OB

Einstimmig als Kandidat zum Oberbürgermeister gewählt

Pressemiteilung im Stadtanzeiger-Hamm zur Bekanntgabe des Kandidaten auf das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Hamm. Der Kandidat der Wählergruppe ist Dr. Cevdet Gürle. Er wurde in einer Wahlversammlung einstimmig als Kandidat gewählt. Pro Hamm sagt Danke für sein politisches Engagement und wünscht ihm viel Erfolg im Wahlkampf.

 

OB Wahl

 

Foto Pro Hamm

„Es wurden Arbeiter gerufen, aber es kamen Menschen!“

Stellungnahme der Wählergruppe Pro Hamm zur Situation an der Waldenburgerstraße 1, 3 und 5:

Die Wählergruppe Pro Hamm befürwortet den Abriss des Hochhäuser an der Waldenburgerstraße. Als Alternative können Studentenappartements errichtet werden. Wir sagen aber klar „Nein“ gegen eine Stimmungsmache. In einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft darf es nicht sein, dass einzelne Volksgruppen pauschal diskriminiert werden. Der Zuzug von rumänischen Wanderarbeitern in die Hochhäuser würde, so sehen wir dies als Pro Hamm, die soziale Lage in einem vorbelasteten Wohnquartier verschärfen. Als Pro Hamm fordern wir eine dezentrale Unterbringung der Personen, um so einer „Gettobildung“ vorzubeugen und die Integration der Neubürger eher zu ermöglichen. Pro Hamm sieht insbesondere hier die Firma Westfleisch in der Pflicht, die angeworbenen Arbeitskräfte in enger Kooperation mit der Stadt Hamm durch integrative Maßnahmen (z.B. Sprachkurse etc.) zu unterstützen. Pro Hamm will in diesem Zusammenhang an den Ausspruch von Max Frisch aus den 1970er Jahren erinnern: „Es wurden Arbeiter gerufen, aber es kamen Menschen!“ Und genau das sind die rumänischen Wanderarbeiter! Sie sind Menschen, die sich mit ihrem Fleiß Arbeit erhoffen, um in Deutschland ein besseres Leben aufbauen zu können.

WaldenburgerStraße13

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Der Bürger ist der Experte – Bergwerk Ost –

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die Handlungsweise und die Informationspolitik der schwarz-gelben Stadtregierung in der Frage der Nachnutzung des Bergwerks Ost. Der Vorsitzende der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle erklärt, dass die Stadtregierung nicht das Gespräch mit den Bürgern sucht, sondern eine Politik von Oben betreibt. ,,Jede Konzeption, die letztendlich auf dem ehemaligen Zechengelände realisiert wird, wird nur dann von den Hammer Bürgerinnen und Bürgern und insbesondere von den Menschen in den betroffenen Bezirken angenommen, wenn sie direkt in die Willens- und Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden“, so der Herringer Bezirksvertreter. Gürle weiter: ,,Die Politik muss in einem Dialog auf Augenhöhe mit den Bürgern ein Konzept für die Nachnutzung entwickeln. Deswegen fordern wir als Pro Hamm, dass nach dem Vorbild des Projekts ,,Im Westen was Neues“ ein Beirat gebildet wird. Der Beirat kann, da er sich u.a. aus Vertretern der Vereinswelt, der lokalen Unternehmer, der Bildungseinrichtungen und der Religionsgemeinschaften zusammensetzt, die Interessen der Bürgerschaft am ehesten vertreten.“ Nach der Vorstellung von Pro Hamm muss der Beirat gleichberechtigt mit den politischen Entscheidungsträgern und der Stadtverwaltung ergebnisoffen und unter dem Gesichtspunkt der Realisierbarkeit die jeweiligen Nachnutzungsentwürfe diskutieren. ,,Denn für Pro Hamm ist ohne Wenn und Aber der Bürger der Experte! Deswegen und weil die Nachnutzung des Bergwerk Ost auf Jahrzehnte das Stadtbild in den Bezirken Herringen und Pelkum maßgeblich prägen wird, ist es von zentraler Bedeutung, die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsfindung zu integrieren“, so Gürle. Die Wählergruppe hat den Vorschlag eines Bildungsparks in den öffentlichen Raum gebracht, nachdem die Idee von vielen Bürgern aus Pelkum und Herringen an Pro Hamm herangetragen wurde. ,,Die Nachnutzung des Bergwerk Ost als Bildungspark ist nur eine Option. Sie wird von uns politisch favorisiert, aber letztendlich müssen die Bürger das Recht haben zu entscheiden, welcher Option, Bildungspark, Kreativ-Quartier, Energiepark oder ein alternatives Modell, sie den Vorzug geben“, so Gürle. Die Aussage des Oberbürgermeisters die Nachnutzung des Bergwerks Ost nicht zu einem Wahlkampfthema zu machen, stößt bei Pro Hamm auf Unverständnis. Gürle hierzu: ,,Die Nachnutzung des Bergwerks Ost muss natürlich ein Wahlkampfthema sein. Die Menschen insbesondere in den betroffenen Bezirken möchten wissen, was die Vorstellungen der politischen Parteien sind und das möchten sie wissen, bevor sie ihren Wahlzettel ausfüllen. Das Thema Nachnutzung des Bergwerks Ost gehört in den öffentlichen Raum, weil es die Menschen bewegt.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm

FHHamm13

Fachhochschule Hamm-Lippstadt zukunftssicher machen

Die Gründung der Fachhochschule Hamm-Lippstadt ist, so die Wählergruppe Pro Hamm, ein positiver Impuls für die Entwicklung der Stadt Hamm. Die Wählergruppe Pro Hamm merkt aber an, dass das Potenzial der Hochschule bei weitem nicht ausgeschöpft wird. Pro Hamm hält es für erstrebenswert, die Studiengänge mit Geisteswissenschaften und Sprachen zu erweitern. ,,Die alleinige Konzentration auf eine naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung ist eine Beschränkung, die den Hochschulstandort Hamm unnötig in ein enges Korsett einzwängt“, so der Vorsitzende von Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle. ,,Wir haben die einmalige Chance in den nächsten Jahren Hamm als Bildungsstadt deutlich aufzuwerten. Ein wichtiger Baustein hierbei ist die Fachhochschule“, so Gürle. Pro Hamm verweist auf Daten des Statistischen Amtes, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Studierenden in Deutschland bis 2020 stetig ansteigen wird, um dann zu stagnieren und nach 2025 rückläufig zu werden. Gürle: ,,Wir haben ein Zeitfenster bis 2020, dass wir nutzen müssen, um uns als Bildungsstandort im westfälischen Raum neben den Zentren Dortmund und Münster zu etablieren. Denn in wenigen Jahren werden die Hochschulen immer stärker konkurrieren, um die immer weniger werdenden Studierenden.“ Die Fachhochschule Hamm-Lippstadt wird sich auf den Markt stärker positionieren können, wenn sie ihr Studienangebot deutlich ausdehnt. ,,Jeder Student, der in Hamm an der Fachhochschule ist und in der Stadt wohnt, ist ein Gewinn für unsere Kommune“, so Gürle. ,,Ich freue mich, wenn wir in Hamm 2.000 Studenten haben, aber ich freue mich noch mehr, wenn die Zahl der Studierenden in unserer Stadt 10.000 beträgt“, so der Herringer Bezirksvertreter. ,,Angelehnt an die Unistadt Münster würde ich mir wünschen, wenn wir keine Konzentration an einem Standort haben, sondern das einzelne Institute und/oder Fachbereiche auf mehrere Stadtbezirke verteilt sind“, so Gürle. Konkret kann Pro Hamm sich vorstellen, dass einzelne Fachbereiche und/oder Institute auf dem Gelände des Bergwerks Ost eingerichtet werden. Die Vermarktung des rund 55 Hektar großen Geländes ist offen. Eine Nachnutzung des Zechengebietes in Form eines Energieparks, welches von der Wirtschaftsförderung favorisiert wird, wird von der freien Wählergruppe kritisch betrachtet. Die Realisierung eines Energieparks ist aufgrund fehlender Rahmenbedingungen unwahrscheinlich. Außerdem sieht Pro Hamm in der Nutzung des Geländes als Energiepark nur eine suboptimale Lösung. ,,Die Ansiedlung von Fachbereichen und/oder Instituten auf dem Areal des Bergwerks Ost würde hingegen einen großen Mehrwert für Pelkum und die angrenzenden Bezirke bedeuten. Zugleich hätte man eine mögliche Nachnutzung für den denkmalschutzwürdigen Hammerkopffördertum und dem Verwaltungsgebäude mit dem Lichthof gefunden“, so Gürle.

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm

Finke

Möbelhaus Finke vernichtet Einzelhandel

Die Wählergruppe Pro Hamm lehnt die Ansiedlung des Möbelhauses Finke zwischen der A 2 und der Unnaer Straße ab. ,,Die Ansiedlung auf der grünen Wiese ist weder unter ökologischen Gesichtspunkten, noch unter ökonomischen vertretbar“, so der Vorsitzende von Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle. ,,Der Finke-Bau wird massiv Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen und damit eine Wiederbelebung der City unmöglich machen.“, so Gürle weiter. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Experten der BBE-Handelsberatung in ihrer Endfassung der Auswirkungsanalyse zur geplanten Ansiedlung des Möbelhauses. Die im Dezember in einer Ersteinschätzung vorgestellten Prognosen bleiben demnach bestehen: „Nach der Analyse ist davon auszugehen, dass die Anbieter der Hammer City in der Summe Umsatzrückgänge von rund 1,5 Millionen Euro hinnehmen müssen“, so die Experten. Die kritische Haltung der Geschäfteinhaber in Rhynern und der Innenstadt zum Finke-Bauprojekt wird von der schwarz-gelben Stadtregierung völlig ignoriert. Ein Baustart, der für 2014 anvisiert ist, muss aus Sicht von Pro Hamm gestoppt werden. Die Wählergruppe betont, dass Naturflächen endlich sind und deswegen eine Erschließung großer Industrieflächen auf der grünen Wiese ein Ende haben muss! Gürle: ,,Die schwarz-gelbe Stadtregierung weist eine gehörige Portion Doppelmoral auf, indem sie auf der einen Seite alles tut, um die Realisierung eines Factory-Outlet-Centers (FOC) in Werl zu verhindern, aber auf der anderen Seite den Finke-Bau befürwortet. Die Pläne für das FOC werden vehement mit dem Argument, es würde mit dem Verlust von Kaufkraft negative Folgeerscheinungen für die Innenstadt mit sich bringen, abgelehnt. Dass das Finke-Möbelhaus mit einer Verkaufsfläche von über 40.000 Quadratmeter denselben Effekt haben wird, scheinen die Damen und Herren von den Schwarzgelben nicht realisiert zu haben.“ Wenn die Hammer Stadtregierung Ja zum Finke-Bau sagt, so die Wählergruppe, müsste sie auch folgerichtig Ja zum FOC sagen. Das tut sie aber nicht, da sie scheinheilig handelt. Dr. Gürle macht deutlich: ,,Wir brauchen sowohl eine starke, vitale Innenstadt, wie auch lokale Nahversorgungszentren in den Stadtbezirken. Was wir aber nicht brauchen, ist ein Möbelhaus auf der grünen Wiese.“

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm

Buslinie 15

Circle-Line – Stadtteile miteinander verbinden

Die Wählergruppe Pro Hamm begrüßt grundsätzlich die Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebotes, kritisiert aber, dass die Umstrukturierungen halbherzig vorgenommen und nur unzureichend die veränderten Lebensgewohnheiten berücksichtigt werden. Pro Hamm schlägt konkret zwei Maßnahmen vor, die in die Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebotes einfließen sollten: ,,Die Konzentration der Linienführung von den Bezirken in die Innenstadt braucht einer Ergänzung durch die Schaffung von Angeboten, die die Bezirke direkt miteinander verbinden“, so die Jugendbeauftragte von Pro Hamm Havva Bozdemir. Vorstandsmitglied Richard Emmert ergänzt, dass die Mobilität von insbesondere Kindern, Jugendlichen und Senioren erschwert wird, wenn es zum Beispiel keinen direkten Busverkehr Nord-Süd (Bockum-Hövel – Herringen – Pelkum analog Heessen – Uentrop – Ryhnern) gibt. ,,Im jeden Sommer ist es ein Ärgernis, dass Jugendliche oder Familien, die aus Bockum-Hövel oder Herringen das Freibad Selbachpark in Pelkum besuchen möchten, lange Umwege über die Innenstadt beziehungsweise den Hammer Westen machen müssen“, so Richard Emmert. Als weiteres Fallbeispiel benennt die Wählergruppe die fehlende direkte Busverbindung zwischen Wiescherhöfen und Berge. Beide Ortschaften trennen nur wenige Kilometer Luftlinie, aber die gegenwärtige Führung sieht vor, dass jemand, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Wiescherhöfen nach Berge will, über die Innenstadt fahren muss. ,,Das bestehende Angebot des ÖPNV muss durch die Installierung einer Ringbuslinie, einer sogenannten Circle Line, die unter Ausschluss der Innenstadt die Stadtbezirke anfährt, ergänzt werden“, so Richard Emmert. So würde man nach Ansicht von Pro Hamm der Nachfrage an Fahrten zwischen den Bezirken entgegen kommen. Die Stadtbezirke müssen untereinander stärker vernetzt werden. ,,Nicht alle Busse müssen zwingend über die City fahren“, bringt es Richard Emmert auf den Punkt. Havva Bozdemir ergänzt: ,,Hier müssen andere Kommunen in Deutschland, die seit Jahren sogenannte Circle Lines anbieten und mit ihnen positive Erfahrungen gemacht haben, Vorbild sein“. Neben der Forderung einer Circle Line sieht die Wählergruppe beim Busverkehr an den Wochenenden Nachholbedarf. ,,Die geplante künftige Taktung der Buslinien an den Samstagen spiegelt nur unbefriedigend das veränderte Einkaufs- und Freizeitverhalten wieder. Die halbstündige Taktung, die von 15:00 Uhr auf 18:00 Uhr verlängert wurde, müsste konsequent auf mindestens 20:00 Uhr ausgedehnt werden. Hier muss sich die Taktung des öffentlichen Verkehrs an den Öffnungszeiten der Geschäfte orientieren“, so Havva Bozdemir. ,,Das anstehende Weihnachtsgeschäft wird nochmals verdeutlichen, dass eine halbstündige Taktung bis 20:00 Uhr Sinn ergibt“, so die Jugendbeauftragte von Pro Hamm. Der öffentliche Nahverkehr muss eine größere Akzeptanz und Attraktivität bei den Hammer Bürgerinnen und Bürger erreichen. Die Wählergruppe Pro Hamm ist der Überzeugung, dass man den ÖPNV in der Kommune nachhaltig stärken wird, wenn eine Ringbuslinie aufgebaut und die halbstündige Taktung an den Samstagen bis 20:00 Uhr ausdehnt wird.

 

Richard Emmert

Havva Bozdemir

Pro Hamm

WaldenburgerStraße13

Kein Asylbewerberheim an der Waldenburger Straße

Die Wählergruppe Pro Hamm verurteilt auf Schärfste das anonyme Schreiben mit Unterschriftenliste, das von einem angeblichen Rechtsanwalt bei einem Herringer Geschäftsmann abgegeben wurde. ,,Hier wird rassistische Stimmungsmache gegen ein angebliches Asylbewerberheim an der Waldenburger Straße gemacht“, so der Vorsitzende von Pro Hamm Dr. Cevdet Gürle. Gürle weiter: ,,Die Stadt Hamm hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass an der Waldenburger Straße kein Asylbewerberheim errichtet und ein Konzept vorgestellt wird, dass eine dezentrale Unterbringung der aufzunehmenden syrischen Flüchtlinge vorsieht. Wir als Pro Hamm begrüßen es, dass die Asylbewerber auf alle Stadtbezirke verteilt werden und man dabei belastete Wohnquartiere wie den Hammer-Westen und den Hammer-Norden gezielt außen vorlässt. Die Wählergruppe verurteilt die bewusste Desinformation, die mit dem anonymen Schreiben gestreut wird und scheinbar Ängste bei der Herringer Bevölkerung auslösen soll. Wir müssen nicht nur helfen, weil wir ein wohlhabendes Land sind, sondern allein aus Prinzipien der Humanität und der Nächstenliebe“, so Gürle. Der Herringer Bezirksvertreter stellt klar: ,,In der Diskussion darf nicht untergehen, dass Flüchtlinge ihre Heimat nicht verlassen weil sie es wollen, sondern weil sie es müssen. Sie fliehen vor Verfolgung, politischer Unterdrückung, Krieg, Gefahr für Leib und Leben. Knapp die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder!”
Es ist für Pro Hamm erschreckend, wenn nach einer Studie der gemeinnützigen Organisation Pro Asyl rund zweidrittel der Bevölkerung die Ansicht vertreten, dass das Gros der Flüchtlinge in Deutschland zu Unrecht Asyl erhalte. Eine Mehrheit der Bevölkerung würde der populistischen Metapher ,,Das Boot ist voll“ zustimmen.
Die Ergebnisse bringen das Problem auf den Punkt: Beim Thema Asyl werden Realitäten ausgeblendet und man zieht es vor an liebgewonnenen Vorurteilen festzuhalten. Dem möchte Pro Hamm einige Fakten entgegensetzen. Das UN-Flüchtlingswerk UNHCR schätzt die Zahl der gewaltsam vertriebenen Personen weltweit auf rund 45 Millionen (Stand 2012). In ihrem Jahresbericht bilanziert die UNHCR, dass vier von fünf Flüchtlingen in Entwicklungsländern leben. So sind von den über zwei Millionen Syrern, die vor dem Bürgerkrieg geflohen sind, knapp die Hälfte Kinder. Rund eine Million der syrischen Flüchtlinge wurden von der Türkei und Jordanien aufgenommen. Deutschland hingegen hat etwa 10.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. ,,Das sind Fakten, die die Person oder die Gruppierung, die das anonyme Schreiben verfasst haben, kennen müssten, aber bewusst ausblenden”, so Gürle. Der Zustand an den Häusern 1 und 5 an der Waldenburger Straße ist für die Wählergruppe Pro Hamm unbefriedigend. Deswegen ist es richtig und wichtig, dass man sich mit der Problematik auseinandersetzt, aber das auf einer sachlichen Ebene. So stellt Pro Hamm als eine Option zur Diskussion, dass ein Rückbau stattfindet, welches einhergeht mit der Schaffung von qualitativ anspruchsvollem Wohnraum. Dr. Gürle betont, dass die Wohnortlage an der Einfahrt zur Waldenburger Straße prinzipiell für Investoren hochattraktiv ist. Der Marktplatz und das Lippe-Carré sind nur wenige Hundert Meter entfernt, eine Anbindung an den ÖPNV ist gegeben, die Lessingschule befindet sich in direkter Nachbarschaft und mit dem Waldgebiet Sundern hat man ein Erholungsgebiet, das man fußläufig erreichen kann. Das sind alles Faktoren, die für den Standort sprechen. Das Potenzial für mehr ist da, so Gürle.

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm

Hammer Schüler ohne Schulticket

500 Schüler ohne Bustickets

Die Wählergruppe Pro Hamm kritisiert die hohe Ablehnung von mehr als 500 Schülern, die zum laufenden Schuljahr keine Schülerfahrkarte erhalten haben. ,,Hier wird auf den Rücken von Kindern und ihren Familien gespart“, so der Vorsitzende der Wählergruppe Dr. Cevdet Gürle. Gürle: ,,Für viele Eltern ist es nicht nachvollziehbar, dass ihre Kinder, die bisher eine Karte erhalten haben, nun keine mehr erhalten sollen“. Die Stadtverwaltung begründet ihr Handeln mit der Schülerfahrtkostenverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen, die in der Vergangenheit relativ familienfreundlich, aber nun strikt nach Vorschrift umgesetzt wird. Die Verordnung schreibt vor, dass eine Übernahme der Fahrtkosten des Schulweges von der Entfernung des Wohnsitzes zur nächstgelegenen Schule der gewünschten Schulform abhängig ist. Hierbei ist es nicht von Bedeutung, ob das Kind tatsächlich auf diese nächstgelegene Schule geht oder nicht. Beträgt diese Entfernung bei Schülern der Sekundarstufe I weniger als 3,5 Kilometer, werden die Kosten nicht übernommen. Ebenso liegen die Grenzen für Schüler der Primarstufe bei zwei Kilometern, für die Sekundarstufe II bei fünf Kilometern. Eine strenge Auslegung der Regelung ist, so Gürle, eine klare Benachteiligung für finanzschwache Familien. Denn wenn der Antrag auf eine Schülerfahrkarte abgelehnt wird, müssen die Kosten in Höhe von 443 Euro von den Eltern übernommen werden. ,,Es darf aber nicht sein, dass der Bildungserfolg eines Kindes vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Hier muss die Stadt Hamm als Korrektiv, um die negativen Folgeerscheinungen der Verordnung entgegenzusteuern, einen Sondertopf installieren“, so Gürle. Die Wählergruppe Pro Hamm möchte die Problematik an drei Fallbeispielen konkretisieren.
Erstes Beispiel: Eltern, die in Bockum-Hövel wohnen, aber ihr Kind auf das Freiherr-von-Stein-Gymnasium nach Uentrop schicken wollen, da das Fr.-v.-St.-Gymnasium einen bilingualen Zweig in der Sekundarstufe I anbietet, müssen die Fahrtkosten selber tragen. Eltern, die die finanziellen Ressourcen haben, werden diese Möglichkeit nutzen. Eltern, die nicht in der Lage sind die Kosten zu tragen, werden sich gegen das Fr.-v.-St.-Gymnasium entscheiden müssen. Die Stadt würde in diesem Fall nur eine Fahrkarte für das Galilei-Gymnasium übernehmen.
Zweites Beispiel: Ein Schüler, der in Hamm-Heessen wohnt, möchte die gymnasiale Oberstufe des Märkischen Gymnasiums besuchen, da er hier die Möglichkeit besteht, einen Leistungskurs in Sport zu wählen. Der Schüler, beziehungsweise seine Eltern, werden die Fahrtkosten selber tragen müssen, da die Stadt als nächstgelegene Schule der gewünschten Schulform das Hammonense-Gymnasium berechnet.
Drittes Beispiel: Eltern, die in Herringen wohnen, aber ihr Kind nicht im Stadtbezirk auf eine Grundschule schicken möchten, haben prinzipiell die Möglichkeit in andere Stadtbezirke oder nach Werne auszuweichen. Familien, denen das nötige Kleingeld fehlt, haben nur eine theoretische Wahlmöglichkeit und sind gezwungen, aufgrund der finanziellen Belastung die nächstgelegene Grundschule zu wählen. ,,Das sind nur drei Beispiele, die verdeutlichen sollen, dass die gegenwärtige Regelung bezüglich der Schülerfahrkarten eine klare Diskriminierung von Kindern aus einkommensschwachen Familien ist. Wir haben auf der einen Seite Eltern, die die Wunschschule für ihre Kinder aussuchen können und auf der anderen Seite Eltern, die, ob sie nun wollen oder nicht, ihr Kind an der nächstgelegenen Schule anmelden müssen. Damit die soziale Herkunft den Bildungserfolg eines Kindes nicht festschreibt, muss die schwarz-gelbe Stadtregierung aktiv werden“, so Gürle. Die Wählergruppe Pro Hamm fordert, dass abhängig vom Einkommen der Eltern die Kosten für die Schülerjahresfahrkarte in Teilen bis hinzu vollständig von der Stadt Hamm übernommen werden. ,,Nach dem vorläufigen Berechnungen geht der Stadtkämmerer davon aus, dass das Einsparpotenzial durch eine strenge Auslegung der Schülerfahrkartenverordnung rund 60.000 Euro beträgt. Wir sollten dieses Geld nehmen und in die Kinder investieren, um so ein Mehr an Bildungsgerechtigkeit in unserer Kommune zu schaffen“, so Dr. Gürle.

 

Dr. Cevdet Gürle

Vorsitzender
Pro Hamm