dabei komme Diskriminierung bei kleineren Unternehmen öfter vor als bei mittleren und großen Unternehmen.

Um Diskriminierung zu verhindern, sollten Ausbilder sensibilisiert und mehr Betriebsangehörige mit ausländischen Wurzeln in die Auswahl und Betreuung von Azubis eingebunden werden, empfiehlt die Studie. Wichtig sei zudem eine stärkere Anonymisierung von Bewerbungsverfahren. So könne eine kostenlose Software entwickelt werden, mit der auch kleinere Unternehmen Bewerbungen in anonymisierter Form entgegennehmen könnten. Mehr Kurzpraktika und Praxistage könnten ebenfalls die Chancen der Jugendlichen erhöhen. Außerdem müssten Politik und Wirtschaft mehr gegen Diskriminierung unternehmen.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes reagierte alarmiert. „Die Studie belegt: Menschen mit Migrationshintergrund werden auf dem deutschen Arbeitsmarkt nachweislich benachteiligt“, erklärte die Leiterin der Einrichtung, Christine Lüders. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sollten deshalb stärker auf anonymisierte Bewerbungsverfahren setzen. „Deutschland kann es sich nicht erlauben, ganze Gruppen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vom Arbeitsmarkt fernzuhalten“, mahnte Lüders.

Quelle: n-tv.de , dpa

http://www.n-tv.de/ratgeber/Tuerkischer-Name-bringt-Nachteile-article12538681.html

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Polizei Hamm warnt Facebook-Nutzer

Hamm (ots) – Die Polizei Hamm warnt Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook vor Betrugsversuchen. Kriminelle kopieren die Profile anderer Menschen. Mit der übernommenen Identität schreiben sie sämtliche Freunde an und bitten dabei um die Übersendung der Handynummer. Gibt der Freund seine Nummer weiter, erhält er kurze Zeit später eine Nachricht mit der PIN eines SMS-Zahlungsdienstes. Über Facebook erfolgt nun die Aufforderung an das Opfer, diese PIN dem Bekannten mitzuteilen. Sobald er antwortet und die PIN weitergibt, wird die nächste Rechnung seines Mobilfunkanbieters oder die Prepaid-Karte mit einem Geldbetrag belastet und die Summe auf ein Konto transferiert. In den vergangenen Wochen wurden der Polizei Hamm vermehrt derartige Fälle gemeldet. Vor diesem Hintergrund wird davor gewarnt, im Internet mehr Daten von sich Preis zu geben als zwingend notwendig. Wer eine Nachricht nach obigen Beispiel erhält, sollte persönlich mit dem Facebook-Freund Kontakt aufnehmen und ihm mitteilen, dass sein Account möglicherweise manipuliert wurde. Außerdem sollte man erkannte „Fake-Accounts“ bei Facebook melden. Wer Opfer eines derartigen Betruges geworden ist, sollte sich an die Polizei wenden und seine Facebook-Freunde warnen.(ap)

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Hamm

Pressestelle Polizei Hamm

Telefon: 02381 / 916 1006

E-Mail: pressestelle-hamm@unitybox.de
http://www.polizei.nrw.de/hamm/

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65844/2692713/pol-ham-polizei-warnt-vor-facebook-betrug

Faisal Nasir Foto

Faisal Nasir musste sich seine Zukunft erkämpfen

„Kastensystem durchlässiger

als deutsche Schulen“

Porträt am Sonntag: Faisal Nasir musste sich seine Bildung erkämpfen

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 V.O.N…..M.I.C.H.A.E.L…..G.I.R.K.E.N.S…..

Hamm. Faisal Nasir greift nach dem Zuckerstreuer und schiebt ihn weit nach vorn. Das seien die Akademikerkinder, die dürften aufs Gymnasium. Er schiebt ein Wasserglas nach vorn, aber viel weniger weit – das seien die in Deutschland geborenen Einwandererkinder, die dürften zur Realschule. Höchstens. Ein Töpfchen Kaffeemilch bleibt vor ihm stehen: „Das bin ich“, sagt Nasir, „ich bin nicht hier geboren. Ich musste zur Hauptschule.“ Das deutsche, das dreigliedrige Schulsystem sortiere aus: Akademikerkinder würden zu Akademikern und Arbeiterkinder zu Arbeitern gemacht. Das sagt Faisal Nasir, und er sagt es aus eigener Erfahrung. Er hat in der Schule in der alleruntersten Liga gespielt. Als Kind pakistanischer Flüchtlinge bekam er in der Hauptschule zu hören: „Du startest doch eh eine Hartz-IV-Karriere“. Jetzt, rund zehn Jahre später, arbeitet er als Industriekaufmann und hat noch einiges vor. 1999 kam Nasir als zwölfjähriger nach Deutschland. In Pakistan war er ein guter Schüler gewesen, der Stoff im Unterricht fiel ihm leicht. „Wir haben schon in der siebten Klasse Algebra abgeschlossen“, sagt er. In Deutschland, in Berlin, kam er zunächst in eine Förderklasse – der Sprache wegen. Ein Jahr dauert der Sprachunterricht normalerweise, aber er aber konnte schon nach drei Monaten in eine normale Grundschule gehen. In Berlin lernen die Kinder länger zusammen, die Grundschule läuft über sechs Jahre. Lehrerin: „Du schaffst sowieso nur Hartz IV“. Faisal Nasir durfte aber nicht in Berlin bleiben. Flüchtlinge werden über ganz  Deutschland verteilt, und seine Familie kam nach Soest. Nach nur einem halben Jahr in der Realschule habe es geheißen: „Du bist zu unruhig, geh‘ zur Hauptschule“. Und dort, ab der siebten Klasse, bekam er zu hören: „Du schaffst sowieso nur Hartz IV“. Geschafft hat er auf dieser Schule in Soest tatsächlich nur den „normalen“ Hauptschulabschluss nach 10 A. Eine Lehrstelle als Kfz-Lackierer fand er trotzdem. In dem Betrieb hatte er im neunten Schuljahr ein Praktikum gemacht, und sein Ausbilder hielt ihm die Stelle ein Jahr offen, bis der Junge die Schule beendet hatte – denn der hatte sich im Praktikum richtig reingehängt. Die Ausbildung gelang, Arbeit fand Nasir in Ahlen. Aber sein Körper spielte nicht mit, nach drei Jahren brauchte er eine neue Aufgabe, weil er sich einen Tennisarm eingefangen hatte – und der war eine Folge der Arbeitsüberlastung. Mit Hilfe seines Chefs und der Stadt Hamm, wo Nasir mittlerweile lebte, schulte er auf Industriekaufmann um. Das ging nur, weil er in der Abendschule mittlerweile die mittlere Reife nachgeholt hatte. So wechselte Faisal Nasir von der Produktion in die Verwaltung seines Betriebes. Seine Idee: Für seine Firma den pakistanischen und indischen Markt erschließen. Das aber stieß nicht auf Gegenliebe, Nasir wurde unzufrieden und wechselte den Arbeitgeber. Das deutsche Schulsystem lässt Potenziale liegen Dabei spielte auch eine Rolle, dass Nasir in der alten Belegschaft zwischen den Stühlen saß. Seine alten Kollegen in der Produktion beäugten ihn neidisch, weil er, der Dunkelhäutige, den Aufstieg geschafft hatte. Und die neuen Kollegen in der Verwaltung schauten grimmig, weil der Pakistani jetzt mitten unter ihnen arbeiten wollte – die Hautfarbe kann eben auch ein Problem sein. Das gilt aber nicht für seinen neuen Arbeitgeber,  für den er den pakistanischen und indischen Markt bearbeitet. Seine nächsten Pläne gehen in Richtung Studium… Im deutschen Schulsystem  macht Nasir viele Schwächen aus. Die Auslese der Kinder beginne schon damit, dass deren Eltern nicht aufgeklärt würden. „Meine Eltern dachten, eine Hauptschule sei gut für mich“, sagt der heute 27-Jährige, „niemand hat ihnen gesagt, dass die Hauptschule eine Sackgasse ist.“ Wer einmal auf dieser Schiene rolle, komme nur mit viel eigener Energie wieder runter. „Das indische Kastensystem ist durchlässiger als das deutsche Schulsystem“, analysiert Nasir, „denn in Indien gibt es Gesetze, nach denen hohe staatliche Stellen auch mit Menschen aus der untersten Kaste besetzt werden müssen.“ Das starre deutsche Schulsystem schaffe Verlierer, wichtiges Potenzial bleibt ungenutzt. Von seinen alten Kumpels aus Soest seien die meisten zur Hauptschule gegangen. „Von denen hat keiner heute eine feste Stelle“, sagt er. Sie stehen immer noch da, wo er das Töpchen Kaffeemilch am Anfang des Gesprächs hingestellt hat. Faisal Nasir legt einen Finger darauf und schiebt es nach vorn bis zum Zuckersteuer, der die Akademikerkinder darstellen soll, und darüber hinaus. Und sagt: „Da will ich hin.“

Sonntagsportrait im Stadtanzeiger mit Faisal Nasir. Faisal ist Spitzenkandidat der Wählergruppe Pro Hamm im Stadtbezirk Heessen. Als Wählergruppe sagen wir Danke für sein gesellschaftliches Engagement und wünschen ihm viel Erfolg auf seinem beruflichen und politischen Weg.

 

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Wird der Elternwille wirklich ernst genommen von der Stadtregierung?

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert massiv die Schul- und Bildungspolitik der schwarz-gelben Stadtregierung. ,,Wenn Vertreter der schwarz-gelben Stadtregierung von Elternwillen sprechen und das dieser in der Schul- und Bildungspolitik berücksichtigt würde, kann ich über solch billiger Polemik nur den Kopf schütteln“, so der OB-Kandidat der Wählergruppe Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle. Gürle weiter: ,,Wenn die Schwarzgelben den Elternwillen ernst nehmen würden, dann hätten in den letzten 10 Jahren nicht mehr als 1000 Schüler eine Absage von einen der beiden Hammer Gesamtschulen erhalten. Die Stadtregierung unterschlägt, dass trotz der Sekundarschulen in Herringen und Werne, auch zum kommenden Schuljahr knapp 50 Schüler eine Abfuhr von den beiden Hammer Gesamtschulen erhalten haben. Möchten die Schwarzgelben den Elternwillen umsetzen? Dann müssten sie der Installierung einer dritten Gesamtschule in Hamm zustimmen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm verweist darauf, dass heute mehr als 2600 Schüler eine integrative Schulform in Hamm besuchen. ,,Das sind so viele Schüler wie nie zuvor. Der Wunsch Hammer Eltern ihr Kind an einer integrativen Schule anzumelden, hält uneingebrochen an“, so Gürle. Gürle: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung macht in ihren Äußerungen deutlich, dass die integrative Schulform in Hamm unerwünscht ist. Die Schwarzgelben sollten statt ihre Energie in den Kampf gegen die integrative Schulform zu richten, sich mit der Frage auseinandersetzen, warum Hamm eine geteilte Bildungsstadt ist. Die schwarz-gelbe Stadtregierung hat auf dem Feld der Chancengerechtigkeit und der Chancengleichheit kläglich versagt. Der Schulentwicklungsplan (SEP) muss weiterentwickelt werden, stattdessen werden die Gesamtschulen und die Sekundarschule diffamiert. Die Hammer Bürger und insbesondere die Eltern brauchen keine stumpfen Feindbilder, sondern sie wollen Antworten auf drängende Fragen wie zum Beispiel: Wie wird sich die Schullandschaft in Hamm aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen weiterentwickeln? Können alle Schulstandorte erhalten bleiben oder wird es weitere Schließungen oder Zusammenschlüsse geben? Die Eltern wünschen sich Planungssicherheit! Sie wollen ein nachhaltiges und tragfähiges Schulkonzept. Ein Konzept das Schwarzgelb nicht anzubieten hat. Gehört es nicht zur Wahrheit, dass es spätestens in fünf Jahren in Hamm eine Realschule weniger geben wird, da die absoluten Schülerzahlen es nicht hergeben den Bestand von sechs Realschulen zu halten? Die schwarz-gelbe Stadtregierung zieht es vor unbequemen Fragen auszuweichen und macht lieber ein Weiter so mit einer kopflosen Bildungspolitik. Eine Bildungspolitik, die dazu geführt hat, dass das Bildungsgefälle in unserer Stadt zementiert wurde.“ Die Wählergruppe Pro Hamm spricht sich für eine dritte Gesamtschule und der Möglichkeit weitere Sekundarschulen in Hamm einzurichten aus. ,,Ich habe in den letzten Tagen rund ein Dutzend Gespräche mit Eltern geführt, die mit den Gedanken spielten ihre Kinder an der Sekundarschule anzumelden, es aber letztendlich nicht getan haben und sich für eine Gesamtschule beziehungsweise ein Gymnasium entschieden haben. In den Gesprächen kam deutlich hervor, dass die Eltern sich eine Schulform wünschen auf der ihre Kinder die Möglichkeit haben das Abitur abzulegen. Das kategorische Nein der schwarzgelben Stadtregierung trotz eines Anmeldebooms im letzten Schuljahr die Sekundarschule in Herringen zu einer Gesamtschule umzuwandeln und damit mittelfristig eine gymnasiale Oberstufe einzurichten, hat viele Eltern verunsichert, so dass sie sich entschieden haben ihr Kind nicht auf der Sekundarschule anzumelden. Der Elternwille ist klar und zeigt in Richtung Gesamtschule. Wir als Pro Hamm haben nie ein Hehl daraus gemacht, dass die Sekundarschule nur ein Zwischenschritt auf den Weg zu einer Gesamtschule sein kann“, so Gürle. Der Vorsitzende von Pro Hamm kommentiert die Meldezahlen an den Realschulen wie folgt: ,,Die Anmeldezahlen an den Hammer Realschulen sind ein Ausreißer nach oben und spiegeln nicht die langfristige Tendenz wieder. So sind in unserer Nachbarkommune Unna die Anmeldungen an den Realschulen drastisch eingebrochen. Die Entwicklung auf Landesebene zeigt ebenfalls einen überdurchschnittlichen Rückgang der Schülerzahlen an den Realschulen. Dieser wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen und auch nicht vor Hamm halt machen.“ Die Wählergruppe verweist in dem Zusammenhang auf die Schlussfolgerungen aus dem SEP, in der eine Erkenntnis ist, dass auch die Realschulen in ihren Bestand gefährdet sind. Der Gutachter geht davon aus, dass mindestens zwei Realschulen ihre Dreizügigkeit bis 2020 nicht halten können. Diese ist aber Bedingung für ein funktionierendes Differenzierungsangebot. Die CDU/FDP-Stadtregierung hat in den letzten zwei Jahren fünf Hauptschulen geschlossen. Sie hat diese geopfert in dem Irrglauben dadurch den Bestand der Realschulen erhalten zu können. Die Rechnung wird nicht aufgehen. Die Schul- und Bildungspolitik der Schwarzgelben führt geradewegs dazu, dass die Realschulen bereits in einigen Jahren wie heute die Hauptschulen um ihre Existenz bangen müssen. Wenn man den Empfehlungen des SEP folgen würde und mal schaut wie Schulpolitik in anderen Kommunen praktiziert wird, dann käme man zur Erkenntnis, dass die Antwort auf den demografischen Wandel nicht die bloße Schließung von Hauptschulen ist. Die Hauptschulen müssten aufgehen in den Realschulen und diese als Zusammenschluss zu Sekundarschulen oder Gesamtschulen weiterentwickelt werden. Gürle: ,,Die Sekundarschule als integrative Schulform ist die Antwort auf eine zunehmend heterogene Schülerschaft. Sie entlastet zugleich das Lehrerkollegium und schafft damit Ressourcen, die in der Form an der Realschule nicht mehr vorhanden sind. So ist es zum Beispiel nicht unbedeutend, dass die Lehrkräfte an den Sekundarschulen analog zu den Gymnasien/Gesamtschulen eine Unterrichtsverpflichtung von statt 28 Stunden nur von 25,5 Stunden haben und die Klassenstärke auf 25 Schüler beschränkt ist. Ich bin davon überzeugt, dass man die Realschulen für das Projekt Sekundarschule gewinnen kann. Ich bin aber auch Realist genug um zu wissen, dass eine schwarzgelb geführte Stadtregierung diesen Weg nie bestreiten wird. Wir bewegen uns in Deutschland auf ein Zwei-Säulen-Modell hin. Auf der einen Seite haben wir die Gymnasien und auf der anderen Seite die integrative Schulform. Beide Schulsysteme bieten die Möglichkeit des Abiturs an. Die einen nach acht Jahren und die anderen nach neun Jahren. Hamm sollte sich dieser zwangsläufigen Entwicklung nicht versperren, sondern eine Vorreiterrolle einnehmen. ”

Wählergruppe Pro Hamm

Vorsitzender

Dr. Cevdet Gürle

Turboabi

Pro Hamm fordert Wahlfreiheit

Pressemitteilung der Wählergruppe Pro Hamm

In Nordrhein-Westfalen wurde unter der damaligen schwarz-gelben Landesregierung 2005 die Schulzeit auf den Gymnasien auf 8 Jahre gekürzt. Die rot-grüne Landesregierung hat deutlich gemacht, dass sie an der Verkürzung der Schulzeit festhalten will. Die Landesregierung in Düsseldorf ignoriert damit den massiven Protest der Schüler, Eltern und Lehrer und hält unbeirrt am Turbo-Abitur fest. Das verkürzte Gymnasium stellt eine starke psychische und physische Belastung für alle Betroffenen dar. Der Vorsitzende von Pro Hamm Dr. Gürle kommentiert das wie folgt: ,,Die Schüler sind einer 45 Stundenwoche ausgesetzt und sollen mit der Zuverlässigkeit einer Maschine Leistung abrufen.“ Die Wählergruppe Pro Hamm verweist auf eine Studie der LEV (Landes-Eltern-Vereinigung) zum Abitur nach dem G8-Modell zeichnet ein erschreckendes Bild. Rund 70 Prozent der Schüler einer Oberstufe klagen über zu viel Stress, ein Viertel erklärt, dass sie nur ungern in die Schule gehen. Mehr als drei Viertel der Eltern stimmen der Aussage zu, dass das Lernpensum ihrer Kinder sich belastend auf dem Familienalltag auswirke und das ihre Kinder nicht mehr über die Zeit verfügen ihre außerschulischen Aktivitäten weiter zu verfolgen. Gürle ergänzt: ,,Um es auf den Punkt zu bringen: Wer Ja sagt zum Abitur nach acht Jahren auf den Gymnasien, sagt auch Ja, dass man den Schülern ihrer Jugend beraubt. Die Kindheits- und Jugendphase als ein eigenständiger Zeitabschnitt der Selbstfindung und der Selbstverwirklichung verschwindet zusehends unter dem schulischen Leistungsdruck. Die Gesellschaft erwartet von heute 14jährigen, dass sie idealerweise, die als lästig empfundene pubertäre Phase aussparen und sich schnellst möglichst als ein produktives Mitglied in die Welt der Erwachsenen einfügen. Wenn man nach den Beweggründen, warum das G8 eingeführt wurde, fragt, kommen pauschale Antworten wie, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Schüler gesteigert werden müsse. So kämen Schüler aus Deutschland viel zu spät in Studium und Beruf. Die Politik und die Wirtschaft reduzieren mit einer solch eingeengten Argumentation Schüler auf ihren ökonomischen Wert und sehen in der Verkürzung der Schulzeit bloß ein Instrument den Einzelnen schneller mit seinem „Kaufwert“ den freien Markt zur Verfügung zu stellen. Sie fordern, dass ein Schüler das Abitur mit 17 Jahren zu machen hat und mit Anfang 20 im Arbeitsleben stehen soll, um dann bis zum 70.sten Lebensjahr einen Beruf nachzugehen. Der Staat will Geld sparen und früher an Steuergelder kommen. Die Wirtschaft will von jungen Arbeitskräften, die flexibel und günstig sind, profitieren. Staat wie Wirtschaft lasten aus egoistischen Motiven Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine untragbare Bürde auf.“ Die Wählergruppe Pro Hamm macht deutlich, dass man den Schülern ihre Lebensgestaltung nicht zusehends einschränken darf. Die Gesellschaft muss den Kindern und Jugendlichen den nötigen Freiraum geben. Des Wegen fordert die Wählergruppe Pro Hamm, dass der Irrweg Turbo-Abitur abgebrochen werden muss. OB-Kandidat Gürle: ,,Wir begrüßen die Elterninitiative G9 jetzt in NRW, die sich für eine echte Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 einsetzt und wollen ihre Position mit dem Sammeln von Unterschriften unterstützen. Es sind solche Elterninitiativen, die den Willen der Bürgerinnen und Bürger bündeln und ein Umdenken der politischen Entscheidungsträger bewirkt. Niedersachsen hat bereits diesen Druck nachgegeben und kehrt zum alten G9-Modell zurück. Wir in NRW haben den Weg noch vor uns. Ich bin aber zuversichtlich, dass wenn genügend Unterschriften zusammenkommen Rotgrün zum Einlenken bewegt werden kann“. Die Wählergruppe Pro Hamm wirft in der gegenwärtigen Debatte um G9/G8 der Schulministerin Frau Löhrmann (Grüne) Scheinheiligkeit vor, wenn Sie erklärt, dass nur 13 der über 600 Gymnasien in NRW eine Rückkehr wünschen und die Gymnasien die Möglichkeit haben jederzeit das G9 an ihrer Schule wieder einzuführen. Die Bildungsministerin unterschlägt in dem Zusammenhang, dass diese Rückkehr keine Rückkehr zum G9 nach dem alten Modell wäre. So würde u.a. die zweite Fremdsprache ebenfalls in der Jahrgangstufe 6 einsetzen und nicht wie erwartet erst in der Klasse 7. Wenn die Gymnasien eine echte Option hätten das alte Modell wieder einzuführen, dann würde so Pro Hamm eine große Mehrheit dem zustimmen. Die rot-grüne Landesregierung gibt ihnen diese Option aber nicht!

Wählergruppe Pro Hamm

Vorsitzender

Dr. Cevdet Gürle

Anonymisierte Bewerbung

Anonymisierte Bewerbung – Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterstützt Pro Hamm –

Mit der Unterstützung aus Berlin von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) sind wir gewillt als Pro Hamm, mehr Chancengerechtigkeit bei Bewerbungen durch ein bereits erfolgreich durchgeführtes Projekt auch in unserer Stadt Hamm durchzusetzen. Niemand soll aufgrund seines Alters, seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner Religion benachteiligt werden, sondern es soll nur die Qualifikation zählen. Vor Allem fordern wir als Pro Hamm Transparenz bei öffentlichen Stellenvergaben, wo jeder Bürger einsehen kann, wer warum welche Stelle erhalten hat oder nicht erhalten hat. Nur so kann eine wirkliche Chancengerechtigkeit eingeführt werden und der „Vetternwirtschaft“ ein Riegel vorgeschoben werden.

 

Chancengleichheit

Engagement

CDU-Hamm zerstritten? Mehrgenerationenwohnen – Kentroper Weg –

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Haltung und die Vorgehensweise der schwarz-gelben Stadtregierung zum Projekt Mehrgenerationenwohnen am Kentroper Weg. Der OB-Kandidat Dr. Cevdet Gürle stellt fest: ,,Die Hammer CDU gibt in der Frage Mehrgenerationenwohnen am Kentroper Weg ein zerstrittenes Bild ab. Während der Vorsitzende der Ratsfraktion Dr. Salomon eine Realisierung des Projektes an dem Standort unmissverständlich ablehnt, macht sein Parteifreund Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann deutlich, dass das Projekt steht und umgesetzt werden wird. Die CDU-Bezirksvertreter scheinen keine eigene Position zu haben, da sie durch betretenes Schweigen glänzen.“. Gürle weiter: ,,Es wäre ratsam, wenn sich endlich die Entscheidungsträger innerhalb der Hammer CDU zusammensetzen würden, eine gemeinsame Position entwickeln und mit dieser den Bürgerinnen und Bürgern am Wohnquartier Kentroper Weg gegenübertreten. Die betroffenen Anwohner, wie auch die Schaustellerfamilie wünschen sich nicht eine solche Kakophonie, sondern eine konstruktive Lösungsfindung, die auf Zustimmung aller Beteiligten trifft.“ Das Beispiel Mehrgenerationenwohnen am Kentroper Weg ist bezeichnend, so die Wählergruppe Pro Hamm, für die Handlungsweise der schwarz-gelben Stadtregierung. Gürle: ,,Ein Gespräch mit den Bürgern wird nicht gesucht. Man schafft Fakten und will diese dann den Menschen aufzwingen und rudert dann zurück, nachdem Bürger sich organisieren und ihren Protest in die Öffentlichkeit tragen. Die Hammer CDU schwenkt teilweise zurück, nicht weil sie von den Argumenten der Bürgerinitiative ,,Kentroper Weg und Kälberweg“ überzeugt wäre, sondern aus Angst bei den anstehenden Kommunalwahlen abgestraft zu werden. Die Hammer CDU wütet hier wie ein Elefant im Porzellanladen. Es wäre ratsam, wenn die Entscheidungsträger bei den Schwarzgelben erst Denken und dann Handeln würden und nicht umgekehrt“. Die Wählergruppe Pro Hamm empfiehlt einen runden Tisch, in der alle Beteiligten zusammen kommen, verschiedene Alternativen dargelegt und erörtert werden, um in Konsens eine bestmögliche Lösung zu finden.

Dr. Cevdet Gürle
Vorsitzender Pro Hamm